Archive for Juni, 2011

Na denn: Guten Appetit!!!

Heute möchte ich diesen Blog etwas atypisch beginnen: Mit einem kulinarischen Hinweis! Möchte ich mich mal verwöhnen bzw. belohnen, dann (ich bin ja rasch zufriedenzustellen!) mache ich mir einen Tomatensalat mit Thunfisch und einem frischen Baguette (mit steirischem Kernöl – perfekt!!!)! Da lacht der Gaumen, der Magen freut sich und mein Vertrauensarzt klopft mir anerkennend auf die Schulter! Eine Mahlzeit, die nicht nur gut schmeckt, sondern auch noch extremst gesund ist (vielleicht mit Ausnahme des Weissbrotes).
Aber damit weg von der Salatschüssel – hin zu einem Thema, das mir dafür umso schwerer im Magen liegt, weshalb ich auch nurmehr selten zu Thunfischdosen greife und wenn, dann ganz gezielt! Der Thunfisch (lat. thunnus) ist einer der wohl wichtigsten Speisefische weltweit. Die meisten Arten kommen in tropischen Gewässern, die grösseren Arten jedoch in nördlicheren Gefilden vor. Seine stromlinienförmige Form und die zumeist sichelartige Schwanzflosse sind perfekt für das ständige Schwimmen geeignet, wobei er schon mal Geschwindigkeiten von bis zu 77 Stundenkilometern erreichen kann. Dabei besitzt er eine Besonderheit: Eigentlich ein kaltblütiges Wirbeltier, liegt doch die Temperatur seines Blutes etwas über jener des umgebenden Wassers. Dadurch kann er die Energie für das schnelle und lange Schwimmen aufbringen. Als Raubfisch ernährt sich der Thunfisch von kleinen Tintenfischen, Krebsen und anderen Kleinfischen.
Beim Menschen ist der Thun so heiss begehrt aufgrund seines Fettgehaltes und des ausgezeichneten Fleisches. In Japan als Sushi, in Amerika im Burger oder Sandwich und in Italien als Vorspeise (Vitello tonnato). Nach Angaben der FAO (Food and Agriculture Organization der UNO) wurden 2006 nicht weniger als 4,6 Mio Tonnen des Fisches gefangen, Japan ist mit rund 78 % der mit Abstand grösste Abnehmer. Dies führt vor allem beim Blauflossen-Thun (Thunnus maccoyii) zu einer Überfischung des Bestandes. Alle hierzu gehörenden Thun-Arten sind massiv vom Aussterben bedroht. 2006 wurden 61.000 Tonnen des Blauflossen-Thuns gefangen, doppelt so viel wie erlaubt. Nach Schätzung der Experten wird bereits im kommenden Jahr der letzte Blue Fin auf dem Teller landen, da der Bestand kollabiert ist. Nach den internationalen Vorgaben dürfen zu kleine Fische nicht verwendet werden (gelandet). Sie werden vornehmlich in Australien in schwimmenden Netzkäfigen gehalten und gemästet, bis sie eine entsprechende Gewichtszunahme verzeichnen (50 % des Körpergewichtes). Diese sog. “Thunfischfarmen” sind deshalb sehr umstritten, da zumeist alle Jungfische eines Schwarmes in die Käfige gesetzt werden. Die Mästung und Schlachtung erfolgt noch vor der Geschlechtsreife der Tiere. Damit gibt es keinen Nachwuchs! Doch auch der Gelbflossen-Thun ist überfischt. Deshalb wurden klare Fangquoten ausverhandelt. Aufgesetzt und angeblich kontrolliert durch die International Commission for the Conservation of Atlantic Tuna (ICCT) im Bereich des Atlantiks und des Mittelmeeres und der Inter-America Tropical Tuna Commission (IATTC) im Pazifik. So wurde beispielsweise für dieses Jahr die Fangquote im Mittelmeer auf 12.900 Tonnen festgelegt. Dies liegt nur geringfügig unter jener des letzten Jahres (13.500). Damit kann von einer nachhaltigen Befischung in keinster Weise die Rede sein.
Daneben erregen auch die Fangmethoden immer wieder die Gemüter. Treibnetze wurden bis in die 90er Jahre verwendet, sind heute jedoch illegal. Sie wurden – zumindest nach offizieller Meinung der FAO durch Ringwadennetze ersetzt. Im Mittelmeer werden ausserdem nach wie vor Grossreusen verwenden, die rechtwinkelig zur Küste gestellt sind und damit ganze Schwärme etwa des Roten Thuns einfangen lassen.
