Archive for Februar, 2011

And the Oscar goes to…

Es ist wieder mal soweit: Eine ganze Stadt, ach was sag ich – ein ganzes Land – ja eine ganze Branche steht weltweit Kopf. Verantwortlich hierfür ist ein kleines nacktes Männchen!
Was bei uns gelegentlich über die Fussball- oder Tennisplätze bzw. Promigärten huscht und weithin als “Flitzer” bekannt ist, das ist im puritanischen Amerika eigentlich verpönt. Doch einmal im Jahr werden die in Gold gegossenen nackten Menschen (ob Männlein oder Weiblein – wer weiss! Einzig der Name lässt näheres erahnen!) herausgeholt, aufpoliert und vergeben. So manch eine dieser Figuren steht im Living Room, andere schmücken eine Toilette damit (passt so herrlich zu den goldenen Armaturen) und wieder andere stehen beim Pfandleiher. Fakt aber ist, dass der “Oscar” die wohl wichtigste Auszeichnung ist, die das internationale Filmschaffen zu vergeben hat. Und diese Tatsache ist gar nicht mal so einfach, besitzt doch inzwischen jede Kleinstadt, die etwas von sich hält, ein eigenes Filmfest mit Preisen! Der “Oscar” aber ist die Weltmeisterschaft, das olympische Feuer, das im Herzen brennt, die oberste Stufe am Trepperl – eben einfach das Grösste, wie es in den Vereinigten Staten nun mal allerorts der Fall ist. Einmal gewonnen, so schnellen die Gagen plötzlich in ungeahnte Höhen – zumindest bei den Schauspielern und Regisseuren. Es ist die Glanzleistung des Einzelnen (und des geamten Teams, der Mutter, des Vaters, der Lehrerin in der 1. Klasse Grammar School, des Hundesitters, des Busfahrers,…), die damit ausgezeichnet werden soll und den oder die Beste unter den Besten ehren soll. Die Leistung, die Performance, die Inszenierung,… Wohl nichts ist alljährlich besser inszeniert, als die Oscar-Nacht. Die Filmwelt feiert sich selbst – aufwendig, konkurrenzlos, pompös! Und das, obwohl es eigentlich nichts neues mehr gibt, immer mehr Filmförderungen gestrichen werden und immer mehr Produktionsfirmen dicht machen müssen, auch wenn sie derzeit gerade im Dreh für den Film aller Filme stecken.
Bei diesem Brimborium rückt aber das Eigentliche immer mehr in den Hintergrund. Schon Wochen zuvor wird gerätselt, was die Schönen und vermeintlich Reichen tragen werden! Dabei fallen die Nominierungen immer mehr unter den Tisch! Was soll’s – nur der Sieg zählt! Alle anderen haben umsonst vor dem Spiegel ihre Überraschten-Rede geprobt. Wichtig ist dabei immer nur eines: Der Auftritt am Red Carpet! Dieser wird immer länger und breiter – einige Piloten sollen solche Teppiche bereits mit einer Landebahn verwechselt haben! Sorge ich hier – auf dieser roten Autobahn – für Aufsehen mit meinem ebenfalls einstudierten Auftritt, den 100 wiederholten Wortmeldungen und v.a. der Robe, die nur die Superstars geschenkt bekommen (andere müssen sie danach wieder zurückbringen!), dann bin ich auch für wesentlich längere Zeit in aller Munde als so mancher Nominierte, der in diesem Wettkampf der Grossen als Grösster ausgezeichnet werden soll.
Die Stunden danach durchzustehen, dazu bedarf es eines wahrhaft grossen Steh- bzw. Sitzvermögens. Gerüchte besagen, das einige auf dem Red Carpet gesehen wurden, danach waren sie von der Bildfläche verschwunden – erst als der beste Film seine Aauszeichnung fand, catchten auch die vielen Kameras wieder ihr Antlitz! Kein Wunder, haben sie doch während dieser Stunden ihren nächsten Film abgedreht! Nicht zu tief ins Glas schauen, nicht zu häufig zum Rauchen in den Hinterhof verschwinden und immer mal wieder das Makeup nachziehen, denn die Kameras fangen wirklich alles ein – mit HD fatal! Und danach geht’s zum Puck – dort gibt’s die kleinen Männchen dann zu Essen!!!
Doch damit zu diesem Jahr! Am 27. Februar beginnt die Nacht der Nächte im Kodak Theatre mit grossen Fanfarenklängen. Zum bereits 83. Mal werden die Academy Awards (wie der “Oscar” eigentlich richtig heisst) vergeben. Heuer in nicht weniger als 24 Kategorien – die wichtigsten darunter selbstverständlich: Bester Film, bester männlicher Hauptdarsteller, beste weibliche Hauptdarstellerin und beste Regieleistung. Daneben wird der “Oscar” für das Lebenswerk an den französischen Grand Seigneur des Nouvelle Vague und der Auteur-Theorie vergeben: Jean-Luc Godard. Durchaus verdient übrigens, war doch der Meister mit seinen Filmen richtungsweisend – er gilt als einer der einflussreichsten Filmregisseure der 1960er-Jahre. Ein halbes Jahrhundert danach wird er endlich dafür geehrt!
