Archive for Januar, 2010

2,7 Milliarden – eine Menge Holz!!!

Das 40. Weltwirtschaftsforum WEF im schweizerischen Davos ist ein Teil der Geschichte! Rund 2.500 Führungskräfte aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft (aus 90 Ländern) haben sich nicht etwa getroffen, um gemeinsam die Schipisten unsicher zu machen (obwohl hierbei unter dem Strich höchstwahrscheinlich ebenso viel herausgekommen wärel!) – es wurde vielmehr auf höchster Ebene diskutiert. Diskutiert über die Weltwirtschaftskrise, die Zeit danach und die Zukunft. Auch wenn höchste politische Würdenträger bei diesem sündhaft teuren, etwas grösseren, mehrtägigen Hüttenzauber (Davos ist ja auch etwas nobler!) mit von der Partie waren, so ist doch allseits bekannt, dass die dort getroffenen Aussagen keinen bindenden Charakter haben. So wurde beispielsweise die Finanzkrise bereits auf diesem Forum vorhergsagt, doch keinen hat dies interessiert. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy meinte allerdings heuer bei der Eröffnung, dass die Thematik “Spekulationen” bzw. “dubiose Finanzgeschäfte” im kommenden Jahr beim G20-Gipfel unter dem Vorsitz Frankreichs auf jeden Fall bindend abgehandelt werden wird. Zu dieser G20-Gruppe gehören neben den Industriestaaten auch die sog. Schwellenländer.
Dem Ganzen aber sehen die ansonsten so hart arbeitenden, dafür allerdings auch fürstlich entlohnten Manager mit Argwohn entgegen. Schliesslich geht es auch um ihr Geldbörserl! Und hier gibt es einige Punkte, die mir mehr als missfallen – um nicht zu sagen: Sauer aufstossen. So titeln in diesen Tagen alle möglichen Zeitungen, Zeitschriften und Magazine: “Milliarden Boni für Ex-Lehman-Banker”. Der Zusammenbruch dieser Inbestmentbank am 15. September 2008 leitete die Weltwirtschaftskrise ein. Ersten Schätzungen zufolge brachte sie einen Vermögensverlust von rund 15 Billionen Dollar – weltweit! Nun sollen 2.500 Mitarbeiter dieses Geldinstitutes von ihren neuen Arbeitgebern ausgerechnet für die letzten beiden Pleitenjahre Garantieboni in Milliardenhöhe erhalten.

Das ist noch lange nicht alles – zurück in heimische Gefilde. Die Schweizer Sonntags-Zeitung schrieb in ihrer Ausgabe vom 17. Januar: “UBS will 4 Mrd Boni auszahlen!” Die UBS ist eine der Grossbanken – nicht nur in der eidgenössischen Finanzlandschaft. Sie wurde durch die Weltwirtschaftskrise zumindest bei unseren Nachbarn am ärgsten durchgeschüttelt – ein Jahres-Verlust von 3-4 Mrd. Schweizer Franken zeichnet sich ab. Während sich andere Banken inzwischen wieder zusehends erholen, sieht es allerdings bei der UBS nach wie vor mehr als triste aus, da sehr viele der Kunden ihr Vertrauen in die UBS-Banker verloren haben! Die UBS beschäftigt rund 69.000 Mitarbeiter, die alle etwas von diesem grossen Bonuskuchen abbekommen sollen. Am meisten natürlich die Manager.

Was aber sind Boni??? Der Experte spricht hierbei von “leistungs- und bilanzabhängigen Zuschlagszahlungen zum Arbeitsentgelt”! Zu deutsch: Wer gut arbeitet, soll auch etwas davon haben! Vor einem solchen Hintergrund eröffnet sich selbstverständlich die Frage: Bei der UBS berechtigt??? 3-4 Mrd. Franken Jahresminus – ist hier gut gearbeitet worden??? Bilanzabhängig – aaah ja!!! Jetzt türmt sich aber auch noch ein anderes Problem auf: Die ersten Zahlungen geschehen im März. Es wird also Kapital entzogen, das die Bank dringend selbst nötig hätte! Ist es da verwunderlich, dass sich der kleine Anleger hierbei fragt: Warum!? Im Vergleich hierzu bewilligte die schweizerische Finanzmarktaufsicht im vorhergehenden Jahr bei der UBS Boni in der Höhe von rund 2 Mrd. Franken (etwa 1,35 Mrd. Euro).
Es steht mir nicht zu, eine Kritik über die Arbeit der Bankerinnen und Banker abzugeben, nachdem ich weder bei der UBS im Besitz eines Kontos bin, noch bei Lehman angelegt habe. Doch ist dies symptomatisch für die aktuelle wirtschaftliche Lage: Manager, die gut arbeiten – da habe ich nichts gegen Zusatzzahlungen!!! Manager hingegen, die den Karren in den Dreck fahren??? Und wer denkt dabei an das Fussvolk???

