Archive for Dezember, 2013

Weihnachten? Früher war’s anders…

Die heiligste und schönste Zeit im Christentum steht unmittelbar bevor: Weihnachten! Nach alter Überlieferung wurde in einem Stall zu Bethlehem das kleine Christuskind geboren, das die Menschheit durch seinen Tod am Kreuz von der Erbsünde befreien soll. Die vielen Unklarheiten, wie etwa die “unbefleckte Empfängnis” oder auch die automatische Weitergabe der Erbsünde (theoretisch müssten ja dann auch alle Vertreter Gottes davon betroffen sein) wollen wir heute mal ausser Acht lassen. Trotzdem möchte ich einige Jahrzehnte in der Geschichte zurückgehen, als es noch nicht den adventlichen Kaufrausch, Glühwein und Punsch, die Weihnachtsmärkte und den Weihnachtsmann gab. Dies sind alles Erfindungen der letzten Dekaden. Übrigens – wenn auch das Christkind noch am ehesten mit Weihnachten im ursprünglichen Sinn zu tun hat, so sind auch Adventskalender, Adventskranz und der Christbaum selbst Erfindungen.
Der Adventskalender geht beispielsweise auf das 19. Jahrhundert zurück – vermutlich auf das Jahr 1851. Ursprünglich sollte er einen Countdown hin zur Geburt Christi darstellen. So wurde ab dem ersten Adventssonntag jeden Tag ein anderes Bild aufgehängt oder die Kinder konnten pro Tag einen Kreidestrich am Türpfosten wegwischen. Später wurde der Kalender mit Schokolade säkularisiert und damit auch kommerzialisiert. Der Adventskalender selbst ist eigentlich lutherischen Ursprungs und hatte weihnachtliche Motive, Sprüche und Bilder hinter den Türen versteckt. 1902 erschien der erste gedruckte Kalender, verkauft durch die Evangelische Buchhandlung in Hamburg. Den ersten Kalender mit 24 “Wibele” (Gebäck) stellte die lithografische Anstalt Reichhold & Lang in München her. Heuer hatten die Schokoladekalender bereits im Oktober in den Regalen der Supermärkte Premiere! Übrigens: Stiftung Warentest hatte im vergangenen Jahr Spuren von Mineralölen in der Schokolade festgestellt. Sie dürften von der Verpackung kommen. Na denn: Mahlzeit! Im Alpenraum übrigens gehört es zum Brauch, dass sich der Ort vor einem Haus mit Fenstern versammelt, die als Kalendertürchen verwendet werden. Zu Glühwein, Punsch und Selbstgebackenem wird dann abends jeweils ein Fenster geöffnet. Auch lebendige, begehbare Kalender finden immer wieder Verwendung – stets bei einem anderen Gastgeber. Deshalb werden sie in der Schweiz auch “Adventskalender im Quartier” genannt. Dort werden Weihnachtsgeschichten erzählt und Lieder gesungen. Das 24. Türchen ist das Portal der Kirche.
Auch der Adventskranz geht auf die lutherische Kirche zurück. Der erste Kranz aus Tannenzweigen und Kerzen soll vom evangelisch-lutherischen Theologen Johann Hinrich Wichern in Hamburg aufgestellt worden sein. Damals verwendete er ein Wagenrad mit 20 kleinen und vier grossen Kerzen. Seit 1860 wird der Kranz aus Tannenzweigen zusammengesetzt. 1925 wurde der erste Adventskranz in einer katholischen Kirche in Köln aufgehängt. Was nun wirklich mit dem Kranz ausgedrückt werden soll – darüber sind sich die Gelehrten uneins. Zunahme des Lichts auf dem Globus je näher Christi Geburt rückt? Der Kreis als Symbol für das ewige Leben? Farbsymbolik (grün – die Farbe der Hoffnung und des Lebens; drei violette Kerzen – die rosa Kerze wird am 3. Adventssonntag “Gaudette” angezündet). Oder – wie in Schweden: 1 weisse Kerze für den ersten Adventssonntag und drei violette, in Norwegen sind alle violett! Oder in Irland: 3 violette, eine rosa und eine weisse Kerze, die in der Mitte steht und am 24. Dezember angezündet wird. Übrigens werden normalerweise die Kerzen alle gegen den Uhrzeigersinn abgebrannt.
Zum Christbaum als DAS Symbol für Weihnachten schlechthin!
