Archive for März, 2011

Jetzt liegt es an uns allen

Die Katastrophe in Japan hat es einmal mehr aufgezeigt: Der Mensch wird die Natur niemals beherrrschen können! Jenes, was ihn in der Vergangenheit immer wieder ausgezeichnet hat (die Möglichkeit, sich anzupassen) kann ihn jetzt Kopf und Kragen kosten. Denn: Es gibt Naturgewalten, die nicht in den Griff zu bekommen sind! Und diese treffen dann mit voller Härte ins Schwarze – in diesem Fall: Ins Herz der Zivilisation!!!
Derzeit läuft weltweit eine breit angelegte Diskussion über die Notwendigkeit von Atomstrom. Viele Kritiker betonen, dass der Mensch nicht mehr in der Lage ist seine eigenen Entwicklungen zu beherrschen! Erfolgt etwa wie in Japan ein GAU bzw. Super-GAU, bei welchem entweder durch das Ablassen radioaktiv verstrahlten Wasserdampfs oder durch die Kernschmelze und dem nicht mehr standhaltenden Reaktor ein Strahlungsaustritt erfolgt, so endet dies für die Natur, v.a. aber den Menschen tödlich. Dies und auch die End-Lagerung des stark strahlenden Atommülls sind die Hauptargumente der Kernkraftgegner. Nun stellt sich wohl für uns alle die Frage: Können wir auf den Atomstrom verzichten? Kann dieser Ausfall, der durch die Abschaltung der Atommeiler entstehen würde, irgendwie abgefedert werden? Oder wäre eine immense Preissteigerung die Folge, die den Verbraucher zum Sparen zwingen würde?!
Elektrizität ist derzeit die günstigste Energieform. Deshalb laufen die meisten Haushaltsgeräte auch mit Strom. Dadurch allerdings bekommen wir eine gewaltige Portion an Verwöhnung ab. Rührt auch heute noch so manche Grossmutter ihren Kuchen mit der Hand, so kommt der moderne Haushalt mit dem Ausfall des Küchenmixers ins Stocken. Vater rasiert sich nach wie vor nass – der Sohn hingegen hat hierfür keine Zeit – mit dem Elektrorasierer (der diese Woche übrigens seinen 80. Geburtstag gefeiert hat – Gratulation!) geht es schneller und angenehmer. Der Staubsauger hat schon längst Besen und Kehrschaufel oder den Mop ersetzt. Das Ausmass, wie wir von der Steckdose inzwischen abhängig geworden sind, wird erst im Worst Case aufgezeigt: Bei Stromausfall! Gottlob garantieren heutzutage die Energiebetreiber eine Umschaltung innerhalb weniger Minuten, sodass (mit Ausnahme bei “höherer Gewalt”) binnen kürzester Zeit erneut Strom geliefert werden kann.
Immer wieder gibt es in den Schulen Projekte, in deren Rahmen den Kindern aufgezeigt werden soll, wie uns diese Errungenschaft der “Elektrizität” tatsächlich im Griff hat und welche Geräte denn die wirklichen Stromfresser sind. Hintergrund ist – na klar – die Erziehung. Der Nachwuchs soll dazu bewogen werden, mit diesem edlen Gut möglichst sparsam umzugehen. Die Eltern hingegen sollten durchaus einen Blick auf die Ergebnisse solcher “Studien” werfen und die Kleinen bei deren Arbeit unterstützen. Denn eine auch noch so kleine Veränderung hat unmittelbare Auswirkungen auf den Etat. Und damit zum eigentlichen Thema dieses Postings: Den Stromfressern!