Mitte Juni kam es 70 Seemeilen vor der Küste Libyens zu einer richtiggehenden Seeschlacht. Die Umweltschützer der Sea Shepherd Conservation Society hatten 20 illegale Fischerboote ausgemacht. Während die Tunesier mit Ketten gegen die Boote der Aktivisten vorgingen, warfen diese Stinkbomben an Bord der Schiffe und benutzten Wasserwerfer. Beobachtet wurde dies alles durch einen französischen Kampfbomber, der durch die Fischer angefordert wurde. Die Aktion fand in der UN-Flugverbotszone statt.
Sea Shepherd (auch gerne als “der schwarze Block der Meere” bezeichnet) wurde 1977 gegründet. Berühmtheit erlangten die Meeres- und Artenschützer vornehmlich durch solch kämpferische Aktionen, wie der so eben geschilderten. Japan wurde im Februar dadurch vom Walfang vergrault. Bei dieser Aktion vor einigen Tagen ging es um die Arterhaltung des Blauflossen-Thuns. Dieser laicht im Mittelmeer und zieht später bei Gibraltar in den Atlantik. Die USA waren kurz davor, diese Thun-Art auf die Artenschutzliste zu setzen. Im letzten Augenblick jedoch schlug dies fehl.
Nun liegt es wieder einmal bei jedem von uns. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage. Diese ist – v.a. durch den grossen weltweiten Erfolg des Sushis – rapide angestiegen. Das hingegen führt zur Nicht-Einhaltung der Fangquote bzw. illegalen Fangmethoden. Die Umweltorganisation Greenpeace beispielsweise stoppte am 27. Dezember 2010 solche verbotenen Treibnetze im Mittelmeer. Insgesamt soll es noch rund 400 Treibnetzfischer im Mittelmeer geben. Ihre Netze würden aneinandergereiht zweimal das Mittelmeer durchspannen. Das Treibnetzverbot wurde 1992 durch die UNO erlassen. Und Sie werden gleich verstehen, weshalb. Die Netze bestehen aus reissfesten, engmaschigen Kunststoffseilen. Der Fisch verfängt sich mit seinem Kopf in diesen Maschen. Durch den Druck auf die Kehle der Fische spreizen sich ihre Kiemen! Sie erdrosseln sich selbst! Vor solchen Treibnetzen ist nichts sicher. Schwertfische, Schildkröten, Haie, Grosswale und auch Delphine. Die Säuger unter ihnen (Wale und Delphine) gehen jämmerlich zugrunde, da sie nicht mehr zum Luftschnappen an die Wasseroberfläche können. Diese toten Fische und Tiere werden als Beifang aussortiert und über Bord wieder in’s Meer geworfen. Solche Netze werden für den Fang von Hering, Lachs und Thun verwendet. Sie können bis zu 100 Kilometer lang sein.
Sinkt nun die Nachfrage nach Blauflossen- oder Gelbflossen-Thun, so wird auch das Angebot zurückgefahren. Und hier nun mein Appell an Sie: Schauen Sie bitte beim nächsten Thunfischkauf genau auf die Dose. Wenn Sie mithelfen möchten, dass die Art erhalten bleibt und die Fische und Tiere aufgrund solcher grausamer Fangmethoden nicht mehr elendig sterben müssen, dann lassen Sie bitte künftig die Thunfischsorten Yellow Fin Tuna und Bluefin Tuna (auch tonno rosso) im Regal stehen bzw. informieren Sie sich genau beim freundlichen Japaner, aus welchem Fisch er das Sushi bzw. Sashimi zubereitet hat. Und bitte: Erzählen Sie dies auch weiter, denn die Uhr für den Blauflossenthunfisch (Roter Thun) bzw. schon sehr bald auch den Gelbflossenthunfisch steht bereits auf “kurz vor Zwölf”.
Ähm ach ja – noch etwas: Die US-Regierung hat bereits 2003, die EU-Kommission ein Jahr später davor gewarnt, grössere Mengen an Thunfisch über einen längeren Zeitraum zu essen. In den Fischen sammelt sich gerne das gesundheitsschädliche Methylquecksilber an (bei Fischen als Cysteinkomplex). So sollten aufgrund dessen schwangere Frauen, Frauen die stillen und kleine Kinder nicht mehr als zwei kleine Portionen Thunfisch pro Woche verzehren – dies sind rund 100 g. In hohen Dosen wirkt dieses gefährliche Umweltgift toxisch auf das zentrale und periphere Nervensystem und schädigt in weiterer Folge auch Leber, Nieren und das Herz!