Wann genau der Tannenbaum Einzug in die Wohnzimmer gehalten hat, ist unklar. Möglicherweise wurde er erstmals 1419 urkundlich erwähnt, als die Bäckerschaft von Freiburg einen Baum mit vielerlei Naschwerk behängt haben soll, das die Kinder nach dem Abschütteln zu Neujahr essen durften. Eindeutig belegt hingegen sind Aufzeichnungen von 1695 aus dem Elsass, als erstmals beschrieben wurde, wie ein “Dannenbaum” zu Weihnachten behängt werden soll. Seither hat sich viel getan – so kamen etwa 1830 die Christbaumkugeln hinzu. Im 19. Jahrhundert begann von Deutschland aus der Siegeszug durch die Welt – die ersten Bäume übrigens wurden ebenfalls in evangelischen Kirchen aufgestellt. Auf dem Petersplatz in Rom wird erst seit 1982 jährlich ein Christbaum aufgestellt. Seither kommt der Baum für den Papst jedes Jahr aus einer anderen Region – heuer zum zweiten Mal nach 1984 aus der Diözese Regensburg. Ein österreichischer Baum steht jedes Jahr vor dem EU-Parlament in Brüssel. Die Illuminierung eines solchen Baumes ist in jeder Stadt etwas besonderes. Während der Weihnachtsbaum in katholischen Haushalten bis zum 02. Februar steht (Lichtmess), wird er in evangelischen Haushalten bereits am 06. Januar abgeputzt. Danach landet er entweder im Biomasse-Kraftwerk (Wien) oder im Zoo bei den Tieren (München). Der Baum gilt in allen Kulturen als Zeichen für Lebenskraft und Gesundheit. In Kärnten wird seit den 60er Jahren von Tauchern ein geschmückter Christbaum im Wörther See, später auch im Neufelder See versenkt und am Boden befestigt. Er dient dem Gedenken an die im See Ertrunkenen.
In Deutschland stand die Rotfichte als ursprünglicher Christbaum in den Wohnzimmern, gegenwärtig sind die Nordmanntannen am beliebtesten, gefolgt von der Blaufichte, der Rotfichte, der Edeltanne und der Kiefer. Alleine in Deutschland werden jedes Jahr nicht weniger als 29 Mio Christbäume geschmückt (in Österreich 2,4 Mio) – eine Zahl, die alleine aus heimischer Produktion gar nicht abgedeckt werden kann, so benötigt doch eine Nordmanntanne rund 15 Jahre, bis sie Zimmerhöhe erreicht hat. Sehr viele Bäume kommen aus Dänemark. Nordmanntannen sich schön und gleichmässig gewachsen und verströmen den typischen Tannenduft. Zudem nadeln sie weniger als etwa die Fichte. Die Blaufichte hingegen besitzt stahlblaue bis grünliche Nadeln und wächst etagenförmig. Damit verträgt sie auch einiges an Chrisbaumschmuck. Die Rotfichte ist aufgrund ihres kegelförmigen Wachstums der klassische Christbaum. Sie verliert jedoch schon nach wenigen Tagen die Nadeln. Sehr lange hingegen bleibt die Kiefer frisch, doch spielt sie eher eine untergeordnete Rolle. Ihre Nadeln werden bis zu 15 cm lang und sind in Büscheln beieinander.
Egal, welchen Baum Sie auch immer wählen: Wenn er auf dem Autodach transportiert wird, sollte er gut festgegurtet sein – und auf jeden Fall die Spitze nach hinten!
Ein Brauchtum, der nichts mit der Religion zu tun hat, trotzdem aber besonders im Alpenraum sehr verankert ist, sind die Rauhnächte. Dabei handelt es sich um die 12 Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem Dreikönigstag. Hinzu kommen unter Umständen (je nach Region) auch die “Thomasnacht” vom 21. auf den 22. Dezember (Wintersonnenwende) und die Christnacht vom 24. auf den 25. Dezember. Der Ursprung dieser Nächte geht auf die alten Germanen oder gar noch weiter zurück und wird erstmals schriftlich im 16. Jahrhundert erwähnt. So berichtet 1520 Johannes Boemus und vierzehn Jahre später auch Sebastian Franck vom “Beräuchern”. Dabei gehen der Dorfpriester oder der Hofbauer mitsamt dessen Familie durch alle Zimmer sowie die Stallungen des Hauses und beräuchert diese mit Weihrauch. Währenddessen