Der Top-Favorit bei dieser Verleihung (und da lacht das Herz des Autors) ist ein Western: “True Grit” von Ethan und Joel Coen! Nominiert in nicht weniger als 10 Kategorien, so in der männlichen Hauptrolle mit dem alten Hollywood-Haudegen Jeff Bridges (er kann seine Dankesrede vom letzten Mal wiederholen) und der weiblichen Nebenrolle Hailee Steinfeld. Während Jeff Brigdes bereits im vergangenen Jahr mit “Crazy Heart” als bester männlicher Hauptdarsteller abgesahnt hat und bislang nicht weniger als fünfmal (mit heuer) nominiert wurde, ist die junge Steinfeld ein frisches Gesicht auf der Kinoleinwand. Die erst 15-jährige wurde bei einem Casting unter Tausenden von Mädchen für die Rolle ausgewählt. 2007 trat sie ertmals in einer Folge der TV-Serie “Back to you” auf, ein Jahr später folgte mit “Heather: A Fairy Tale” ihr erster abendfüllender Streifen. Sie hat innerhalb von nur vier Jahren das geschafft, was die meisten ihrer Kollegen und -innen ihr Leben lang nicht erreichen: Von 0 auf 100! Sollte sie vielleicht heuer noch nicht auf der Bühne stehen, so wird sie dieses Mekka der Filmleute sicherlich noch des öfteren von innen bewundern können! Wort drauf! Durch das Programm führen 2011 übrigens Anne Hathaway und James Franco. Sie haben den Balance-Akt zu überwinden, das Publikum anzuheizen und dabei trotzdem noch Unterhaltung auf gehobenem Niveau bieten zu müssen – hieran sind in den letzten Jahren sehr viele ihrer Kollegen gescheitert! Deshalb wohl eher (neben der Gage) ein zweifelhaftes Vergnügen.Ich wünsche vorweg schon mal allen Beteiligten: Alles Gute!
Nachdem ich glücklich bin sagen zu können, dass ich sehr viele Bekannte und gute Freunde habe, die den Beruf des Schauspielens gewählt haben. Nehmt mir diese Zeilen nicht allzu übel! Ihr wisst ja, dass ich versuche, aus der Position des neutralen Beobachters zu schreiben! Die Branche lebt von der Show – auch wenn dahinter nicht wenige klasse Menschen stecken, welchen diese Show selbst auf den Senkel geht. Trotzdem gehört sie dazu, denn schlussendlich darf Mann/Frau nicht wählerisch sein, ansonsten bleiben die Engagements aus! Nur die oberen 100 können sich ihre Rollen selbst aussuchen. Ob SIE diese dann auch wirklich verdient haben – das entscheidet der Kinogeher und die wie immer neutrale Academy!!!

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Bitte um Verständnis

Aufgrund andauernder Spamangriffe zum Blog-Posting “Computer-Junkies und Couch-Potatoes aufgepasst” haben wir diesen Text leider entfernen müssen!

Sollte danach Bedarf bestehen, so bitte ich um einen Eintrag in die Diskussionsplattform der Gruppe “My Concerns” auf Facebook!

Danke!!!

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Hilfeschrei aus den Intelligenzburgen

Wanderer – kommst Du auf die Uni, erzähl’, dass wir noch Kämpfer brauchen! Eine alte Feindschaft aus den alten Habsburger-Zeiten keimt derzeit wieder auf: Die Rivalität zwischen der Schweiz und Österreich, die mit dem Rütli-Schwur der Urkantone Uri, Schwyz und Hinterwalden 1291 ihren Höhepunkt fand! Dem rot-weiss-roten Alpenstaat gehen die Lehrer aus! Die westlichen eidgenössischen Nachbarn tragen u.a. hierzu ihr Scherflein bei! Mit Anzeigen in österreichischen Zeitungen, Zeitschriften und Magazinen wird von der besseren Alma Mater zwischen St. Gallen und Genf geworben. Bessere Lehrbedingungen, angenehmes Klima und nicht zuletzt: Wesentlich mehr Geld! So verdient etwa ein eidgenössischer Lehrer rund das 2,5-fache seines österreichischen Kollegen! Sicherlich – die Schweiz besitzt ein anderes Lohn- und Sozialsystem. Deshalb sollte die Frau Professor vor einem Wechsel an den Zürisee genaue Berechnungen anstellen (auch in Hinblick auf ihre Pensionskasse). Tja – solche Anzeigen sind auch schon in deutschen Druckwerken aufgetaucht! Ganz nach dem Motto: Lehrer rüstet Euch – wir ziehen in’s gelobte Land!!!