Ist es Ihnen bewusst, dass es Geräte im Haushalt gibt, die – obwohl sie nicht laufen – Strom verbrauchen? Das klassische Beispiel ist die Standby-Funktion des Fernsehgerätes und der Video- oder DVD-Player. Kaum ein Gerät benötigt auf diese Weise weniger als 5 Watt – die meisten liegen zwischen 15 bis 25 Watt. Die Hochrechnung auf das Jahr möchte ich gerne Ihnen überlassen. In den USA wird hierfür die Leistung von nicht weniger als vier Atomkraftwerken benötigt. Umgelegt auf unseren Teil der Erde: In Österreich ist immerhin die Produktion eines halben Donaukraftwerkes erforderlich. Eine Untersuchung des Fraunhofer-Institutes für System- und Innovationsforschung in Deutschland kam bereits 2005 zu dem Ergebnis, dass der Stand-By einer Set-Top-Box für den Empfang der terrestrischen, digitalen TV-Programme im Schnitt 8 Watt verschlingt. Umgerechnet auf ein Jahr werden hierfür pro Haushalt 54 Kilowattstunden benötigt. Bei 60 Millionen Fernsehern ergibt dies nicht weniger als drei Milliarden Kilowattstunden. Im Vergleich dazu hat das umstrittene Kernkraftwerk Neckarwestheim im Norden Stuttgarts eine Leistung von 840 Megawatt (es speist vornehmlich Strom in das deutsche Eisenbahnnetz). Eine Lösung hier ist die Steckerleiste mit Schalter! Nachteil: Zumeist gehen dadurch auch die Einstellungen der Geräte verloren! Übrigens: Je grösser und hochauflösender ein TV-Gerät wird, desto teurer kommt auch der Betrieb!
Anderes Beispiel: Computer!  Das Tor zum World Wide Web ist ein Stromschlucker ohne gleichen. Jener Teil, der energetisch am aufwendigsten arbeitet, ist der Prozessor (das Hirn des Rechners) und dessen Kühlung. Deshalb bieten Hersteller wie Intel etwa Atom Prozessoren mit einem Verbrauch von nurmehr 2 Watt an. Zumeist werden mit dem Einschalten des PCs auch Peripherie-Geräte wie Drucker, Scanner, externe Festplatten und dergleichen hochgefahren – obwohl sie gar nicht gebraucht werden. Viele User befürchten, dass der Ein-/Aus-Schalter durch das häufige Betätigen kaputt gehen könnte und das Gerät dadurch unbrauchbar wird. Irrtum! Zumeist geben andere Teile davor ihren Geist auf. Daneben können Sie den PC auch so einstellen, dass er automatisch startet, sobald er Strom erhält. Deshalb auch hier: Eine Steckerleiste mit Schalter oder komplett ausstecken (das schützt auch vor indirektem Blitzschlag.
Rechnen wir nun TV und PC zusammen, so ergab dies nach einer Untersuchung des deutschen Bundesministeriums für Wirtschaft und Forschung bereits im Jahr 2007 einen Verbrauch von bundesweit 55 Milliarden Kilowattstunden (10,5 % der Jahres-Gesamtverbrauchs) – sollte sich hier nichts ändern so steigt dies bis 2020 um 20 % auf nicht weniger als 67 Milliarden Kilowattstunden. Unvorstellbar!
Zuguterletzt das Laden der Handies! Beinahe jeder Mensch (zumindest in der zivilisierten westlichen Welt) besitzt dieses Mobilteil, um ständig erreichbar zu sein. Wurde noch im Jahr 2000 kein eklatanter Stromverbrauch durch das Aufladen der Handy-Akkus festgestellt, so ist dies inzwischen anders. Der Verbrauch eines durchschnittlichen Handies liegt bei rund 3,5 Watt. Dabei allerdings kommt es auf die Ausstattung des Teiles an. Das I-Phone oder auch Smartphone etwa ist ein Computer für die Jackentasche. Dementsprechend wird es auch für andere Zwecke als nur dem Telefonieren verwendet. Muss dabei das Disply hell erleuchtet sein, wird mehr Strom verbraucht. Bleibt das Ladegerät nach dem Aufladen in der Steckdose, so läuft auch der Stromverbrauch weiter, der in Form von Wärme abgegeben wird. Lösungsansatz hierbei: Aufladen mit Nacht- und nicht Spitzenstrom; Ladeeinheit immer vom Strom wegnehmen, sobald der Akku voll ist; Handies mit Solareinheiten! Letzteres eignet sich hingegen wirklich nur für Wenig-Telefonierer, da der Ladevorgang bei Sonnenlicht zwar immer durchgeführt wird, nur dauert es unheimlich lange, bis das Teil auch wirklich aufgeladen ist.