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Das darf doch wohl nicht sein, oder???

Stellen Sie sich doch bitte mal folgende Szene vor: Sie wollen die Batterie Ihrer Uhr wechseln lassen. Hierfür fahren Sie mit Ihrem Fahrrad (umweltbewusst) zum nächsten Uhrmacher und Juwelier. Als Sie das Rad nun abstellen möchten, kommt der Lenker unglücklich an die Auslagenscheibe des Geschäftes! Aufgrund irgendwelcher physikalischer Gesetze (wie der Elastostatik) geht die Scheibe zu Bruch! Der Juwelier befürchtet, dass er überfallen wird, nimmt sich die Waffe, die er für solche vermeintlichen Notfälle besitzt (und auch angemeldet hat), bedroht Sie damit, fesselt Sie unter Mithilfe einer geschockten Angestellten an einen Stuhl und wartet, bis die Polizei kommt. Ist dies nun eine Festhaltung, ein Gewahrsam oder gar eine Festnahme? Die Grenzen sind zumeist fliessend – oftmals ist es nur ein winzig kleines Detail, das den Unterschied ausmacht.
Ein guter Bekannter und offenbar begeisterter Leser dieses Blogs machte mich dieser Tagen auf etwas aufmerksam, das offenbar entlehnt wurde aus „Das Lalebuch. Wunderseltsame, abenteuerliche, unerhörte und bisher unbeschriebene Geschichten und Taten der Lalen zu Laleburg“ (1597). Sagt Ihnen nichts? Ein Jahr später erschien die zweite Ausgabe, die die Akteure und die “Location” (um es auf Neudeutsch zu formulieren) weltbekannt machen sollte: “Die Schiltbürger”! In dem österreichweit erscheinenden Kleinformat “Die Kronenzeitung” war Anfang Juni die Schlagzeile zu lesen: “Polizist ertappt und fasst Dieb in seiner Freizeit – verwarnt! Amtsmissbrauch?”
Mei lieber Schorle – das ist starker Tobak! Wer die Geschichte noch nicht kennen sollte: Ein junger Dieb war gerade in Wien damit beschäftigt, einen Fahrradraum aufzubrechen. Doch hatte er Pech! Ein Polizeibeamter in zivil (in seiner Freizeit) kam in diesem Moment des Weges! Er stellte sich selbst in Dienst, verhaftete den jugendlichen Straftäter und brachte ihn zu seinen Kollegen auf die nächste Polizeidienststelle. Hätte dies ein “Zivilist” gemacht, wäre er wohl ein Jahr später von Wiens Bürgermeister Michael Häupl mit einem Orden für seine Zivilcourage geehrt worden. Nicht jedoch in diesem Falle. Der Polizeibeamte erhielt eine inoffizielle Verwarnung (kommt nicht in den Personalakt)! Klingt zwar blöd – ist aber wirklich so! Der Wert sei zu gering gewesen, um das Recht herauszunehmen, sich selbst in den Dienst zu stellen. Dies ist offenbar im Alpenstaat erst ab € 36.337,-  (laut offizieller Dienstanweisung) gestattet!!! Nun – was halten Sie hiervon???
Ich habe (bislang) in meinem Leben insgesamt dreimal mit der “Festnahme” zu tun gehabt: Im Militär, im öffentlichen Dienst und bei meiner Recherche zu diesem Blog heute. Eins nach dem anderen!
Zum Wachdienst eingeteilte Soldaten (Berufssoldaten und Rekruten) haben für die Zeit, in welcher sie den Wachauftrag versehen (gilt ab der Vergatterung bis zum Abtreten vom Dienst), das Recht der vorübergehenden Festnahme – dies gilt jedoch nur auf militärischen Liegenschaften. Sollte es also vor der Kaserne etwa zu einem Raub kommen, so dürfen die Soldaten in ihrer Funktion aufgrund der Wachgesetze keine Festnahme durchführen. Dies wird in Deutschland durch die “Zentrale Dienstvorschrift” (ZDV) und das “Gesetz über die Anwendung unmittelbaren Zwanges und die Ausübung besonderer Befugnisse durch Soldaten der Bundeswehr und verbündeter Streitkräfte sowie zivile Wachpersonen” (UZwGBw) und der “Vorgesetztenverordnung” (VorgV) bestimmt. In Österreich regelt dies die “Allgemeine Dienstvorschrift” (ADV). Der Festgenommene muss jedoch so rasch als möglich dem vorgesetzten Unteroffizier (UOvD) oder Offizier (OvD) übergeben werden. Da fällt mir eine nette Anekdote aus meiner aktiven Zeit ein: Ein ranghoher Regimentskommandant-Stellvertreter wollte Einlass in das Offizierskasino haben. Dazu musste er allerdings – beim Betreten der militärischen Liegenschaft – auch beim Wachkommandanten Stock vorbei. Nachdem sich Herr Oberstleutnant nicht ausweisen konnte, gewährte ihm dieser allerdings keinen Durchgang. Der Offizier wurde daraufhin (ganz und gar nicht einem solchen gebührend) sehr laut. Der Wachkommandant machte in diesem Falle keinen Gebrauch von seinem gesetzlich verankerten Recht der Abmahnung und anschliessender Festnahme, sondern liess über den Wachsoldaten den ranghöchsten diensthabenden Offizier des Kommandobereiches verständigen, der sich dann für den ausweislosen Kameraden im Kampfe verbürgte. Eine Geschichte, die innerhalb nur eines Tages durch den kompletten Kommandobereich gegangen ist!
Beamte sind eine aussterbende Spezies von Mensch. Sind sie nicht friedlich im Büro-Schlaf dahingegangen, so befolgen sie bis zur Pensionierung brav und ordentlich die Gesetze. Wer allerdings denken sollte, dass der Übergang in den Ruhestand einen Bematen von seinen Verpflichtungen entlastet, der irrt gewaltig. In meiner Ausbildung zum öffentlichen Dienst (den ich nur kurz danach auch wieder quittiert habe), lernte ich, dass eine Definitivstellung für das ganze Leben Gültigkeit hat. Somit gelten so manche Bestimmungen des Beamtendienstrechtes auch noch im hohen Alter. Apropos: Beamtendienstrecht. Unglaublich – aber trotzdem wahr: In Deutschland geht dieses auf die Weimarer Reformansätze und das Beamtengesetz von 1937 zurück, das auch nach 1945 grossteils unverändert übernommen wurde. In Österreich gar auf des alten Kaiser’s Zeiten. Damals hatten die vornehmlich beamteten Männer nahezu unbegrenzte Macht. Hat mal einer von diesen einen Bock geschossen, so wurde er verwarnt, die Konsequenzen allerdings musste der Staat tragen. Beamte haben ebenfalls die Möglichkeit der vorübergehenden Festnahme. Ob es nun aufgrund ihrer speziellen Funktion oder ihrer speziellen Ausbildung ist, sei dahingestellt. So können beispielsweise Zollbedienstete der KIAB (einer österreichischen Spezialeinheit zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung) Schwarzarbeiter festnehmen. Trotzdem sind bei solchen Überprüfungen zumeist Polizeibeamte anwesend. Oder wenn ein reicher Celeb vergass, die Umbauten an seinem Flugzeug, die in Amerika gemacht worden sind, zu versteuern und dabei ausfällig wird.