werden Gebete gesprochen. Das soll das Haus und seine Bewohner vor Geistern und Bösem bewahren. Doch geht das Brauchtum noch weiter. Zu Silvester soll das Geisterreich offenstehen, Zauberer verwandeln sich in Werwölfe und fallen über den Menschen und dessen Vieh her. Zum Jahreswechsel beginnt aus diesem Grunde eine “wilde Jagd”. In den Alpen zeigt sich dies in den Perchtenläufen, in Norddeutschland im Rummelpottlaufen. Auch das Silvesterfeuerwerk soll die bösen Geister vertreiben. Es wird in der Mitte der Zwölfnächte um 12.00 Uhr abgebrannt. Das ist übrigens auch eine perfekte Zeit für Vorhersehungen und Orakeln – das erklärt das Bleigiessen zu Silvester. In den vier wichtigsten Rauhnächten darf zudem keine weisse Wäsche zum Trocknen aufgehängt werden. Reiter, die vorbeikommen, könnten sich einerseits in den gespannten Leinen verfangen und andererseits die weissen Tücher als Leichentuch mitnehmen. Weisse, weiblichen Unterwäsche würde diese Reiter anlocken, heisst es in der Legende, die dann über die Frauen herfallen. Es gibt noch vieles mehr, das in den Rauhnächten nicht gemacht werden darf. Die Perchten überprüften die Einhaltung der Verbote und bestraften gegebenenfalls die Betreffenden mit Schlägen und Hieben.
Nicht unerwähnt bleiben sollte das “Glöckeln” (in Bayern auch “Klöpferlsingen”). Dabei marschiert zumeist eine Gruppe von Haus zu Haus und singt dort uralte Brauchtumslieder. Belohnt wird dies mit einem Einkehrschwung mit Getränken und Selbstgebackenem. Während diese Tradition in Tirol wiederentdeckt wird, gehört sie übrigens auch in den USA zu Weihnachten fix dazu.
Apropos – werfen wir einen Blick über den Tellerrand! Wie wird Weihnachten in anderen Ländern gefeiert?
Im British Empire liefert “Father Christmas” (in Nordamerika auch “Santa Claus”) die Geschenke in der “Christmas Eve” unter den Weihnachtsbaum. Am “Christmas Day” trifft sich die ganze Familie zum Weihnachtsmahl. Die Queen hält jedes Jahr an Heiligabend eine Weihnachtsansprache, der Gottesdienst “Nine Lessons and Carols” aus dem Cambridger “King’s College” ist die quotenträchtigste Sendung des Jahres auf den britischen Inseln und Dank BBC auch auf der ganzen Welt zu empfangen.
In Frankreich beschenkt Père Noël die Kinder. Dazu müssen sie ihre Stiefel vor die Türe stellen. Weiters wird richtig aus dem Vollen geschöpft und ausgiebig geschlemmt: Muscheln, Gänseleber, Truthahn und viel Wein. Als Dessert gibt es dann das “bûche de Noël”, ein traditionelles Weihnachtsgebäck aus Biskuit und Schokoladen-Buttercrème.
In Schweden beginnen die Weihnachtsfeierlichkeiten mit dem Luciafest am 13. Dezember. Zu Heiligabend trifft sich die Familie zum Jolbrod – genau: Zum Essen! Dazu werden allerlei Süssigkeiten gereicht und Glögg getrunken, eine Art Glühwein mit Beeren und Mandeln. Die Geschenke brachte früher der heidnische Julbock – heute ist es der Jultomte. Den Abschluss von Weihnachten bildet dann der Besuch der Frühmesse am Christtag.
Das Julbord gibt’s im benachbarten Norwegen bereits in der Vorweihnachtszeit. Im Land der Rentiere wird am Heiligabend ebenfalls diniert – mit Rippchen, Sauerkraut, Kartoffeln und Steckrüben. Die Geschenke bringt der Julenissen – jedoch nur für all jene Kinder, die das Jahr über brav waren. Der jüngste der Familie darf die Geschenke verteilen. Die Pfarrer freuen sich, sehen sie doch zu Weihnachten viele unbekannte Gesichter unter den Besuchern der Gottesdienste. Der 25. ist ein ruhiger Tag, am Stephanstag hingegen gibt’s allerorts Parties und verkleidete Kinder, die nach Süssigkeiten verlangen.