Ein Ausstieg aus der Atomkraft und die gleichzeitige Abfederung durch erneuerbare Energien ist durchaus machbar, sind sich inzwischen die Experten einig. Doch geht dies nicht von heute auf morgen. Zeitweise ist eine Einspeisung des Ökostromes dort, wo er im grossen Maße produziert wird, noch gar nicht möglich. Hier muss vorerst für die nötige Infrastruktur gesorgt werden. Dies wurde in den letzten Jahren durch das Festhalten an althergebrachten Methoden verabsäumt. Deshalb haben die Verfechter erneuerbarer Energien die Verlängerung der AKW-Laufzeiten in Deutschland im Oktober des vergangenen Jahres als unmittelbaren Schlag ins Gesicht empfunden. Daneben einher muss aber auch eine Umerziehung der Bevölkerung gehen. Vom Energieverschwender hin zum kritischen, erwachsenen Konsumenten. Sparsamkeit bedeutet nicht gleich Geiz! Der Elektrorasierer muss nicht gleich durch Schaum und Klinge ersetzt werden. Doch lohnt es sich durchaus, auf dem aktuellen Stand der Technik zu bleiben (Tiefkühlgeräte verbrauchen heutzutage weitaus weniger Strom als noch vor zehn Jahren!) oder den Stromfressern auf die Schliche zu kommen und sie ein für alle Mal abzuschalten. Auch die Raumtemperatur können Sie kaum merkbar senken – das Zimmer muss nicht auch im Winter T-Shirt-warm sein. Die Weihnachtsbeleuchtung – na ja – ist zumeist heller als die Strassenbeleuchtung – muss nicht wirklich sein! Und Ihrer Geldtasche tut es ausserdem gut: Alleine durch das Abschalten des Standby-Betriebes können in einem durchschnittlichen Haushalt bis zu 50 € pro Jahr an Stromkosten eingespart werden.

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Money makes the world go ’round!!!

Mal offen und ehrlich: Da schuftet man bis zum Umfallen! Wenn es dann soweit ist und der Lohnzettel wird überreicht, gibt’s plötzlich einen stechenden Schmerz in der Brust – und dies gleich zweimal! Einerseits beim Arbeitgeber – denn, auch wenn der Mitarbeiter noch so gut ist, es tut immer weh, wenn Federn gelassen werden müssen. Andererseits aber auch beim Mitarbeiter selbst! Rechnet man die Miete, die Betriebskosten, die Versicherungen und die Lebenshaltungskosten ab: Was bleibt dann unter’m Strich noch über???
Die arabische Welt befindet sich im Umbruch. Das Volk hat erkannt, dass zwar Geld da ist, doch haben dies die Machthaber geschickt unter sich aufgeteilt und zumeist ins Ausland verfrachtet – auf ein Nummernkonto in der Schweiz etwa. Viele der Gestürzten oder hierfür noch zur Diskussion stehenden “Politiker” sind milliardenschwer – da sollte doch wohl das Abdanken leichter fallen (denkt sich ein Unbescholtener!, Anm. des Schreiberlings!)! Oder regiert etwa Kapitän Nimmersatt???
Deutschland geht unter in den Streiks – die Zahl der Streikposten übersteigt in so mancher Stadt bereits die Besucher des Fussball-Lokalderbys! Die Arbeitnehmer gehen für einen besseren Tarifabschluss auf die Strasse! Dabei allerdings geht es weniger um den Bruttobezug als vielmehr um das Netto, denn nur das zählt für die Fliessbandarbeiterin oder den Bauarbeiter. So manche Brutto-Erhöhung wurde sogleich durch die Inflation überholt (da stimmt doch etwas mit der Mär vom Igel und dem Hasen nicht!!!). Was nutzt mir eine Lohnerhöhung, wenn ich nicht ein Mehr davon habe, das Leben aber trotzdem von Tag zu Tag teurer wird??? So haben die Preise mit der Euro-Einführung seit 2002 explosionsartig zugenommen. Die massivsten Teuerungen zwischen 2002 und 2007 betreffen beispielsweise den Lebensmittelbereich (Rindfleisch plus 45,6 %, Orangen