No Comments »

Land gegen den Strome

Christina Stürmer is back!!! Wenn auch nicht in den Hitparaden, so doch in aller Munde!!!
Kürzlich bei der Arbeit (zwecks Aktualität läuft hier ständig der Fernseher im Hintergund) liess ich erstmals aufgrund einer Werbung die Lautstärke auf der Fernbedienung nach oben tanzen. Verantwortlich dafür war ein Image-Spot des österreichischen Unterrichtsministeriums, in welchem auf die berühmten Töchter und Söhne des Landes hingewiesen wird. Dabei trällert die Stürmer die Bundeshymne – doch so urgeil habe ich diese bislang noch nie vernommen: Die Luftgitarre ausgepackt, rockte ich im wahrsten Sinne des Wortes ab. Einen Tag nach der Erstausstrahlung allerdings wurde die Rechnung präsentiert: Der Verlag, der sich um die Rechte des Musikstückes bemüht, hat eine sofortige Unterlassungsklage eingebracht!!! Äh – wie bitte??? Da beschäftigen sich unsere Kiddies endlich mal freiwillig mit so etwas Verstaubtem und Uncoolen – und schon wird es verboten!
Hintergrund etwa ist nicht die Stromgitarre, sondern vielmehr die Abänderung des Textes: “Land der Söhne und Töchter” – vorher “Land der Söhne”! Mei lieber Schorli – das ist ein fundamentaler Schlag gegen die Emanzipationsbestrebungen; Alice Schwarzer rüstet sich bereits zum Sturm auf die Hofburg. Der kleine Alpenstaat wird damit auf die Zeit vor 1919 zurückgeschmettert, als Frau nach dem Fall der Habsburgermonarchie das Stimmrecht zugesprochen bekam (in der Schweiz gar erst 1971 – bei einer Volksabstimmung unter Männern!). Doch besagt der Artikel 7 lit 2 des Bundesverfassungsgesetzes B-VG: ” Maßnahmen zur Förderung der faktischen Gleichstellung von Frauen und Männern insbesondere durch Beseitigung tatsächlich bestehender Ungleichheiten sind zulässig.” Entsprechende Vorstösse zur Änderung des Textes absolvierte in den 90er bereits Frauenministerin Johanna Dohnal, scheiterte allerdings daran.
Damit zu etwas Hintergrund-Info: Die meisten Musikstücke sind geschützt! Dies geschieht vornehmlich zum Wohle der Autor(-innen)en und Komponist(-innen)en – wer mag es schon, wenn er/sie zwar etwas geschaffen hat, andere jedoch den Lohn der Arbeit einstreifen. Auch wenn der Verwaltungsaufwand von AKM, GEMA und Co. bei über 50 % liegt (meinte einst ein urheberrechtlich Auserkorener), so sollen die Autoren-Komponisten-Musiker doch etwas davon haben (dies sei ihnen durchaus zugestanden!!!). Wird nun ein Titel interpretiert, so bedarf es zuvor der Genehmigung jenes Verlages, der die Rechte inne hat. Grossteils werden sie auch für sog. “Cover-Versionen” erteilt, da die Schöpfer des Werkes ja bei der zukünftigen Nummer 1 der Charts mitverdienen.
Doch – stellen Sie sich mal folgende Situation vor: Der US-amerikanische Präsident Barack Obama weilt auf Staatsbesuch bei Angela Merkel. Bei der Begrüssungszeremonie plötzlich treten die Toten Hosen auf die Bühne, um die Nationalhymne erklingen zu lassen!!! Sinead O’Connor sorgte einst in den USA für einen Skandal, da sie sich weigerte, vor einem ihrer Konzerte die Nationalhymne abzuspielen.
Im gegenständlichen Fall kommt der Text von Paula von Preradovi? – sie setzte sich gegen 1.800 Mitbewerber(-innen) eines Preisausschreibens durch. Dafür erhielt sie ein Preisgeld in der Höhe von 10.000 österreichischen Schillingen, was mit einer Rechteabtretung gleichzusetzen ist (siehe hierzu auch die Klageabweisung der Söhne der Autorin, Otto und Fritz Molden gegen die Republik auf Tantiementzahlungen im Jahr 1992). Der Text der österreichischen Bundeshymne wurde durch einen Ministerratsbeschluss am 25. Februar 1947 offiziell eingeführt. Die Musik übrigens war ehedem das Ketten- oder auch Bundeslied der Freimaurerkantate. Nachdem ich die Bundesverfassung durchgestöbert habe, ist mir auch – nach ausführlicher Recherche – keinerlei Bundesgesetzblatt bekannt, auf welchem der Text der Hymne abgedruckt ist – damit ist ein mögliches Gesetz auch kein Gesetz, da es nie veröffentlicht wurde (aber: Ich lerne gerne dazu)!!! Gleiches gilt übrigens für die deutsche Nationalhymne!
Bei diesem derzeit tobenden Streit in Österreich geht es also um eine Auseinandersetzung zwischen steifem Altertum und aufgeschlossener Moderne! Lachende Dritte ist Christl Stürmer – ähnlich wie Madonna mit ihrem Skandalbuch “Sex” hat sie es wieder geschafft, aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst zu werden!!!