Was steckt aber nun wirklich dahinter? Als ich noch fleissig die Hörsäle auf der Uni unsicher machte (auch ich studierte Lehramt!), waren gerade die Lehramts-Vorlesungen dermassen überfüllt, dass Kommilitonen zeitweise die 1,5 Stunden auf den Stufen sitzend verbringen mussten! Die geburtenstarken Jahrgänge befanden sich in der Ausbildung für ihr späteres Berufsleben. Auch die damaligen “Pädagogischen Akademien”, in welchen in Österreich die Pflichtschullehrer ausgebildet wurden, platzten aus allen Nähten. Bereits während der Ausbildung musste unsereins dann auch immer wieder zu hören bekommen: Die Arbeitslage da draussen sieht mehr als schlecht aus!!! Nach zwei, drei bzw. 5 Jahren strömten Massen von Pädagogen auf die Strasse, wo allerdings kein Bedarf nach ihnen bestand! So hätte etwa meine damalige Studienliebe zwei Jahre auf ihr Praktikumsjahr in Tirol warten müssen! Einzig in Vorarlberg (dem westlichsten Bundesland Österreichs) wurden noch Lehrer gesucht, da auch damals schon sehr viele lieber zum Pendler wurden und im gebrochenen Schwyzerdütsch unterrichteten. Tausende östlich des Arlbergs waren dazu verdammt, die Wegstrecke von A nach B anhand einer linearen Optimierung so zu berechnen, damit ihr Kunde im Taxi möglichst zufrieden zum Ziel gekommen ist.
Dann kam plötzlich die Erwachsenenbildung auf. Kurse in allen möglichen Weiter- und Fortbildungseinrichtungen signalisierten: He – wir brauchen Lehrer! Und mal ehrlich: Wer unterrichtet nicht lieber lernwillige Erwachsene, die freiwillig zum Unterricht kommen, als pubertierende Teenager, die lieber die Hackordnung in die Praxis umsetzen als Schillers “Die Glocke” auswendig zu lernen. Dort wo sie steht, soll sie auch weiterhin stehen bleiben – festgemauert! Damit wurde allerdings den Schulen Lehrpersonal entzogen, das eigentlich dringend gebraucht wurde! Daneben zeichnete sich ein gesellschaftlicher und gesetzlicher Wandel ab, wonach immer mehr Väter und Mütter arbeiten gehen mussten, um das Haus zu finanzieren, die Lehrer dadurch die Erziehungsarbeit übernommen haben, damit aber vielfach nicht zurecht kamen, da der ihnen übertragene Spielraum viel zu klein war. Dies liess viele der Pädagogen zu nervlichen Wracks verkümmern, die froh waren, wenn sie in die Frühpension gehen konnten. Aus der Lehrerschwemme in den 80ern und 90ern formte sich zusehends ein schwarzes Loch im neuen Jahrtausend! Gegenwärtig stehen nicht wenige Studenten vor einer Klasse und unterrichten, obwohl sie zwar den ersten Studienabschnitt, nicht jedoch ihr Studium abgeschlossen haben! Eine mehr als prekäre Situation! Der erste Studienabschnitt dauert vier bis fünf Semester (für all jene, die nicht während des Studiums nebenbei arbeiten müssen). Somit steht also ein 20-23-jähriger vor 14-18-jährigen Schülern!!!!
Gegenwärtig läuft die Suche nach den Schuldigen! Wer hat es vermasselt, dass unsere Kinder die ihnen zustehende Ausbildung nicht erhalten? Rote UND schwarze Bildungspolitiker müssen sich dabei an der Nase nehmen, denn ein solcher Misstand entwickelt sich über lange Zeit hinweg. In Salzburg etwa sind über die Hälfte der Pflichtschullehrer älter als 50 Jahre – sie werden in den nächsten zehn Jahren in den wohlverdienten Ruhestand wechseln. Die Posten aber können nicht nur durch Absolventen der Pädagogischen Hochschulen nachbesetzt werden. Daneben werben auch das benachbarte Bayern und Oberösterreich um die heiss begehrten Damen und Herren. So verdienen Herr und Frau Lehrer(-in) in Bayern rund 1.000,- € mehr im Monat (brutto).
Selbes Bild allerdings auch im Freistaat selbst. Derzeit versuchen Berater – oder sagen wir durchaus mal “Headhunter” – die Teilnehmer blau-weisser Studienseminaren über die optimalen Beginn-Möglichkeiten für das Schuljahr 2011/12 in der Bundeshauptstadt Berlin zu überzeugen! Auch die bisherige Grundvoraussetzung (ein nahezu dialektfreies Hochdeutsch) ist nicht mehr Pflicht, wird doch das Bayrisch inzwischen auch gerne in Berlin gehört. 1.000 neue Lehrer sollen mit Beginn des nächsten Schuljahres ihren Dienst an der Spree beginnen. Ähnliches ist auch aus Hamburg, Kiel, Heilbronn und anderen Städten und Regionen Deutschlands zu hören und lesen. Und selbstverständlich – wie zu Beginn erwähnt – auch in der benachbarten Schweiz!