plus 45,3 %), das Wohnen (Stromzähler-Grundgebühr plus 103,7 %) und die Mobilität (Diesel plus 44,4 %, Benzin plus 31,3 % – derzeit wohl beides auf dem Höchststand!!!). Die Daten entstammen Vergleichen, die durch die Statistik Austria angestellt wurden! Oder: Smalltalk mit Freunden im Stammlokal bei einem Bier! So lange sind die Zeiten nicht her, als die Halbe noch für 4,30 DM oder 30,- öS zu bekommen war. Inzwischen laufen die Preise auf 4 € zu (8,- DM oder 56,- öS). In sehr vielen Staaten wurde die Inflation durch die Euro-Einführung nach oben getrieben. Nur die Politiker sind fest davon überzeugt, dass alles beim Alten geblieben ist (3. Bericht der Euro-Preiskommission 2002: Das Teuerungsempfinden sei psychologisch bedingt!). Klar: Verspürt ein Politiker Hunger, besucht er die eine oder andere Veranstaltung! Viele Volksvertreter sitzen im Aufsichtsrat eines Energieversorgers und beziehen vielleicht von dort ihren Strom kostenlos! Die Dienstwohnung wird ohnedies vom Steuerzahler beglichen. Und erforderliche Fahrten – der Dienstwagen macht’s möglich! Angesichts solcher Preissteigerungen muss ich mir doch wirklich nochmals die Frage stellen: Was bleibt unter’m Strich von meinem Lohn übrig, das ich etwa auf die hohe Kante legen könnte, damit auch meine Bank etwas an mir verdient? Bei dieser Problematik ist die weit auseinander klaffende Einkommensschere zwischen Mann un Frau noch gar nicht berücksichtigt! Bedarf es doch Gleichbehandlungsbeauftragter, dass Frau und Mann sogar im öffentlichen Dienst (!), also in der Exekutive der Legislative (jener, die das Gesetz gemacht haben), annähernd gleich viel verdienen!!!
Will ich nun mein Einkommen verbessern und nehme ganz offiziell einen zweiten Job an, so werde ich sogar dafür noch bestraft! Sozialversicherungsabgaben werden bei beiden Gehältern abgezogen (bekomme ich dafür etwa eine doppelte Pension oder vielleicht ein doppeltes Krankengeld???), der Finanzminister gibt sich nicht mit den Lohnsteuer-Abzügen bei beiden Gehältern zufrieden! Nein – beide Gehälter werden in einen Topf geworfen – so werden aus den 100 % und weiteren 40 % plötzlich 140 % – damit erreiche ich automatisch eine höhere Steuerklasse und es kommt zu bedingungslosen Steuernachzahlungen – einem bösen Erwachen von Vielarbeitern (nicht gleichbedeutend mit Workaholic)! Hier muss jeder wirklich genau zuvor berechnen, ob sich denn ein Zweitjob – etwa am Wochenende – überhaupt noch (im wahrsten Sinne des Wortes) “auszahlt”! Kein Wunder, dass immer mehr die Schwarzarbeit um sich greift, ist dieses Problem doch sozusagen “hausgemacht” (in den Hohen Häusern). Nur wer sich einen guten Steuerberater leisten kann, kann sich diesem Teufelskreis entziehen – hier sind somit wieder die Besserverdienenden auf der Sonnenseite des Lebens!
Im Fünfjahresplan des “Reichs der Mitte”, der kommunistischen Volksrepublik China, ist das hehre Ziel enthalten, dass möglichst viele der fleissigen Chinesen reich werden sollen! Richtig gehört: China auf dem Weg zur Freien Marktwirtschaft!!! Doch solle der erarbeitete Reichtum besser verteilt werden! Das Land Maos ist das Land mit den höchsten Steigerungsraten an Millionären! Dafür jedoch hungert das Volk! Aber: Das ist schliesslich allerorts so – egal nach welchen Grundprinzipien die Geschicke eines Landes geführt werden. Verlässt ein Politiker den Schauplatz seines Schaffens, so macht er das zumeist als reiche(r) Mann/Frau. Ansonsten gibt’s einen Versorgungsposten in irgend einem Vorstand in Industrie oder Handel.