Nun ja – auch Otto Normalbürger hat die Möglichkeit, eine vorübergehende Festnahme durchzuführen. Doch ist dies ein sehr schmaler Grat, auf welchem Mann/Frau sich bewegt. Denn  schliesslich greift eine solche Festnahme in die verfassungsmässig gewährten Grundrechte des Bürgers ein. Zu detailliert will ich deshalb hier gar nicht werden, doch sind die Delikte “Freiheitsentzug” oder “Entführung” wahrhaft keine Kavaliersdelikte. Deshalb gibt es in Deutschland und Österreich auch bei einer Festnahme durch den Exekutivkörper nur eine vorläufige Festnahme (gilt in Deutschland bis zu drei Stunden). Danach spricht man von Untersuchungshaft oder Freiheitsentziehung, wobei ein richterlicher Beschluss oder Fristablauf vorliegen muss. Nimmt nun eine Privatperson eine solche vorläufige Festnahme vor, so kann sie sich (ohne Kenntnis der Gesetzeslage) in Teufel’s Küche begeben (straf- und zivilrechtlich). Die “Jedermann-Festnahme” ist in Deutschland im § 127 Abs. 1 der Strafprozessordnung (StPO) enthalten („Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtigt ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen.“). In Österreich regelt dies der § 80 Abs. 2 der Strafprozessordnung (StPO) (“Wer auf Grund bestimmter Tatsachen annehmen kann, dass eine Person eine strafbare Handlung ausführe, unmittelbar zuvor ausgeführt habe oder dass wegen der Begehung einer strafbaren Handlung nach ihr gefahndet werde, ist berechtigt, diese Person auf verhältnismäßige Weise anzuhalten, jedoch zur unverzüglichen Anzeige an das nächst erreichbare Organ des öffentlichen Sicherheitsdienstes verpflichtet.”). Zwei Gummiparagraphen, die obwohl eindeutig verfasst, doch unheimlich weit gedehnt werden können (räumlicher und zeitlicher Zusammenhang, kein dringender Tatverdacht, sondern tatsächliches Begehen der Straftat,…). Deshalb gibt es jede Menge Ausschliessungsgründe und Zusatz-Paragraphen. In der Schweiz übrigens liegt ein solches Festnahme- oder Anhalterecht durch Privatpersonen noch zur Begutachtung auf! Wer sich nun nicht unbedingt in die Bredouille setzen möchte: Es reicht auch eine unmittelbare Verfolgung! Doch warnt diesbezüglich immer wieder die Polizei: Verständigen Sie so rasch als möglich die Exekutive, ansonsten kann es lebensgefährlich für Sie werden! Die brutalen Übergriffe in letzter Zeit untermauern dies. Und Lynch-Justiz oder Auge um Auge – das kann Sie teuer zu stehen kommen! Daneben ist bei der Jedermann-Festnahme die rechtliche Situation zwar genau erklärt, werden allerdings Fehler gemacht, so kann, obwohl der Täter vielleicht tatsächlich schuldig ist, der Prozess beendet sein, bevor er begonnen hat, der Täter freikommen und vielleicht gar Rachepläne schmieden!
Kommen wir zum Anfang zurück: Der Polizist hat auf jeden Fall richtig gehandelt, sagt mir mein gesunder Hausverstand. Hieb- und stichfest jedoch wäre es gewesen, wenn der Mann in zivil abgewartet hätte, bis der Täter die Tat beendet, ihn dann verfolgt und die uniformierten Kollegen benachrichtigt hätte. Damit wäre das “auf frischer Tat begangen” (räumlicher und zeitlicher Bezug) vorhanden gewesen und die vorläufige Festnahme und anschliessende Verurteilung des Täters hätte aufgrund der Zeugenaussage und der sichergestellten Fahrräder (Diebesgut) durchgeführt werden können! Das “in den Dienst stellen” war vielleicht ein Fehler – doch befragt man einen Vortragenden im Kurs, so stellt er meist die Frage zurück: “Was meinen Sie?”, und muss es selbst nachschlagen!
Ich denke mir, dass jede Massnahme, die gegen die Kriminalität durchgeführt wird, hilft und nicht der Bespitzelung etwa des Nazi- oder Stasi-Deutschlands gleichkommt, eine durchaus gute Massnahme ist. Bei der “Freien Entfaltung der Persönlichkeit”, wie sie im Grundrecht bzw. der Verfassung aufscheint, muss eines stets berücksichtigt werden: Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt! Damit manche dies nicht weiter auslegen als andere, wurden die Straf- und Zivil-Gesetze geschaffen! Nicht um dadurch uns allen Zwänge aufzuerlegen, sondern vielmehr ein friedliches Miteinander realisieren zu können. Mancher arbeitet mehr, dies gestattet einem anderen, der nicht so viel arbeiten möchte, noch lange nicht, sich am Ergebnis des Ersteren zu bereichern (die grosse Ausnahme gilt selbstverständlich für unsere Politiker!). Doch für so manchen ist der Freiheitsbegriff nicht wirklich klar! Immanuel Kant formulierte einst den mehr als treffenden Satz: “Was Freiheit in praktischer Beziehung ist, verstehen wir gar wohl, in theoretischer Absicht aber, was ihre Natur betrifft, können wir ohne Widerspruch nicht einmal daran denken, sie verstehen zu wollen.”