Somit also der Hinweis, dass nicht nur die Bildungspolitik EINES Landes insofern versagt hat! Deshalb gestatten Sie mir mal eine ganz persönliche Frage – Sie müssen sie auch nicht beantworten: Wenn Sie zu jenen Lehramtskandidaten gehören, die die Ausbildung vorzeitig abgebrochen haben (Drop-out) – was war der Anlass hierfür? Die schlechten beruflichen Möglichkeiten? Der Verdienst? Oder der Wertewandel in der Gesellschaft! In früheren Zeiten galt der Lehrer neben dem Pfarrer und dem Bürgermeister als die geistige Elite in so mancher Gemeinde! Eine Respektsperson, zu welcher man aufschaute! Heute geht es eher um “Haut den Lukas!”. So mancher Lehrer darf sich in der Gegenwart über das Jahr hinweg mit dem Nachwuchs streiten und zumindest zweimal im Jahr auch mit dessen Eltern am Elternsprechtag! Und hier schreien dann vornehmlich jene Väter und Mütter am lautesten, die ihren Nachwuchs selbst nicht erziehen können oder konnten. Lehrer sind zu den Buhmännern der Nation abgestiegen. Hinzu kommt, dass sich so mancher Stammtisch-Diskutierer nicht damit abfinden kann, dass ein Lehrer (besonders zu Beginn seiner Lehrtätigkeit) mit 20 Wochenstunden mehr als ausgelastet ist! Schliesslich muss jede Stunde vor- und nachbereitet werden. Tests und Schularbeiten gehören erstellt und korrigiert. Haben dies früher die Damen und Herren Studienräte noch während des Unterrichts absolviert (während des stillen Lesens der Schüler), so muss dies nun im Konferenz- oder Lehrerzimmer bzw. zuhause erledigt werden! Können Sie sich vielleicht noch an Ihren letzten Vortrag oder Ihr letztes Referat erinnern? Wie lange haben Sie sich darauf vorbereitet? Vom Ersatzunterricht, den ein Lehrer für kranke Kollegen abzuleisten hat, mal ganz abzusehen!

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Die weissen Tauben werden müde…

“Grand Prix Eurovision de la Chanson” – kaum zu glauben, aber so hiess der Eurovision Song Contest einst wirklich – in grauen Vorzeiten! Generationen von Moderatoren sind schon über diesen Zungenbrecher gestolpert (mich eingeschlossen). Da lob’ ich mir doch das einfache “Song Contest”!!! Doch: Ist dieser Namenswechsel wirklich nur positiv?
Der “Grand Prix…” wurde 1956 gegründet. Teilnahmeberechtigt sind seiher alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Rundfunkunion EBU, einer Vereinigung von hauptsächlich öffentlich-rechtlichen TV- bzw. Rundfunkanstalten, die ein grenzüberschreitendes Übertragungsnetz für Radio- und Fernsehsendungen errichtet haben. Zu den damaligen Zeiten war die Übertragung via Satellit noch Zukunftsmusik – also mussten die Sendungen von Sender zu Sender mittels Richtfunk weitergeleitet werden. Auch der Mittelmeerraum gehört inzwischen zu dieser Eurovision – jedoch ist bislang nur Israel regelmässig an den Start gegangen (und hat ihn auch drei Mal gewonnen) – der Libanon und Tunesien haben ihren Teilnahme-Antrag kurz zuvor wieder zurückgezogen. Vatikanstadt hat als einziges europäisches Mitglied der EBU noch nie am Wettbewerb teilgenommen – schade eigentlich. Seit 1996 gibt es vier Fix-Setzungen für das Finale. Dies sind jene Staaten, die den grössten Batzen am Etat der EBU beisteuern: Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und Spanien – seit heuer auch Italien – also erstmals fünf. Dies wurde deshalb eingerichtet, da der deutsche Beitrag 1996 nach einer internen Jury-Entscheidung nicht an den Start gehen konnte. Man wollte damit die finanzstarken Länder nicht für längere Dauer verlieren, da sie ja auch auf die Idee kommen könnten, ihre Beiträge zu senken!
Soweit so gut zur einen Seite der Medaille! Die andere Seite betrifft die zweite Hälfte des Namens: “…de la Chanson”. Die Sprache der Eurovision war einst französisch. Deshalb auch nicht verwunderlich, dass der Ausdruck “Chanson” verwendet wurde. Interessenshalber habe ich mal gegoogelt und bin auf Wikipedia fündig geworden. Unter Chanson wird ein “im französischen Kulturkreis verwurzeltes, liedhaftes, musikalisches Genre bezeichnet, das durch einen Sänger bzw. eine Sängerin sowie instrumentale Begleitung gekennzeichnet ist!” GRAWUMM – starker Tobak!!!