Eigentlich nicht wirklich unter Höhenangst leidend, wird mir angesichts der alljährlich erscheinenden Forbes-Liste der Super-Reichen schwindelig. Klar – jeder soll für seine Arbeit gerecht entlohnt werden. Fragt man jedoch einen dieser Superreichen, welche seiner Millionen jene ist, an der er am meisten hängt, so herrscht der einhellige Tenor: Die erste (Dagoberts Glückstaler!!!)! Denn diese muss hart erarbeitet werden! Alle anderen kommen nach und nach hinzu – viele merken gar nicht, dass sie immer reicher und reicher werden! Wenn Geld da ist, kann es gut investiert werden – damit stimmen dann auch die Rendite und der Gewinn für jeden Einzelnen. Hierfür haben die Manager zu sorgen! Die Umsatzkurve muss auch nach dem besten Jahr in der Firmengeschichte weiterhin nach oben zeigen! Ist dies nicht der Fall, so wird rationalisiert, ausgelagert, abgestossen, gekündigt! Leider gelingt dieses böse Spiel immer wieder, warten doch hinter jedem Arbeitenden zehn bis zwanzig andere, die dieselbe Arbeit sicherlich günstiger erledigen (wenn auch nicht besser!). Die grossen Bosse übersehen dabei fast ausschliesslich, dass hinter jedem Mitarbeiter ein Einzelschicksal steckt, das im schlimsten Fall bei Verlust des Arbeitsplatzes zum Selbstmord führen kann! Denn diesen hart arbeitenden Menschen war es nicht vergönnt, bei Dinners Kontakte zu knüpfen, die ein Job-Hopping ohne weiteres ermöglichen, oder sich ein finanzielles Polster zu erarbeiten. Angesichts solcher Überlegungen komme zumindest ich ins Grübeln: Weshalb haben sich weltweit, v.a. aber in den USA Millionäre und Milliardäre zusammengetan und verschenken Teile ihres Vermögens? Ist das die komplette Trendumkehr? Vom beinharten Ellbogenchecker, der auf seinem Weg über Leichen geht, hin zum sozialen Gönner? Oder ist dies als Ablass zu verstehen: Ich habe auf dem Weg zum Jetzt viele Sünden begangen, viel Schlechtes gemacht! Durch mein Geld will ich mir nun einen Platz im Himmel erkaufen? Ich lasse dies mal absichtlich im Raume stehen!
Apropos Forbes: Den grössten Zuwachs an Milliardären gibt es in Russland und China! Deutschland ist erstmals kein Platz unter den Top Ten vergönnt. Ein paar Zahlen gefällig? Auf der Forbes-Liste der reichsten Personen dieser Erde befinden sich nicht weniger als 1.210 US-Dollar-Milliardäre – dies sind um rund 200 mehr als noch im letzten Jahr. Sie erbringen ein Gesamtvermögen von 4,5 Billionen US-Dollar! Die drei Reichsten:
Platz 3: Investor Warren Buffett (80) 50 Mrd. Dollar
Platz 2: Microsoft-Gründer Bill Gates (55) 56 Mrd. Dollar
Platz 1: Telekommunikationsguru Carlos Slim Helú (71) 74 Mrd. Dollar.
Reichster Deutscher:
Aldi-Mitbegründer Karl Albrecht (91) 25,5 Mrd. Dollar
Reichster Österreicher:
Red-Bull-Erfinder Dietrich Mateschitz (67) 5 Mrd. Dollar
Reichster Schweizer:
Ares-Serono-Erbe Ernesto Bertarelli (45) 10 Mrd. Dollar
Der älteste Milliardär ist mit 100 Jahren der Schweizer Softwareunternehmer und Rennstallbesitzer Walter Haefner, der jüngste Facebook-Mitbegründer Dustin Moskovitz mit 26 Jahren. Er ist um acht Tage jünger als sein Partner Mark Zuckerberg.
Na – ist jetzt mein Schwindel zu verstehen???

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Yes – äh – we can not!!!

Als meine Freundin kürzlichst meinte, sie möchte gerne mal von mir an einen Ort entführt werden, wo es sündhaft teuer ist, es vor Reichtum förmlich stinkt, hab’ ich sie zum Tanken mitgenommen! Yapadappaduu – damit sind wir wieder bei meinem Lieblingsthema: “Fährst Du noch oder tankst Du schon wieder!!!”