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Und wenn sie nicht gestorben sind…

…dann streiten sie noch heute! Die Öl-Barone dieser Welt, die Bohrinsel-Sklaven, die Pipeline-Putzfrauen und die Groschen-Zähler der Konzerne! Tropje fot Tropje kwaliteit!!! Das dachten sich auch die Energieminister beim dieswöchigen OPEC-Treffen in Wien und machten den Hahnen fest! Wie meinte einst der millionenschwere österreichische Verleger Christian W. Mucha: “Willst Du interessant werden, mach’ Dich rar!” Liebe Leidensgenossinnen und Leidensgenossen: Tanken Sie noch rasch einmal voll!!! Denn – einen  vollen Tank kann sich schon sehr bald niemand mehr leisten!!!
Womit ich wieder einmal bei einem meiner Lieblingsthemen angelangt bin: Die energetische Ausbeute der Menschen dieser Erde. Apropos: In Häuslebauer-Kreisen kursiert immer wieder ein netter, aber durchaus ernst gemeinter Witz. Haben die Bewohner eines Niedrigenergiehauses häufig im Winter Besuch, dann ist ihnen kalt! Durch die Abwärme der Menschen wird ein ganzes Haus geheizt! Offenbar haben nun auch die Ölscheichs mitbekommen, dass zumindest wir in Zentraleuropa unsere Liebe zum Klimaschutz entdeckt haben und überall dort, wo es möglich ist, darauf zu verzichten, den Erdöl-Verbrauch reduzieren. Nach den Gesetzen der freien Marktwirtschaft, müsste bei sinkender Nachfrage eigentlich der Preis des Produktes ebenfalls fallen. In diesem speziellen Fall jedoch wird offenbar versucht, mit den letzten Reserven unter dem Wüstensand auch die letzten Cents in der Geldtasche eines Autofahrers und Heizöl-Heizers hervorzuzaubern. Bei der OPEC-Konferenz in Wien einigten sich die Energieminister der 12 wichtigsten erdölexportierenden Staaten darauf, die Förderquote nicht zu erhöhen (sie liegt seit Januar 2009 bei 24,8 Mio Barrel/Tag). Dies bedeutet aufgrund des immensen Verbrauchs an Treibstoffen v.a. in den Schwellenländern, dass die Preise künftighin ein hohes Niveau erreichen werden und die Zapfsäule für nicht wenige Autofahrer zur Klagemauer wird. Doch trifft dies nicht nur die “Melkkühe der Nation”; die Öffis werden teurer, der Transport für die Güter des täglichen Gebrauchs und damit unser ganzes Leben!
Hier ein Beispiel: Eine Presseaussendung der Statistik Austria titelte vor kurzem: “Sinkende Mineralölpreise dämpfen Preisauftrieb im Grosshandel im Mai 2011: +8,1 % zum Vorjahr!” Pardon – aber ich habe im Mai nichts von sinkenden Preisen an der Tanke mitbekommen! Tanke ich beim falschen Torwächter??? Im Monat Mai 2011 sind die Preise für sonstige Mineralölerzeugnisse zum Vormonat um 4,8 % gesunken (im Vergleich hierzu: Obst, Gemüse und Kartoffeln +4,8% gegenüber des Aprils und Getreide, Saatgut und Futtermittel +78,1 % gegenüber des Monats Mai 2010). Damit haben die sinkenden Preise beim Mineralöl die Inflation positiv beeinflusst! Trotzdem hat man an der vorhin angesprochenen Tankstelle nicht wirklich viel davon gemerkt: Motorenbenzin (inkl. Diesel) +17,1 % im Vergleich zum Mai 2010. Ein Schildbürgerstreich? Mitnichten!
In Deutschland bewegt sich derzeit der Preis für einen Liter E5-Super bei etwa 1,58 € – in Österreich vor 12.00 Uhr bei 1,36, nach 12.00 Uhr bei 1,43 €. Kein Wunder, wenn unsere deutschen Nachbarn mit Kanistern bewaffnet an den österreichischen Tankstellen stehen und einen Wochenlohn vertanken! Doch Vorsicht: In Deutschland gelten Treibstofftransporte als Transporte der Gefahrengutklasse 3 und müssen als solche gekennzeichnet sein; daneben benötigt der Lenker des Fahrzeugs eine spezielle Ausbildung und es müssen Beförderungspapiere mitgeführt werden! Dies bereits ab 20 Liter in Kanistern! Bei einem Unfall steigt die Kfz-Haftpflicht aus, daneben drohen Strafen von bis zu 43.603,- € – von den zollrechtlichen Richtlinien mal komplett abgesehen. Dieses Auf und Ab der Benzinpreise beschäftigt nicht nur die Konsumentenschützer, sondern auch die Wettbewerbs- und Wirtschaftsexperten. Bereits der Anstieg um 1 Cent/Liter bringt den Öl-Konzernen Millionen mehr!
Doch sollte nicht nur über die Ölscheichs geschumpfen werden. Wer kassiert eigentlich mit jedem Liter, der aus dem Tankstutzen fliesst, ab?