In Tschechien bringt das Jesuskind (“Ježíšek”) die Geschenke, die nach dem Weihnachtsessen am Heiligabend ausgepackt werden. Tagsüber darf nichts gegessen werden, damit die Kinder ein goldenes Ferkelchen (“Zlaté prasátko”) sehen können, sagen zumindest die Eltern. Ein mehr als interessanter Brauch wird ausserdem gefeiert: Mädchen werfen Schuhe über ihre Schultern. Zeigt die Schuhspitze zur Tür, steht eine baldige Heirat bevor.
Im eisigen Russland bringt Väterchen Frost mit seiner Enkelin Snegurotschka den Kindern die Geschenke. Dabei fährt er in einem von drei Pferden gezogenen Schlitten. Die Russen feiern Weihnachten allerdings entsprechend des Julianischen Kalenders erst am 07. Januar. Nachdem die Kommunisten jahrzehntelang den Weihnachtsbrauch unterdrückten, steht auch im Osten das “Heilige Mahl” am Heiligabend im Zentrum. Es besteht aus 12 Gerichten – das entspricht der Anzahl der 12 Apostel. Zar Peter der Grosse übrigens brachte von einer seiner Reisen auch den Weihnachtsbaum nach Russland mit.
Jenseits des grossen Teiches sind die Traditionen etwas anders. So erhalten etwa die Kinder in Argentinien ihre Geschenke erst durch die Heiligen Drei Könige am 08. Januar. Zu diesem Zweck lassen sie ihre Schuhe unter dem Bett stehen, die dann mit Süssigkeiten gefüllt werden. In allen anderen südamerikanischen Ländern hingegen werden die Geschenke tatsächlich zu Weihnachten vom Papai Noel (Brasilien), dem Viejo Pasquero (einem alten chilenischen Hirten) oder dem Niño Dios (dem kolumbischen Jesuskind) gebracht. Ansonsten ähneln die Bräuche den europäischen. In El Salvador gibt’s ein Riesen-Feuerwerk, in Guatemala wird mit der ganzen Familie um einen Hut (“Purtina”) getanzt, in Mexiko finden Prozessionen statt.
In Indien ist der “bada din” (“der grosse Tag”) ein offizieller Feiertag. Weihnachten auf indisch heisst “Santa Claus” – das Fest ist mit jenem in den USA zu vergleichen. Grossartig ist, dass sich auch Hindus an den christlichen Gepflogenheiten wie Krippenspiele etc. beteiligen. Die Weihnachtsfeiern gehen schliesslich nahtlos in die Neujahrsfeiern über.
Auf dem afrikanischen Kontinent wird Weihnachten grossteils nicht gefeiert. Nur dort, wo Christen leben, wird an die Geburt Jesu erinnert. In Ägypten etwa, bei den koptischen Christen, wird am 7. Januar nach der Mitternachtsmesse ein grosses Essen veranstaltet. Gereicht wird Fisch (“Bouri”), ein Gebäck (“Zalabya”) und mit Kreuzen versehene Kekse (“Kahk”). Mit dem 08. Januar beginnt dann eine Fastenzeit, die über vierzehn Tage andauert. Der 07. Januar ist in Ägypten (noch) ein gesetzlicher Feiertag.
In Australien und Neuseeland wird ähnlich wie in Grossbritannien bzw. in den USA gefeiert. Zusätzlich finden in allen Städten grosse Paraden statt. Der Schlitten des Weihnachtsmannes wird von weissen Känguruhs gezogen, das Weihnachtsessen findet in Form von Barbecues oder Picknicks am Strand statt, während Santa Claus auf dem Surfbrett sein Können demonstriert. Gegessen werden übrigens Truthahn und Plumpudding. Seit 1938 finden sich zu Heiligabend auch Menschen zusammen, die gemeinsam zum Kerzenlicht Weihnachtslieder singen (“Carols by Candlelight”).
Sie sehen also, werte Leser, gefeiert wird überall. Zumeist auch im Kern gleich. Doch denke ich, dass es schade um das Fest selbst ist, wenn dies immer mehr kommerzialisiert wird. Wochenlang auf der Suche nach dem richtigen Geschenk, Stress mit dem Backwerk und Streiterei mit der Verwandten. Würde so manche Familie aus den unterschiedlichen Traditionen und alten Brauchtümern Anleihen für Weihnachten ziehen, käme auch unsereins wieder davon ab, nach der Bescherung die Joysticks der Playstation nicht mehr aus der Hand zu geben, abwesend in das Galaxy einzutippen oder mit dem neuen I-Pad die ohnedies schon bekannte Welt des WWWs stundenlang zu bereisen!