Mal ehrlich: Haben Sie sich nicht auch schon den Komplett-Ausstieg überlegt? Nein nicht auf die Bahamas, Tuvalu oder Griechenland! Das Auto verkaufen und auf ein Solarmobil umsteigen! Hätte zumindest zwei Vorteile: Sie belasten nicht die Umwelt und Sie könnten im wahrsten Sinne des Wortes das “schöne Wetter für eine Ausfahrt nutzen!” Spritpreise von über 1,50 € – das ist modernes Raubrittertum! Nicht mal die Grünen haben vor zehn Jahren einen solchen Preis für unsere Umwelt eingefordert. Inzwischen sieht der Autofahrer bei jedem gefahrenen Kilometer den Taxometer mitlaufen! Eine lautstarke Beschwerde ist sinnlos, bekommt man doch zu hören, dass es jedem frei stehe, den Biosprit zu tanken oder auf die Öffis umzusteigen! Leichter gesagt als getan – klettert doch der Fahrpreis der öffentlichen Verkehrsmittel im Personen-Nahverkehr ebenfalls ins Unermessliche (nicht zuletzt auch aufgrund des hohen Spritpreises). So bezahle ich etwa für eine Strecke, die ich täglich als Pendler zurücklegen muss, inzwischen 8 € und brauche über eine halbe Stunde länger als mit dem Auto! Habe ich Pech, darf ich auch noch grosse Teile der Strecke stehend verbringen, da die Schulbusse abgeschafft wurden und die Kiddies nun mit der Linie transportiert werden! Deshalb würde ich im Sinne der Volksgesundheit dafür plädieren, dass irgendein Fitnessgerät in die Busse und Bahnen eingebaut wird, damit Mann/Frau die Zeit auch sinnvoll nutzen kann. Denn aufgrund der Beleuchtung (gerade im Winter) braucht der intellektuelle Öffi-Fahrer eine Stirnlampe um lesen zu können. Und dann klappt auch das mit dem Sitznachbarn nicht mehr!!!
Apropos Biosprit! Es ist ja wohl DIE Lachnummer schlechthin, was sich derzeit in Deutschland abspielt! Da versucht Kanzlerin Angela Merkel die Einführung eines neuen Produktes, um damit einerseits die Vorgaben des Klimagipfels und der EU einzuhalten, andererseits die Abhängigkeit zu fossilen Brennstoffen kleiner zu machen! Nur zwei Monate nach Einführung des sog. “E10″ wird erkannt, dass der Verbraucher den Biosprit ablehnt. Werte Damen und Herren Politiker: Bitte handeln Sie doch mal nach dem Usus der Marktwirtschaft! Es gelingt nicht immer, von oben her Gesetze zu doktrinieren, ohne vorher ein Szenario durchexerziert zu haben. Wird ein neues Produkt auf den Markt geworfen, so bedarf es immer eines vorhergehenden und weiterlaufenden Benchmarkings (was benötigt der Markt, wie laufen vergleichbare Produkte) und eines anschliessenden Corporate Brandings (den Konsumenten so auf eine Marke zu “drillen”, sodass er das Gefühl hat, dass er ohne dieses Produkt nicht mehr auskommt). Haben Sie diese Grundprinzipien befolgt? Weiss der Tankende, dass er mit jedem Liter, den er durch den Tankstutzen einfüllt, der Umwelt etwas gutes tut? So soll es durch umweltbewusstes E10-Tanken zu mindestens 35 % weniger CO2-Ausstoss kommen. Wieso wird somit dieses E10 boykottiert?
E10 ist eigentlich ein Kraftstoff-Gemisch aus fossilen Brennstoffen mit Alkohol. Ein klopffester Ethanol-Treibstoff für Ottomotoren mit der Oktanzahl von mindestens 104 ROZ. Damit nun nicht die Autolenker ihrem Fahrzeug das Betriebsmittel wegtrinken, werden für dessen technischer Nutzung Vergällungsmittel, wie Methylethylketon (MEK), Petrolether, Cyclohexan oder auch Diethylphthlat beigemengt, die den Verzehr für den Menschen ungeniessbar machen. Dieses Ethanol wird heutzutage vornehmlich auf Basis von fermentierbarem Zucker und Stärke (etwa aus dem Mais- oder Weizenanbau) hergestellt! Pervers – wir verfahren damit unsere Lebensmittel in unseren Autos!!! Die Bezeichnung “E10″ steht für das Mischungsverhältnis: 90 Teile Benzin und 10 Teile Bioethanol. Bereits vor der Markteinführung von E10 wurden Bioanteile beigemengt. Dies führte auch zu sehr viel Unmut, da Weizen und Mais etwa hilfreich bei der Bekämpfung des Welthungers sind und andererseits Konzerne grosse Landflächen aufkaufen, um dort beides anzupflanzen, wobei die Kleinbauern erneut den kürzeren ziehen!