.) Mineralölsteuer (Energiesteuer)
In Deutschland werden nach § 2 Abs 1 des Energiesteuergesetzes 1.000 l Benzin (nicht schwefelarm) mit 669,80 € besteuert
In Österreich beläuft sich die MÖSt bei E5-Benzin auf 0,482 Euro pro Liter
In der Schweiz werden nach Art. 1 der SR 641.613 Verordnung über die Anpassung der Mineralölsteuersätze für Benzin 1.000 l Benzin mit 431,20 CHF besteuert

.) Öko- oder Umweltsteuer
Jeweils in der Mineralölsteuer enthalten!

.) Mehrwert(Umsatz-)steuer
In Deutschland 19 %
In Österreich 20 %
In der Schweiz 7,6 %

.) Rohöl
Die Leitsorte Brent bewegt sich bei rund 120,- US$/Liter (Stand: 10. Juni 2011).

Hinzu kommen noch die Verarbeitungskosten! Wer sich die Rechnerei ersparen möchte, hier eine Berechnung des ADAC aus dem Jahre 2008:

Herstellungskosten + Gewinn (Mineralölkonzerne + Tanke): 61,3 Cent
Mehrwertsteuer: 24,1 Cent
Mineralölsteuer + Ökosteuer: 65,1 Cent

Damit wird bewusst, wer eigentlich absahnt: Die Finanzminister! Dabei sollten Teile der Mineralölsteuer auch zweckgebunden sein, d.h. für Strassen- und Verkehrsbaumassnahmen eingesetzt werden. Nach letzten Meldungen erklären aber alle drei Länder unisono (v.a. aber Deutschland), dass kein Geld mehr für Strassensanierungsmassnahmen zur Verfügung stehe! Par plus! Ja – wird denn nicht mehr getankt? Oder wird das Geld vielleicht doch in anderen Bereichen verwendet? Für all jene, die nun vielleicht denken: “Wird eh nicht so viel ausmachen!” Hier die Mineralöl- und Energiesteueraufkommen von 2009:

Deutschland: 17,8 Milliarden € (Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland)
Österreich: 3,9 Milliarden € (Quelle: Wirtschaftsuniversität Wien)