Mit diesen Worten möchte ich Ihnen allen ein gesegnetes und frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes Jahr 2014 wünschen! Vielen Dank für Ihre Treue! Den nächsten Blog gibt’s am 03. Januar 2014!

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Das stille Leiden

Den meisten Menschen ist inzwischen die Bedeutung von Haustieren bewusst. Man übernimmt Verantwortung für etwas Lebendes, das nicht zur Seite gelegt werden sollte, wenn damit spielen zu langweilig wird. Zudem kann ein solches Tier zum besten Freund werden, egal ob jung und naiv oder alt und gebrechlich! Auch kranken Menschen helfen Haustiere immer wieder, gesund zu werden oder zumindest mit der Krankheit leben zu können. Deshalb haben sehr viele Haushalte tierische Mitbewohner – auch wenn sie diese gar nicht verdienen.
Das zumindest in Deutschland beliebteste dieser Haustiere ist das Kaninchen. Schätzungen gehen von rund 2,5 Mio dieser niedlichen Tierchen aus, die auch – so habe ich es mir sagen lassen – recht gut schmecken sollen – aber nicht wirklich meinen lukullischen Vorstellungen entsprechen. Kein Wunder, muss es doch nicht ständig Gassi geführt werden – einmal pro Tag Gehege ausmisten genügt – und sorgt es nicht für schlaflose Nächte, da es sich die notwendige Bewegung im Hamsterrad holt. Ach ja – und Lärm machen sie zudem keinen, sodass auch mit dem Nachbarn gut Kirschen essen ist. Nach Schätzungen geht die Domestikation der Kaninchen auf 300 v.Chr. zurück. Hierzulande wurden die Tiere vornehmlich in Klöstern, aber selbstverständlich auch auf Bauernhöfen gehalten. Sie dienten hauptsächlich der Ernährung. Heute ist die Kaninchenhaltung, v.a. aber die Zucht in den meisten Fällen ein Hobby. In etwa 88 Rassen können in unseren Breitengraden unterschieden werden.
Doch gerade eine ganz spezielle Kaninchenrasse hat es auch in die “Massentier-Produktion” geschafft und muss dort unheimliche Leiden auf sich nehmen: Das Angora-Kanninchen! Wann dieser Leidensweg begann, ist nahezu unbekannt. Erstmals schriftliche Erwähnung findet das Angora-Kaninchen 1708 in dem Lehrbuch “The whole art of husbandry” des Briten Mortimer. Mit dem “White Shock Turkey Rabbet” beschreibt er eine neue Züchtung aus der Region Ankara in der heutigen Türkei, das langes, weisses Haar besitzt. Danach beginnt die Züchtung des “Seidenkaninchens” auf den britischen Inseln. 1770 startet die erste Angorafaserverwertung in Deutschland. Hergestellt werden Strickwaren, Tücher und Hüte. Die Angora-Faser ist eine der leichtesten, feinsten und funktionellsten Fasern, weshalb die daraus hergestellten Produkte auch lange Zeit sehr begehrt waren. Der Wollertrag eines einzigen Kanninchens konnte aufgrund der Züchtungen auf rund 1 bis 1,5 kg Rohwolle pro Jahr gesteigert werden – dies entspricht dem 7-8-fachen Ertrag im Vergleich zum Schaf. Heutzutage allerdings spielt die Angora-Kaninchen-Zucht zur Wollherstellung zumindest in Deutschland keine Rolle mehr. Der grösste europäische Produzent ist mit rund 4 Tonnen pro Jahr Frankreich – im Vergleich zu China jedoch ein kleines Licht. Von hier stammen cirka 90 % der Angora-Wolle weltweit.
Es gibt drei Arten, wie die wertvollen Angora-Haare “gewonnen” werden können.
1.) Der natürliche Haarwechsel
Dieser beginnt zwischen dem 90. und 120. Tag. Hierbei verliert das Tier selbst die Haare und wechselt sozusagen den Pelz. In Frankreich werden durch Kämmen oder Epilieren mittels eines sägezahnartigen Messers mit runder Klinge das Haarkleid oder bereits lockere Haare entfernt. Diese Haare sind lange Haare, da auch die Haarwurzel anhängt. Die Prozedur wird nach rund 100 Tagen wiederholt. Der Textilindustrie aber dauert das meist zu lange!
2.) Die Schur
Durch die Schere bzw. der Haarschneidemaschine werden rund 90 % der Angorahaare gewonnen – es handelt sich dabei um den feinen Typ von Haaren. Auch wenn hierbei die Tiere immer wieder verwundet werden, da der Scherer nach Anzahl der Schuren bezahlt wird, ist auch diese Methode noch halbwegs human im Vergleich zur letzten “Produktionsmöglichkeit”. Der Schurrhythmus beläuft sich in Europa auf 3 Monate, in China im Sommer auf 50 bis 60, im Winter auf 70 bis 80 Tage. Die Klingen sind an der Spitze abgerundet, damit sie nicht näher als 3 mm an die Haut des Tieres kommen können. Dies wurde jedoch weniger zum Wohl der Tiere eingerichtet, sondern vielmehr dafür, damit die Haare nicht blutig werden.

3.) Das Rupfen
Wie bei den Gänsen oder Enten auch, wird hierbei der natürliche Kreislauf nicht eingehalten. Die Tiere werden auf Streckbänke geschnallt und die Haarbüschel mitsamt der Haarwurzeln mit voller Gewalt herausgerissen. Dadurch entsteht das sog. “Spiky Angora”, lange und grobe Haare, die v.a. in Asien sehr begehrt sind – nach Europa kommen solche Haare eher selten. Das Rupfen wird bis zu achtmal im Jahr durchgeführt. Dabei wird das Büschel Haare zwischen Daumen und Zeigefinger eingeklemmt und mit einem Ruck herausgezogen. Die ansonsten stillen Tiere schreien vor Schmerz.