Haken wir vorerst die instrumentale Begleitung ab: Der EBU fehlt offenbar das Geld um ein Live-Orchester auf die Füsse zu stellen. Irgendwann in grauen Vorzeiten war alles “live” – heutzutage verläuft das Ganze über Halbplayback – somit müssen eigentlich auch nicht mal die Backing Vocals live gesungen werden! Der ehemalige hochangesehene Dirigent steht nicht mehr vor seinen Musikern, sondern legt nurmehr die Karaoke-CD ein!
Zum Liedgut (so benennt man doch das im Kulturkreis verwurzelte…). Mei lieber Schorli – wenn ich da so an die Schockrocker von Lordi aus Finnland denke, die 2006 mit “Hard Rock Hallelujah” gewonnen haben – da wird mir ja Angst und Bang vor einer Reise nach Finnland!!! Und das, obwohl ich bei der Eishockey-WM in Wien die finnischen Fans zu schätzen und lieben lernte! Andererseits habe ich arge Bedenken zur Ausdruckweise der Deutschen, wenn ich mir Stefan Raabs “Wadde hadde dudde da” aus dem Jahr danach anhöre. Die anglophile Welt beschreibt es als “A kind of mixture of some different German dialects related to the German expression ‘Was hast Du denn da?’” Ich würde eher sagen, dass hier einige der ansonsten so wichtigen Lautverschiebungen voll in die Hose gegangen sind! Ähm – Österreich! Ich kann es mit absoluter Bestimmtheit zurückweisen, dass Alf Poier, der mit seinen Auftritten 2003 und 2005 die Alpenrepublik gleich zweimal vertreten hat, tief mit dem kulturellen Volksgut verwurzelt ist. Ausnahmen bestätigen natürlich immer die Regel (beim Einkaufswagerl-Fahren etwa!!!)! In diesem Falle nämlich muss ein Erwachsener daran zweifeln, dass der Zustand der Adoleszenz jemals mit Erfolg abgeschlossen wurde!
Doch sicher – damals hiess der “Grand Prix Eurovision de la Chanson” ja bereits “Song Contest”! Vorbei die Zeiten der Exklusivität – die Veranstaltung versinkt seither immer mehr im Morast des Alltäglichen! Grosse Siegertitel wurden in der Vergangenheit hervorgebracht: Lyss Assia mit “Refrain”, Sandie Shaw mit “Puppet on a string”, Abba mit “Waterloo”, Brotherhood of Man mit “Save your kisses for me” und nicht zuletzt auch Nicole für Deutschland mit “Ein bisschen Freiden” oder Udo Jürgens für Österreich mit “Merci Cherie”. Das sind Gassenhauer, die auch heute noch in den Radiostationen auf und ab gespielt werden. Mal ganz ehrlich: Können Sie mir sagen, wer vor Lena vor zwei Jahren gewonnen hat? Der Norweger Alexander Ryback mit “Fairytale” – ok, vielleicht haben Sie’s noch gewusst, doch 2008? Da sind selbst Menschen sprachlos, die tagtäglich mit Musik zu tun haben!
Mit der Wandlung vom “Grand Prix Eurovision de la Chanson” zum “Eurovision Song Contest” hielt auch die Popmusik Einzug. Dadurch bekam die populäre Musikszene eine weitere Möglichkeit, ihre Fliessbandarbeit im Lichte der Scheinwerfer auszeichnen zu lassen. Neben den World Music Awards, den MTV-Europe Music Awards, den Brit-, den Swiss-, den German- und den Austrian Music Awards (um nur einige zu nennen), durchaus etwas Exklusives, oder was meinen Sie! Kein Hahn kräht inzwischen mehr nach dem Song Contest! Untermauert wird diese meine These etwa durch die Zuschauerquote bei Stefan Raabs dieswöchiger 2. Vorausscheidung von “Unser Song für Deutschland”. Bei einer Quote von nur 1,8 Mio würde so mancher TV-Sender die Show sofort absetzen! Lena soll mit aller Macht für die Titelverteidigung zum Heimspiel einlaufen! War es nicht jener Raab, der sich immer wieder über die Vormachtstellung des Duos Ralph Siegel/Bernd Meinunger beim “Grand Prix…” beschwert hat? Nun sagt derselbe Raab, dass es sich gezieme, dass der Sieger/die Siegerin des letzten Jahres den Titel verteidigen soll! Ist ja im Sport auch nicht anders. Und ganz Deutschland nickt – zustimmend! Im Mai fällt also somit die Klappe: Sollte es Lena schaffen, einen guten Platz zu belegen, so wird Stefan Raab wohl DER Reich-Ranicki der deutschen Musikszene werden. Sollte sie absacken, so darf jeder mal “Schlag den Raab”! Die