Nun beginnen also wieder die Schimpfeskapaden gegen die OPEC – allen voran gegen deren derzeitigen Vorsitzenden, den iranischen Ölminister Mohammed Aliabadi, der im Rahmen der Konferenz von Wien meinte: “Es gibt genügend Angebot auf dem Markt!” Die OPEC-Minister sind verantwortlich für rund ein Drittel des produzierten Öls und rund 80 % der Reserven.
So – was kann nun der kleine Mann/die kleine Frau gegen die überaus Mächtigen tun? Wenig Autofahren beispielsweise. Die grösste Zahl der Autofahrten liegt unter einer Entfernung von 5 km. Solche Strecken können durchaus zu Fuss oder mit dem Fahrrad bewältigt werden (auch der Mediziner Ihres Vertrauens wird’s Ihnen danken). Hybrid- oder Elektroautos – ein ganz wichtiger Weg, sich von den Ölscheichs abzunabeln. Wenn diese Gefährte nur nicht so teuer wären! Umstieg auf die Öffis – lange Fahrzeiten und überfüllte Transportmittel zu den Stosszeiten! Wir sollten alle etwas klimabewusster leben. Dabei denke ich, dass der australische Weg der falsche ist (hier sollen demnächst hunderttausende Kamele geschlachtet werden, um den Methanausstoss zu senken). Umweltbewusstes Leben hat häufig auch durchaus angenehme Auswirkungen auf die Geldtasche. Negative hingegen für den Finanzminister. Auch wenn die Politikerriege derzeit vielleicht öffentlich über die Autofahrer und Ölbarone schimpfen sollte, so ist sich doch jeder der Nächste – also derjenige, der in seinem Ressort am meisten davon profitiert (ähnlich beim Rauchen)!

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Schauspiel der Natur – die Ohnmacht des Menschen