Die Tierrechtsorganisation PeTA hat vor kurzem mit einem Schockvideo aufhorchen lassen:

Seit der Veröffentlichung konnten grosse Erfolge verzeichnet werden. Neben Marco Polo, H&M und C&A verzichten inzwischen auch andere Modekonzerne auf Produkte aus Angora, wobei allerdings die bereits angekaufte Ware noch verkauft wird. So meint etwa Stockholm in einer Presseaussendung: “H&M akzeptiert nicht, dass Tiere schlecht behandelt werden!” und kündigt weitere Kontrollen an. Ich denke, damit wird ein gutes Zeichen gesetzt und die Lieferanten und Produzenten dieses mehr als blutigen Treibens abgestraft. Jedoch hatten vor dem schwedischen Konzern bereits dessen Konkurrenten Gina Tricot, Lindex und MQ ihren Verzicht auf Angora-Produkte ausgesprochen (fühlte sich H&M unter Zugzwang oder meint es der Konzern ehrlich?)! Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels bittet allerdings um Verständnis. So betonte dessen Sprecher, Axel Augustin, gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass es heute für den Einzelhändler mehr als schwierig sei, solche Aktionen zu unterstützen, wissen doch die meisten gar nicht mehr Bescheid über die Ausgangsmaterialien der von ihnen verkauften Bekleidung. Zudem sei jene Angora-Wolle, die in Deutschland erzeugt wird, auf schonende Weise produziert worden, denn “Pfleglich behandelte Tiere geben eine qualitätvolle Wolle ab!”, so der Textilverband in einer Aussendung. Doch – wieviel der Angora-Wolle kommt auch tatsächlich aus Deutschland???
Wir Konsumenten haben die Macht. So lange solche Produkte gekauft werden, so lange werden dadurch Tiere in der Produktion gequält und ausgebeutet. Deshalb mein Appell an Sie: Schauen Sie bitte – gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit – auf das Ettikett des Bekleidungsstücks und sorgen Sie dafür, dass derartige blutige Produkte zum Ladenhüter werden. Dann wird auch diese unmenschliche Produktion aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt!

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Bitte um Verzeihung, dass der aktuelle Blog erst heute erscheint! Hatte eine Fremdspannung auf meiner Leitung! Ähm – na ja – heisst offenbar so, wenn etwas mit dem Datenhighway nicht stimmt und sich evt. zwei User zu nahe gekommen sind!!!

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Wir machen das für Sie…

… ha – schön wär’s! Nicht nur Politiker sind gern gesehene Gäste bei der Beichte. Auch so mancher Versicherer sollte öfter mal das “Tuet Busse-Kämmerlein” aufsuchen. Denn es gibt Sachen, die glaubt einem keiner!
So etwa auch dieser Fall, der mir vor kurzem durch einen eifrigen Leser des Blogs zugetragen wurde. Bertold aus Salzburg (Name und Ort geändert!) verlor vor zwei Jahren seinen Vater. Dieser lebte in Deutschland und vermachte Bertold das Wohnhaus. Der Neo-Salzburger aber wollte die Mozartstadt nicht verlassen, da er sich bei den Nockerln heimischer fühlte als beim Blindhuhn. Also wollte er das Haus erstmal so stehen lassen, bis er sich um den restlichen Nachlass seines Vaters gekümmert hatte. Doch dabei wurde ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht. Denn offenbar hat es sich bei den Versicherungen in Deutschland und Österreich noch nicht wirklich herumgesprochen, dass durch den EU-Beitritt des Alpenstaates im Jahre 1998 ein vereintes Europa in greifbare Nähe gerückt sein sollte.
In Deutschland ist die Gebäudeversicherung im Bürgerlichen Gesetzbuch, dem Handelsgesetzbuch und dem Versicherungsvertragsgesetz niedergeschrieben. Es gibt diese entweder ebenfalls wie in Österreich als Bündelversicherung oder als Einzelversicherungen, wobei eine komplette Gebäudeversicherung als Bündel nicht wirklich vorgeschrieben ist. Ende 2012 gab es in Deutschland nicht weniger als 19,2 Mio Gebäudeversicherungspolizzen – davon teilten die grossen zehn rund 72 % unter sich auf. Ist keine Bündelversicherung erwünscht (da diese Versicherung ja freiwillig ist), wird bei Bedarf die Feuerversicherung eigens bezahlt, ebenso wie Wasser bzw. Sturm. In unserem Falle kündigte die Versicherung Helvetia urplötzlich den Versicherungsvertrag, als bekannt wurde, dass das Haus leer stand:

“Unbewohnte Gebäude können wir in großen Ausnahmefällen, vielleicht mal für 2-3 Monate versichern, wenn der Versicherungsnehmer weitere Verträge bei der Helvetia besitzt.
Ein einzelenes unbewohntes Gebäude für 1 Jahr, ohne weiters Ausgleichsgeschäft, können wir jedoch nicht versichern.”