Nachfolgesongs zu “Satellite” übrigens liefen alle irgendwie nicht so, wie sie sollten. Die neue CD wird zwar von den Kritikern zur Kenntnis genommen – doch ein wirklich guter “Killer-Song” ist nicht enthalten. Tausende Eintrittskarten für die Tournee werden verschenkt, damit die Gewinner zumindest Bekannte auf das Konzert mitnehmen, die für die Karten bezahlen! Die Erfolgsgeschichte “Lena” ist offenbar noch vor dem 2. Kapitel ins Stocken geraten – im Musik-Fachjargon spricht man von einem “One-Hit-Wonder”. Und so ganz nebenbei stammt der Siegertitel aus der Feder des Duos Julie Frost (USA) und John Gordon (Dänemark), die nicht mal wussten, dass ihr Titel bei einem solchen Award, der etwa Frau Frost gänzlichst unbekannt war, teilnahm (somit sind wir auch wieder bei der Verwurzelung im Kulturkreis! Oh Verzeihung – es ist ja der Song-Contest!!!). Da muss ich mir ernsthaft die Frage stellen: Gibt es in Deutschland denn niemanden adäquates, der der Zuschauer- und Musik-Fachwelt Europas und des Mittelmeerraumes präsentiert und gesagt werden kann: “Das ist das Beste, was wir haben – und nun messt Euch daran!” (Der olle schnöde Mammon ist hier wohl erneut zu wichtig!!!)
Die Alpenrepublik Österreich hat dasselbe Malheur! Hätte zu Zeiten des “Grand Prixs…” ein ehemaliger Slalom-Experte aus Kitzbühel zumindest noch die europäischen Frauenherzen ganz in weiss mit ebensolchen Pelzstiefeln entzückt, so hätten wohl die Fachleute weghören müssen. So mancher inzwischen nurmehr Vollplayback singende alpenländische Schlagerbarde trifft den Ton nurmehr mit Hilfe der Studiotechnik. Sicherlich gibt es auch hier Ausnahmen wie etwa Andi Borg oder Lolita (oh pardon – das ist ja auch schon wieder einige Jährchen her). Deshalb muss nun das Popmusik-Fliessband her. Und hier lohnt sich doch der Griff in die Vollen, denn wen juckt’s: In Österreich ist man inzwischen an einen Platz im hinteren Drittel des Starterfeldes gewohnt. Also – zur Retorte! Auch bekannt als “Starmania” (das aus vertragsrechtlichen Gründen in “Helden von morgen” umgetauft wurde). Keine Frage – die meisten hiervon können singen, wurden jedoch aus markttechnischen Gründen nicht zum Sieger gekürt. Diese dürfen beim Song Contest nicht auftreten, erwartet sich doch die Plattenfirma einen supertollen Verkauf der CDs bzw. noch bessere Download-Zahlen durch die Kiddies. Bei einem Platz “unter ferner liefen” will auch der heimische Konsument eigentlich nichts mehr vom Interpreten wissen – er ist out! Also wird auf Platz zwei oder drei oder… zurückgegriffen. Wenn ich mir vorstelle, dass ein Lukas Plöchl in Lederhosen gekleidet einen Mühlviertler Bauernrap in Düsseldorf präsentieren soll – sorry – hier endet mein Musikgeschmack. Oder Alkbottle melden sich lautstark mit “Wir san do net zum Spass” in gewohnt dreckiger Rockmanier zu Wort – äh Gesang!
Egal, wer auch immer Deutschland oder Österreich vertreten wird: Ich mache auch heuer wieder einen riesengrossen Bogen um eine Song-Contest-Fete vorbei! Lieber hole ich eine Kiste alter MAD-Heftchen aus dem Keller und ziehe mir diese die drei bis vier Stunden lang rein! Mit Musik nämlich, haben in den letzten Jahren sehr viele der Teilnehmer-Nummern nichts mehr zu tun gehabt. Und dann will man es sich ja auch mit dem Nachbarn nicht verscherzen, also gehen die Twelve Points an den angrenzenden Staat, auch wenn der Beitrag unter aller Kritik war. Dies betreiben per anno vornehmlich die Staaten des ehemaligen Ostblocks in Perfektion! Nein, dafür ist mir meine Zeit ganz eindeutig zu schade, denn Lachen kann ich beim Lesen in diesem Falle herzlicher und befreiender!!!
PS: Wünsche trotzdem den Startern (wem auch immer – mir wurscht!!!) alles Gute!!!

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Wie ein Flächenbrand!!!

“Adlige, Richter, Notare und der Pöbel erhoben sich in häufigen Revolten, während die Neun ihren Staat durch eine starke Bürgermiliz verteidigten!”