Nachdem nun zu Jahresbeginn dieses E10 in Deutschland eingeführt wurde, gab es einen Aufschrei des ADAC: “Hallo? Nicht jeder Motor mag den Treibstoff!” Nach Angaben des deutschen Umweltbundesamtes sollen 90 % aller Autos das Gemisch vertragen – v.a. Neuwagen sind E10-tauglich! Die restlichen 10 % haben Pech gehabt, denn hier können der hohe Druck und die höheren Temperaturen an Aluminiumteilen des Motors oder der Benzinpumpen eine irreversible Korrosion hervorrufen. Daneben werden auch Dichtungen und Schläuche angegriffen. Die unweigerliche Folge ist ein Motorschaden! Genau hiervor haben die Autolenker Angst. Die Anfragen bei Fahrzeugherstellern häufen sich, doch wird zumeist – trotz vorheriger Verträglickeitszusage – auch weiterhin normales Super-Benzin getankt. Diese Tatsache führt zu vollen E10-Tanks und leeren Supertanks. Damit sinkt der Preis für das ohnehin etwas günstigere E10 aufgrund von Absatzschwierigkeiten, und der Preis für Superbenzin steigt aufgrund hoher Nachfrage. Tja – die Gesetze der freien Marktwirtschaft!
Ausserdem hat sich die Politik erneut blenden lassen! So berichten sehr viele Experten von einer Verlagerung des Energieaufwandes. Das Bioethanol beispielsweise muss aus den Ländern Nord- und Südamerikas herangekarrt werden, die über entsprechend grosse Anbauflächen verfügen. Daneben ist die Energieausbeute von Ethanol im Vergleich zu den höher-molekularen Alkan-Gemischen geringer, soll heisen, dass das Auto einen nicht unerheblichen Mehrverbrauch hat! Rechnet man dies nun hoch (Superbenzinverbrauch E5 minus Preisdifferenz E5 zu E10 durch den Preis von E10) so bleibt sogar mehr über. Der umweltfreundliche Tanker muss damit tiefer in die Geldtasche greifen als der umweltfeindliche, fossil fahrende Autolenker.
Ist das alles im Sinne jener Politiker, die mit flammenden Schwert vorangegangen sind und trotz kritischer Stimmen im Vorfeld gemeint haben, dass das alles funktioniere? (Siehe hierzu auch mein Blogposting vom 16. Oktober letzten Jahres!) Nun stehen wir also vor der durchaus als prekär zu bezeichnenden Situation, dass die Autofahrer den neuen Treibstoff nach wie vor boykottieren, der Mineralölwirtschaftverband (MWV) daraufhin einen Produktionsstopp von E10 veranlasste (hier heisst es nur, die Raffinerie-Produktion sei auf die Vorgaben der Bundesregierung und Nachfrage durch den Konsumenten gedrosselt worden) und der kleine Otto-Normalverbraucher erneut zur Kasse gebeten wird. Jetzt muss sich erneut die Politik damit befassen. Der deutsche Bundesumweltpolitiker Norbert Röttgen verlangt etwa die Auflösung des “Durcheinanders”, das die Mineralölwirtschaft hier produziert habe. Sein Kabinettskollege, Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hat zum Benzin-Krisengipfel geladen. Der Karren steckt also tief im Dreck – und dies, obwohl erst etwa die Hälfte der rund 15.000 deutschen Tankstellen (vornehmlich im Süden und Osten) auf E10 umgestellt wurden. Die einfachste Lösung wäre, dass der Konsument selbst vermehrt E10 tankt. Dies wünscht sich auch die Politik. Denn – die andere Folge wäre, dass der Super-Preis nicht nur aufgrund der vermehrten Nachfrage steigt sondern auch künstlich angehoben wird, damit der Autolenker auf diesem Weg zum E10-Tanken gezwungen wird.
Versteh’n Sie, was ich mit dem Umstieg auf ein solarbetriebenes Fahrzeug zu Beginn meiner Ausführungen meinte? Oder noch besser: Durch einen freiwilligen autofreien Tag in der Woche könnte auch der Konsument die Sache wieder selbst in die Hand nehmen und von der Melkkuh der Nation zum marktbestimmenden Verbraucher werden!!! Dieser Tag würde ein Millionenverlust für die Mineralölindustrie – aber ebenso den Finanzminister bedeuten! Damit würde  – auch in diesen Kreisen – eine Phase des Nachdenkens eingeleitet. Oder?

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