(Unverändertes Zitat aus der Mail der Helvetia)

Verzeihen Sie bitte, meine Damen und Herren: Aber auch in einem bewohnten Haus könnte sich ein Dachziegel lösen und den Briefträger treffen oder der Sturm ein Fenster eindrücken. Von einem neuen, höheren Angebot liessen sich die Damen und Herren nicht überzeugen. Die Feuerversicherung indes zeigte unternehmerisches Denken und reagierte mit einem 100 %-igen Aufschlag (obwohl die Heizung nicht in Betrieb und auch keine Elektrogeräte angeschlossen gewesen wären, die einen Brand hätten auslösen können). Was soll’s dachte sich alsdann Bertold und holte zum Rundumschlag nach dem Giesskannenprinzip aus. Er schrieb nicht weniger als 32 deutsche Versicherungsanstalten an. Dazu kamen noch 24 österreichische Unternehmen. Es zeigte sich, dass sehr viele über Tochter- oder Schwestergesellschaften auch im jeweils anderen Land am Versicherungsmarkt aktiv sind. Doch erneut wurde Bertold in seiner Gutgläubigkeit enttäuscht. Die deutschen Unternehmen lehnten eine Versicherung ab, da der Gebäudeinhaber nicht in Deutschland lebte, die österreichischen da das Risikoobjekt in Deutschland stand.
Betrachten wir uns nun diesen Dschungel anhand der bestehenden Gesetzeslage und der Allgemeinen Wohngebäude-Versicherungsbedingungen (VGB 2010) etwas genauer.
Die Gebäudeversicherung schützt die im Vertrag bezeichneten Gebäude, Nebengebäude und Garagen gegen Feuer, Wasserrohrbruch, Sturm und Hagel – nicht jedoch den Gebäudeinhalt (ausser es handelt sich um eine Einbauküche). Dieser muss über die Hausratsversicherung abgedeckt werden. Alle Ereignisse können auch eigens versichert werden sowie andere Elementarereignisse wie Überspannung, Hochwasser etc. hinzugenommen werden (erweiterte bzw. kombinierte Elementarschadensversicherung). Photovoltaik-Anlagen sind in den meisten Fällen nicht versichert – hierfür gibt es eigene Verträge. Solche Gebäude-Versicherungen sind häufig bei Krediten über Bankinstitute erforderlich, damit das Darlehen gesichert werden kann. So kommt in deutschen Landen jeder zweite Vertrag mit einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen zustande. Gebäudeversicherungen werden zumeist an die Wertentwicklung des Gebäudes angepasst. Dies versteht der Experte auch unter “Zeitwert”. Die Versicherung bezahlt den Neuwert nur dann, wenn nachweislich ein Wiederaufbau getätigt wurde. In den meisten schweizerischen Kantonen ist eine solche Versicherung obligatorisch – hier bestehen zudem kantonale Gebäudeversicherungsmonopole. In Deutschland hingegen kann frei gewählt werden. In die Risiko-Beurteilung fliesst neben der Bauart (Blockbohlenhäuser sind teurer als Massivhäuser, da feuergefährlich), die Art der Dachung und die spätere Nutzung des Baus (privat oder gewerblich) zudem noch die Tatsache, ob das Gebäude in einer Risikozone (Lawinenstrich, Überschwemmungsgebiet,…) errichtet wurde. Der Versicherungwert beziffert dann jenen Betrag, der vertraglich vereinbart wurde, sich vielleicht durch regionale Baukostenindexes erhöht hat und für die Wiederherstellung des versicherten Hauses aufzuwenden ist (abzüglich des Minderwertes zwischen alt und neu). In der Schweiz werden hierfür einerseits der “Brandlager-” (Zeitwert) andererseits der “Katasterwert” (Besteuerung) herangezogen. Doch möchte ich gar nicht zu sehr in die Materie eintauchen.
Hier die markantesten Eckpunkte, die beachtet werden sollten:
- Feuerversicherung
Versichert sind nur Schäden, die durch eine erkennbare offene Flamme angerichtet wurden. Somit könnten Kamin- oder Kabelbrände zum Knackpunkt werden. Und Vorsicht: Sind keine Rauchmelder installiert, kann die Versicherung von grossen Teilen der Zahlung zurücktreten (seit 2012 in Deutschland).
- Leitungswasserschaden
Dabei werden sehr genau die innen- und aussenseitigen Zu- und Ableitungsrohre unterschieden. Knackpunkt könnten Rohre ausserhalb des Gebäudes werden, wenn sie einen Frostschaden erleiden. Sehr nett ist übrigens die Definition des Leitungswasserschadens: “Leitungswasser ist Wasser, das aus bestimmten Quellen bestimmungswidrig ausgetreten ist.” Überflutungen aufgrund über die Ufer getretener Bäche und Flüsse sind in den meisten Fällen nicht abgedeckt – auch nicht in Hausratsversicherungen. Hierfür und gegen Unwetterschäden ist der Abschluss einer eigenen Elementarversicherung vonnöten.
- Sturmversicherung
In der Meteorologie wird erst dann von einem Sturm gesprochen, wenn dieser die Windstärke von 9 erreicht hat. In der Sturmversicherung hingegen bereits bei Windstärke 8 (ab 63 km/h). Doch auch hier kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen, dienen alsdann die Aufzeichnungen der umliegenden Wetterstationen als Nachweis. Hierzulande etwa ist die nächste Wetterstation rund 15 Kilometer entfernt. Soll heissen, wenn es an einem Standort zu sturmartigen Böen kommt, kann es an dieser Wetterstation noch nahezu windstill sein. Ansonsten werden auch Schäden in der Nachbarschaft als Vergleich mit einbezogen.
- Hagelschaden
Hier gilt gleiches wie bei der Sturmversicherung, was aufgrund der immer stärker werdenden Häufigkeit der Ereignisse und der immer grösser werdenden Korngrösse für immer mehr Kopfzerbrechen bei den Versicherern und v.a. Rückversicherern sorgt.