Dieser Satz entstammt der Geschichte der mittelalterlichen Stadt Siena im heutigen Italien (damals im 13. Jhdt. noch bei den Etruskern), als neben dem paritätisch besetzten Neunerrat durch eine Bürgerklasse der Hauptmagistrat gegründet wurde und die Regierung einer absoluten Oligarchie weichen musste. Ein blutiges Ereignis – schön formuliert! Heute würde man sagen – “Volksaufstand”! Es ist übrigens auch recht interessant in der Vergangenheit mitzuverfolgen, dass es blutig wurde, sobald der “Pöbel” ins Spiel kam. Richteten Adelige ein Blutbad an, so war dies die “Einforderung ihrer Rechte und Ergebenheit ihrer Untertanen”. Verzeihen Sie mir bitte diesen Ausflug ins 13./14. Jahrhundert – können Sie vielleicht irgendwelche Parallelen zur Gegenwart erkennen???
Nordafrika brennt – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Den Beginn machte Tunesien, es folgte Algerien, jetzt Ägypten, Jordanien und der Jemen! “Was ist da geschehen?”, fragt sich unsereins, denn mit Ausnahme des Jemen (und eingeschränkt auch Algeriens) handelt es sich ja durchaus um Staaten, die sich nach der Kolonialzeit recht oder schlecht hochgearbeitet haben und noch bis vor kurzem als Vorzeigeländer für den afrikanischen Kontinent galten! So zumindest mein Bild – das Bild eines Mitteleuropäers, der gerne diese Länder bereisen möchte (wenn er denn mal wirklich die Zeit hierfür hätte), da er schon unheimlich viel Gutes gehört hat! Tja – wer hätte das gedacht: Auch ich lag falsch. Beginnen wir somit chronologisch.
Tunesien – die Perle im südlichen Mittelmeer. Jährlich bevölkerten Millionen von Touristen dieses Land zwischen Libyen und Algerien (nur 140 km von Sizilien entfernt), das etwa doppelt so gross ist wie Österreich. 1956 erklärte sich Tunesien nach dem Protektorat der Franzosen als unabhängig. Seit diesem Zeitpunkt wurde es durch die Einheitspartei Neo Destour/RCD regiert. Diese politische Stabilität ermöglichte den wohl schnellsten Aufstieg zu einem wohlhabenden Staat im Vergleich mit den anderen nordafrikanischen Staaten. Einnahmequellen sind v.a. der Tourismus, daneben die Leichtindustrie und die Landwirtschaft. Seit 1987 stand Zine al-Abidine Ben Ali an der Spitze der Regierung. Führte er zwar das Land zu Wohlstand und Reichtum, so unterdrückte er es auf der anderen Seite. Die Presse unterlag der Zensur, Journalisten wurden drangsaliert, Oppositionelle oder Querdenker inhaftiert – es war ein totalitäres Regime. Zwar wurden die UN-Menschenrechte durch das offizielle Tunesien anerkannt, doch sind diese auch immer wieder gebrochen oder hintergangen worden. Der Staatspräsident selbst (2009 mit 89,28 % bis 2014 im Amt bestätigt) hatte das Zepter fest in seiner Hand – weder die Abgeordnetenkammer (Chambre des députés) noch die Rätekammer (Chambre des conseillers) hatten etwas zu vermelden. Die Herrscherfamilie hielt grossräumig ihre Taschen auf, doch niemand kümmerte sich um das Volk in den ärmeren Regionen des Landes. Also wurde der Aufstand geprobt. Die Familie Ben Alis verliess fluchtartig mit einem Millionenvermögen Tunesien in Richtung Saudi Arabien. Dem bisherigen Premierminister Mohamed Ghannouchi gelang es, durch die Bildung einer interimsmässigen Ersatzregierung, in welche er sehr viele Oppositionelle einbaute, die Lage wieder zumindest halbwegs zu stabilisieren. Demnächst finden Neuwahlen statt.
Danach folgte der westliche Nachbar Algerien. Nach dem Sudan ist dies der zweitgrösste Staat der Schwarzen Kontinents. Der Süden wird klimatisch durch die Wüste bestimmt, der Norden entlang der Mittelmeerküste besitzt das typische Mittelmeer-Klima (Januar 12 Grad, August 25 Grad). Die Loslösung von Frankreich erfolgte erst 1962 im Anschluss an den sehr brutalen Algerien-Krieg. Die sozialistische Volksrepublik wirtschaftete jedoch das Land komplett nieder. Als sich ein Sieg der Islamistischen Heilsarmee bei den Parlamentswahlen 91/92 abzeichnete, mischte sich das Militär ein und bestimmte fortan bis zur Unterzeichnung des “Gesetzes zur Aussöhnung der Bürger” (Loi de la Concorde Civile) im September 1990 die politischen Geschicke des Landes. Im Hintergrund aber tobte ein Guerilla-Kireg der islamistischen Extremisten, dem tausende Menschen zu Opfer fielen. Danach gab es ein Auf und Ab – immer wieder verbunden mit Unruhen. 1999 wurde Abdelaziz Bouteflika mit Hilfe des Militärs zum Staatspräsidenten gewählt, 2009 zum dritten Mal im Amt bestätigt (mit 90,24 % der Stimmen) – er hat Erfahrungen im Umgang mit Unruhen.