No Comments »

Es klappern die Knochen am Catwalk daher!!!

Kürzlich ist mir etwas passiert, was ich mir nie erträumt hätte: Während des Zappens bin ich beim “Next Topmodel” gelandet! Und – oh Gott oh Kraus – ich habe mir die Sendung bis zum Schluss angeschaut! Im Nachhinein betrachtet: Verschwendete Zeit – obwohl alle darüber reden. Da werden junge, hübsche, jedoch nicht immer schon als Frauen zu bezeichnende weibliche Menschen unter Quarantäne gesetzt, damit eine als strahlender Stern daraus hervorgeht, der sich allerdings in den meisten Fällen als schnell verglühende Supernova herausstellt. Inzwischen müssen die arme Geschöpfe erfahren, was beispielsweise die Worte “Ausbeutung” oder “Demütigung” bedeuten. In der von mir angeschauten Folge wurden zwei der Mädchen auf das Böseste niedergemacht, weil einerseits die Körpergrösse, andererseits die Proportionen nicht so sind, wie sie sein sollten. Damit passten die beiden leider nicht in die Designer-Klamotten.
Herrgott – ich war bislang der Auffassung, dass Bekleidung aus zweierlei Gründen gekauft und angezogen wird: Damit wir nicht frieren und uns im wahrsten Sinne des Wortes damit “kleiden” können. Hierfür greifen wir auf Kleider zu, die zu uns passen. Doch die Welt im Modelgeschäft ist seitenverkehrt: Hier werden die Models für die Kleider ausgesucht. Und da beinahe kein Designer auf Proportionen steht (hier braucht er wesentlich mehr Stoff und kann keinen geraden Schnitt anbringen), werden bereits in solchen Casting-Shows jene Mädchen oder Frauen bevorzugt, die eigentlich nichts dergleichen zu bieten haben, was bereits die alten Griechen als “schöne Körper mit Vorbildfunktion” in Stein meiselten (siehe auch Attraktivitätsforschung). Bei den armen Dingern muss man ja beinahe befürchten, dass sie beim nächsten Schritt auf dem Catwalk zusammenklappen. Oberschenkel, deren Umfang meinem (nicht durchtrainierten!!!!) Oberarm entsprechen; Unterarme, die befürchten lassen, dass sie wie ein Streichholz abknicken; von weiblichen Rundungen also keine Spur!!!
Sicherlich – es muss ja keine Rubensfigur sein. Doch werfen diese Bulimie-Girls ein mehr als schlechtes Bild auf die Kochkunst unserer zivilisierten Welt! Voller Hass lässt deshalb auch so mancher Chef de la Cuisine solche Veranstaltungen aus. Essen um danach mittels Einsatz des Fingers wieder alles herauszuholen???!!! Die Bulimia nervosa ist ein Krankheitsbild, das auf ein psychisches Störverhalten schliessen lässt! Und in diesem Falle alles nur, um Kleider vorzuführen, die normal Sterbliche ohne Veränderung da oder dort gar nicht anziehen können! Gebt doch bitte diesen armen, jungen Dingern etwas zu essen – zwischen den Shootings!!!