Sodele – und damit zurück zu diesem Fall in Münster. Viele Versicherungsanstalten fanden es gar nicht wert, sich auf die Angebotsanfrage zu melden – hier die Stummen; jene Anstalten, die zu keiner Stellungnahme zu bewegen waren:

Deutschland:

- Alte Leipziger-Hallesche
- Central
- DKV
- Europa
- Generali
- Gothaer
- Grundeigentümer-Versicherung VVaG
- Hannover Rück
- LVM
- Nürnberger
- Sparkassen-Versicherung
- Talanx
- UKV
- Versicherungskammer Bayern
- Volksfürsorge

Österreich:
- Generali
- HDI
- Interrisk Versicherungen
- Kärntner Landesversicherung
- Oberösterreichische Versicherung
- ÖBV
- Raiffeisen-Versicherungen
- Union
- VHV
- Vienna Insurance Group

Bei den österreichischen Anstalten lehnten sehr viele einen Versicherungsschutz ab, da der Risiko-Standort ausserhalb der Alpenrepublik stand. Hier die Auflistung:
- CK-Versicherung
- Ergo
- Grazer Wechselseitige
- Hypo Alpe Adria
- Merkur
- Muki
- Nürnberger
- Postversicherung
- Tiroler
- Uniqa
- VAV
- Vorarlberger Landesversicherung
- Wiener Städtische
- Zürich

Die deutschen Unternehmen lehnten ab, da der Versicherungsnehmer im benachbarten Österreich wohnt:
- Asstel
- Continentale
- Cosmos direkt
- DBV Winterthur
- HUK Coburg
- Provinzial Nord-West
- R+V
- Signal Iduna
- VGH
- WGV
- Zürich

Manche Anstalten haben solche Gebäudeversicherungen jedoch auch nicht in ihrem Portfolio:
- Gen Re

Hier nun jene Versicherer, die ein Angebot stellten:
- Debekka
- Der Deutsche Ring
- Deutsche Allianz
- Die Württembergische

Schlussendlich erhielt die Debekka den Zuschlag!

Offen und ehrlich? Ich empfinde es als riesengrossen Skandal! Da wird immer wieder vom Vereinten Europa gesprochen, die Versicherungsanstalten engagieren sich im Ausland, verfügen über Schwester-Unternehmen auch in Österreich und dann ist es nahezu unmöglich, eine freiwillige Versicherung abzuschliessen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass – wie in diesem Falle – der Versicherungsnehmer über Jahre hinweg Kunde war – auch sein Sohn Bertold – und nun eine Weiterführung oder eine Neuausfertigung nur mit einer zusätzlichen, anderen Versicherung machbar ist! Passierte auch mir einmal, als ich in jungen Jahren ein Mofa bei der damaligen Bundesländer-Versicherung in Österreich anmelden wollte. Da wurde mir beinhart geantwortet, dass dies nur im Zusammenhang mit einer anderen Versicherung möglich wäre. Also musste ich eine Sport-Unfall-Versicherung zusätzlich abschliessen. Pech für das Unternehmen: Wenige Monate später hatte ich einen studienbedingten Bänderriss, sodass das Unternehmen erst recht zur Kasse gebeten wurde.
PS: Zuguterletzt noch ein heisser Tipp, der über Sein und Nicht-Sein entscheiden kann. Dokumentieren Sie alles ganz genau. Hierzu gehört eine Auflistung der beschädigten Gegenstände, Fotos und nicht zuletzt die Versendung der Schadensmeldung mittels Einschreiben mit Rückschein. Auch sollte – wenn möglich – mit den Aufräumungsarbeiten gewartet werden, bis ein Gutachter den Schaden besichtigt hat. Und – was nicht durch die Versicherung abgedeckt ist, kann als “Aussergewöhnliche Belastung” für Reperatur oder Wiederbeschaffung in der nächsten Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden – zumindest ein Teil davon.
PPS: Werte Versicherer, sollten sich hier Fehler eingeschlichen haben und Sie sich in einer falschen Kategorie wiederfinden, bitte ich um eine kurze Mail an die im Impressum angegebene Adresse. Der Einspruch wird überprüft, mit den vorhandenen Originalmails verglichen und wenn tatsächlich gerechtfertigt selbstverständlich korrigiert!

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