Die bislang blutigsten und brutalsten Auseinandersetzungen aber gibt es derzeit in Ägypten. Im Eldorado für History-Urlauber und Taucher prallen zwei Fronten aufeinander – Tote und tausende Verletzte forderte diese Auseinandersetzung bislang. 1922 wurde Ägypten unter Fuad I. zum Königreich, nach dessen Tod erhielt der Staat seine Souveränität. Im Zweiten Weltkrieg war das Land am Nil Schauplatz des Wüstenkrieges zwischen dem deutschen Feldmarschall Erwin Rommel und seinem britischen Kontrahenten General Bernard Montgomery. Die Briten verliessen das Land 1946. Ägypten ist strategisch deshalb so wichtig, da es die Kontrolle über den Suez-Kanal inne hat, dem wohl wichtigsten Transportweg von Fernost nach Europa. Rund 10 % des Welthandels wird durch den Kanal geschleust – ein nicht geringer Teil davon in Form von Erdöl. Seit der Ermordung Anwar as-Sadats (1981) regiert im Land der Pyramiden Staatspräsident Muhammad Husni Mubarak. Er gilt als engster Verbündeter der USA in der Arabischen Liga. Doch auch hier dasselbe Bild wie offenbar in Tunesien. Offiziell eine Präsidial-Republik – hinter den Kulissen allerdings ebenso ein autokratisch geführter Staat. So hat der heute 82-jährige Mubarak ein Vetorecht in der Gesetzgebung, er ernennt alle wichtigen Positionen im Staat und kann jederzeit das Parlament (Rat des Volkes) auflösen. Mubarak wurde stets durch das Parlament gewählt – zuletzt 2005 – heuer sollte es Neuwahlen geben. Er versprach immer wieder grossangelegte Reformen (so auch die Wahl des Präsidenten durch das Volk) um damit dem Druck der USA nachzugeben. Doch geschehen ist zumeist gar nichts. Wie fest Mubarak bis heute im Sattel sass, zeigt etwa, dass bis vor Kurzen noch gar kein Nachfolger nominiert war. Auch hier heisst es, dass die Herrscherfamilie in die eigene Tasche gewirtschaftet haben soll – Grosskonzerne (wie etwa McDonalds) sollen immer wieder “Fördergelder” an Mubarak bezahlt haben, der übrigens auch Immobilien in der Bankenstadt Frankfurt besitzt! Die Demonstrationen begannen friedlich – ausgelöst durch ein Massaker von religiösen Fanatikern an koptischen Christen. Erst durch das brutale Eingreifen der Polizei kam es zu Ausschreitungen. Die Polizei konnte aber dem Druck nicht mehr standhalten und wurde durch das Militär ersetzt. Dieses erklärte, es schiesse nicht auf die eigene Bevölkerung. Die Aufmärsche wurden wieder friedlich. Als dann allerdings “angebliche” Mubarak-Anhänger, bewaffnet mit Ketten, Schlagstöcken und sogar Schwertern auftauchten, eskalierte die Lage. Insider vermuten hinter nicht wenigen dieser Anhänger des Staatspräsidenten auch zivile Polizisten. Jetzt steht das Militär zwischen den beiden Lagern und versucht, die Situation noch halbwegs im Griff zu behalten.
Auch in Jordanien und dem Jemen gibt es ähnliche Bilder. Die ganze Welt schaut deshalb derzeit in diese arabischen Länder, da diese Staaten, in welchen es gerade so gewaltig rumort, möglichst demokratisch geführt bleiben sollen. Niemand weiss was geschieht, wenn – wie zuletzt andeutungsweise in Ägypten – islamische Extremisten die Lage nutzen um an die Macht zu kommen. Dann wären all die Proteste kontraproduktiv – das geplagte Volk würde wohl vom Regen in die Traufe kommen. Würde Ägypten zum Gottesstaat ausgerufen, hätte dies auch massivste Auswirkungen auf den Welthandel und damit die Preise, da andere Routen für den Transport nach Europa gefunden werden müssten. Deshalb haben gerade im Falle des Nilstaates die meisten Politiker dieser Welt Staatspräsident Mubarak aufgefordert, Ruhe zu bewahren und die bis dahin friedlichen Demonstrationen zu genehmigen. Denn jetzt hat sich die Situation verselbständigt. Niemand weiss, wie diese Proteste ausgehen werden. Jeder hofft allerdings, dass die Generäle der Armee auch weiterhin so besonnen agieren wie bisher. Denn ansonsten gibt es ein Blutbad – wobei dann alles möglich ist.

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