Anspieltipp: Vorhof2 – “Magersucht”

No Comments »

Oh mein Gott – zu alt zum Radiohören!!!

Der Radiotest ist ein mehr als umstrittenes Instrument, um in Österreich anhand von Umfragen auf die Hörerquote von Radiosendern schliessen zu können – auch wenn die Damen und Herren des durchführenden Fessel-GfK-Institutes durchaus freundlich agieren.
Zur Umfrage für das 4. Quartal bzw. 2. Halbjahr 2009 wurde ich gleich viermal zum Telefon zitiert; dabei galt der Anruf eigentlich gar nicht meiner Person, als vielmehr dem jüngsten Mitglied der Familie. Ein in der Meinungsforschung durchaus beliebtes Mittel, um ein erfolgreiches, barrierefreies Gespräch zu starten. Sorry, aber meine Kleinste schläft gerade am Schnuller lutschend in ihrem Bettchen (sie mag die Teledubbies!), mein Grosser hingegen ist in der Schule (er fährt ab auf Rammstein!!!) – tja, da müssen Sie leider mit mir Vorlieb nehmen (schluck – ich glaube, ich bekomme einen Minderwertigkeits-komplex!!!).
Alleine diese erste Frage führt (verzeihen Sie mir bitte – jetzt kommt das soziologisch-statistische Fachchinesisch!) zu einer Verschiebung der Zufallsvarianten bei repräsentativen Umfragen, wie dies eigentlich durch deren Erfinder George Gallup nicht bezweckt wurde; hierdurch werden die Primärdaten massivst beeinflusst. So ist etwa der Erfolg der coolen Jugendsender durchaus erklärbar, während die Sender für die kaufkräftigste, erwachsenen Schicht an Quote einbüssen. Und mal ehrlich: Sind Kinder oder Jugendliche tatsächlich die typischen Radiohörer (in der Schule, im Jugendraum, beim Surfen im Internet)???
Bereits im Jahr 2007 stellte eine der grössten Markt-Media-Studien Europas, die Verbraucheranalyse der Verlagsgruppen Axel Springer und Bauer fest, dass sich beispielsweise 21 % der Männer zwischen 18 und 65 Jahren der sog. “Neue Konsum-Hedonisten”-Gruppe zuordnen lassen – bei den Frauen etwa ähnlich. Dabei wird auch die Rolle der Best Ager (also der 50+-Gruppe) aufgrund der mentalen Verjüngung immer wichtiger. Zitat aus der Verbraucheranalyse 2007: “Die Phase der aktiven, konsumorientierten Lebensgestaltung reicht heute bis zum 65. Lebensjahr!” Ist nicht das die eigentliche 10+-Gruppe, werte Radio-Marktforscher???
Diese praktizierte Methode führt somit zu verdammt vielen, an der Zielgruppe vorbeigehenden Relaunches und dem monotonen Gleichklang der Radioprogramme; dadurch werden auch immer mehr tatsächliche Radio-Hörer zum MP3-Player bzw. der CD oder digitalen Internet-Sparten-Sendern getrieben – zieht Euch also warm an, liebe Radiomacher, es kommen eiskalte Zeiten auf Euch zu!!! Sinnvoller, da objektiver ist die in der Meinungsforschung verwendete Geburtstagsmethode: Befragt wird jene Person des Haushaltes, die zuletzt Geburtstag hatte!!! Hierdurch bekommt man ebenfalls die gewünschten Kohorten – allerdings ohne vorherige Beeinflussung!!!
Komplett vom Hocker stiess mich dann allerdings der 2. Teil der Befragung: Mein Kaufverhalten! Interessiert etwa den Programmchef einer Station, die gar nicht mal so wenig für die Teilnahme an diesem Radiotest bezahlen muss, ob ich demnächst eine neue Stereoanlage kaufen werde???!!! Immer wieder warnen Konsumenten- und Verbraucherschützer davor, solche Statements am Telefon oder im Internet preiszugeben, da es aufgrund der daraus erarbeiteten Kaufprofile durchaus geschehen kann, dass ich den Katalog eines Versandhauses zugeschickt bekomme, mein Nachbar hingegen nicht! Die Teilnahme am Radiotest allerdings ist abhängig von der Teilnahme auch an diesem 2. Teil der Umfrage – tja, war wohl nischt!!! Und dies obwohl ich mit 4 Befragungen lecker Quote hätte machen können!!!
Und übrigens: Ich melde mich immer mit meinem Namen am Telefon (ist eine Frage der Erziehung!). Gemeinsam mit der angewählten Nummer kann ergo in keinster Weise mehr von einer anonymen Umfrage gesprochen werden!!!