Betörend schön und trotzdem vernichtend: Die Rauch- und Aschewolke, die der Gletscher-Vulkan Grimsvötn im Mai auf Island ausspuckt hat! Ironie des Schicksals: Erst im April ist ein Planspiel erstellt worden! Die Annahme bestand in der Eruption dieses aktivsten Vulkans auf Island – die Daten waren noch gar nicht ausgewertet, da war Mutter Erde schneller!
Nur ein Jahr ist vergangen, als der Vulkan Eyjafjallajökull am europäischen Himmel ein noch nie zuvor dagewesenes Chaos angerichtet hatte. Damals wurde aufgrund der Asche praktisch der gesamte Flugverkehr über dem Kontinent brach gelegt – Millionen Passagiere warteten auf ihre Maschinen – doch diese durften nicht starten! Völlig ungewohnt: Keine Triebwerksgeräusche und keine Kondensstreifen der überfliegenden Ferien-Jets! Diese Rolle übernahm in diesem Jahr der Vulkan Grimsvötn. Er befindet sich rund 4 Autostunden von der Hauptstadt Reykjavik und 200 km von seinem grossen Kollegen entfernt, ebenfalls auf Island. Auch dieses Naturschauspiel sorgte für Angstschweiss auf der Stirn eines so manchen Piloten. Doch war dieser Ausbruch grundverschieden zu jenem des letzten Jahres. Stieg die Aschewolke auch heuer in Höhen von bis zu 15 km, so bestand etwa die Hälfte dieser einzigartigen Rauchsäule aus Basaltteilchen. Sie sind relativ schwer, sodass diese rasch wieder auf die Erde zurückfallen. Der Rest jedoch wurde auch 2011 gut verteilt. So setzte sich die Wolke in Richtung Süden in Bewegung. Dort wurde sie von einem ausgedehnten Hochdruck-Gebiet geteilt, das auch für das sommerliche Wetter und die heissen Temperaturen in Mitteleuropa verantwortlich war! Diese Strömungen liessen die Asche jeweils am Rand des Hochs weiterfliessen. Ein Teil blieb über dem Atlantik, ein anderer Teil wurde über Nordeuropa verteilt. Der Luftraum über Irland und Schottland war ebenso betroffen wie jener über Westfrankreich und Nordspanien. Flugzeuge mit hochsensiblen Messgeräten sorgten für einen nicht mehr enden wollenden Datenfluss. Doch nur rund zehn Prozent der Asche ist so fein, dass sie über solch weite Strecken verteilt wird. Eine knappe Woche nach dem Ausbruch des Vulkans passierten die Aschepartikel auch Zentral- und Mitteleuropa.
Der Luftverkehr stöhnte erneut hörbar laut auf. So wurden alleine am Dienstag rund 100 Flüge von und nach Schottland bzw. Nordengland gestrichen – insgesamt wurden rund 1.000 storniert. Auch in Norddeutschland blieben die Flugzeuge für einige Stunden auf dem Boden. So sperrte die Deutsche Flugsicherung DFS am Mittwoch den Luftraum über Bremen, Hamburg und Berlin. Der US-amerikanische Präsident Barack Obama, der zum Zeitpunkt der Eruption gerade seine Europatournee in Irland begonnen hatte, kürzte den Besuch auf der grünen Insel ab, damit die Air Force One, die Präsidentenmaschine, nicht zum Stillstand auf dem Dubliner Flugplatz verdammt war. Übrigens war es nicht wirklich DER tolle Besuch Obamas auf der Insel. Als die gepanzerte Limousine eine Hofeinfahrt verlassen wollte, bockte das tiefergelegte Monstrum auf und setzte sich an einem Haken der Torgitter fest! Nicht nur für das Präsidentenpaar war Herzflattern angesagt – auch die Sicherheitsleute des Secret Services und der irischen Sondereinheiten der Polizei erhielten dadurch einen gewaltigen Adrenalinschub. Doch gottlob ist nichts geschehen!
Wie gefährlich diese Asche für die Düsen-Triebwerke der Flugzeuge werden kann, ist selbst unter Experten noch umstritten. Doch wollten etwa auch solch grosse Fluggesellschaften wie die British Airways oder die niederländische KLM das Risiko nicht eingehen. Auch die Börse reagierte in Panik: Aus Angst vor einer ähnlichen Situation wie 2010 sank am Montag Morgen nach dem Ausbruch beispielsweise die Aktie der Lufthansa an der Frankfurter Börse um mehr als vier Prozent und notierte bei 14,93 €. AirFrance/KLM sank gar um über fünf Prozent.
Der Vulkanausbruch jedoch liess schon sehr bald nach – die Rauchsäule stieg nurmehr rund 5 km in den Himmel, bereits nach einigen Tagen wurden direkt im Vulkan auch keine Erdbeben mehr gemessen. So berichten die Chroniken aus der Vergangenheit, dass der Ausbruch des Grimsvötn in den ersten Tagen am heftigsten ist, der Spuk jedoch sehr rasch nachlässt. Trotzdem war dieser Ausbruch stärker als die beiden letzten in den Jahren 2004 bzw. 1998. Die Erde rund um den Vulkan hat sich heuer um rund 50 cm nach Nordwesten verschoben – dies sind um etwa 60 % mehr als bei den vorhergehenden Ausbrüchen, bescheinigt der Isländische Wetterdienst.
Die Aschekonzentration wird vom Deutschen Wetterdienst an 52 bundesweiten Lasermessstellen kontrolliert. In Österreich ist die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynaik hierfür zuständig.  In weiterer Folge werden dann auch Flugzeuge hinauf geschickt (etwa die Falcon E20 vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR), die während eines jeweils vierstündigen Fluges zwischen 2-12.000 Metern Fughöhe ebenfalls mit High-Tech-Lasern die Partikel aus mineralischem Staub und Schwefelverbindungen (Aerosole) messen. Diese können zwischen 1 bis 100 Mikrometer gross sein. Der deutsche Grenzwert liegt bei rund 2000 Mikrogramm Partikel pro Kubikmeter Luft. In den Triebwerken der Flugzeuge entstehen Temperaturen von bis zu 1.200 Grad. Dabei schmelzen diese Aerosole.
Für die deutschen Flugplätze war es die erste Bewährungsprobe nach dem letztjährigen Kollaps. So forderte etwa der Flughafenverband ADV einen reibungslosen Ablauf im Rahmen der Kommunikation zwischen den Airlines und Flughäfen einer- sowie der Flugsicherung, dem Wetterdienst und nicht zuletzt den entsprechenden Ministerien andererseits. Notbetten wurden bereits aus den Lagerhallen geräumt – der Worst Case vorbereitet. Eigentlich lief alles wie am Schnürchen – mit einer Ausnahme: So kritisierte etwa der Hauptgeschäfstführer des ADV, Ralph Beisel, dass es nach wie vor keine einheitlichen Regelungen für ein solches Szenario gebe. Bedenkt man, dass täglich etwa 29.000 Starts und Landungen auf dem Kontinent durchgeführt werden, wird Brüssel dringend in die Pflicht genommen. Die Airlines beispielsweise reagieren erneut empört: Die Aschekonzentration wäre nicht dermassen hoch gewesen, dass eine solche Massnahme notwendig geworden wäre. So habe die Lasermessung des Leipziger Institutes für Troposphärenforschung in der Nacht auf den Mittwoch nach dem Ausbruch an der Messstelle in Stockholm nur Werte von 3-500 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erbracht – erwartet wurden zwischen 2-4.000. Auch bei den Messstellen in Stavanger, Bergen und Oslo seien max. 300 Mikrogramm erreicht worden. Messungen von Erdbeobachtungssatelliten über dem europäischen Nordmeer haben gar nur Schwefeldioxid-Emmissionen aufgewiesen. Im Bundesverkehrsministerium hingegen heisst es, dass die Sicherheit der Fluggäste vorgehe. Deshalb soll nun auch beim kommenden EU-Gipfel in Ungarn eine solche europäische Vereinheitlichung behandelt werden.

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