1 Comment »

Ho, ho, ho – von weit draussen komm’ ich her!

Also ich weiss ja nicht, ob Sie’s bemerkt haben, aber der Winter und Meister Frost haben Besitz von Europa genommen. Schnee gab es bereits bis in tiefste Lagen (sogar Schleswig Holstein kam zum Zuge!!!). Millionen von Kinder haben sich gefreut – so manch eines davon hat die weisse Pracht zum ersten Mal gesehen.
Doch: Was des Einen Freud’, ist des Anderen Leid. Dieser Tage konnte ich ein eigentlich recht komisches, für den Betroffenen aber sehr tragisches Szenario beobachten: Meine Nachbarn bekamen ein Paket zugestellt. Der freundliche Fahrer des Paketdienstes wollte die leicht ansteigende Ausfahrt wieder bewältigen um seinem weiteren Dienst nachzugehen und noch möglichst viele andere Menschen zu beliefern, hatte jedoch keine Chance. Glatteis!!! Also gab er verdammt viel Gas und schaffte es bis zu einer Stelle, die nicht vereist war. Der Kastenwagen ging ab wie eine Rakete und landete an einem grossen Stein, der einem anderen Nachbarn als Grundstücksbegrenzung dient. Dem Fahrer ist gottlob nichts geschehen, das Auto jedoch benötigt einen dringenden Arzttermin.
Auf der Suche nach dem Schuldigen nun kam ich ins analysieren: Der Paketzusteller ist Berufsfahrer. Sollte also für alle Gelegenheiten gerüstet sein: Winterreifen – sind drauf; Schneeketten dabei! Doch beides hilft nicht bei Glatteis. Die Nachbarn trifft ebenfalls keine Schuld, denn die Zufahrt ist eine öffentliche Strasse (Gemeindestrasse). Damit liegen wir mit dem Bürgermeister als Strassenerhalter schon mal piccobello richtig. In der Strassenverkehrsordnung heisst es etwa, dass der Erhalter von Strassen Hindernisse beseitigen muss und die Unfallgefahr für die Benutzer dieser Strassen minimieren muss. Ganz ausschliessen kann man diese Gefahr allerdings nie, sitzen doch Menschen und keine fehlerfrei agierende Maschinen hinter dem Lenkrad.
Was jedoch, wenn sich der Strassenerhalter darum nicht wirklich grosse Gedanken macht??? Es gibt eine Expertenempfehlung: Steigungsstrassen sollten gesalzen werden, nicht gesplittet. Nur hierdurch kann davon ausgegangen werden, dass das Unfallrisiko ganz wesentlich zurückgeschraubt wird, da das Split binnen kürzester Zeit weggefahren ist. Das Salz ausserdem – wenn sparsam (aber nicht zu sparsam!) verwendet, weniger Umweltschäden anrichtet, als die kleinen staubigen Steinchen. Muss denn immer zuerst etwas geschehen, bevor die Verantwortlichen reagieren???

1 Comment »

WP Login