Archive for Dezember, 2013

Das stille Leiden

Den meisten Menschen ist inzwischen die Bedeutung von Haustieren bewusst. Man übernimmt Verantwortung für etwas Lebendes, das nicht zur Seite gelegt werden sollte, wenn damit spielen zu langweilig wird. Zudem kann ein solches Tier zum besten Freund werden, egal ob jung und naiv oder alt und gebrechlich! Auch kranken Menschen helfen Haustiere immer wieder, gesund zu werden oder zumindest mit der Krankheit leben zu können. Deshalb haben sehr viele Haushalte tierische Mitbewohner – auch wenn sie diese gar nicht verdienen.
Das zumindest in Deutschland beliebteste dieser Haustiere ist das Kaninchen. Schätzungen gehen von rund 2,5 Mio dieser niedlichen Tierchen aus, die auch – so habe ich es mir sagen lassen – recht gut schmecken sollen – aber nicht wirklich meinen lukullischen Vorstellungen entsprechen. Kein Wunder, muss es doch nicht ständig Gassi geführt werden – einmal pro Tag Gehege ausmisten genügt – und sorgt es nicht für schlaflose Nächte, da es sich die notwendige Bewegung im Hamsterrad holt. Ach ja – und Lärm machen sie zudem keinen, sodass auch mit dem Nachbarn gut Kirschen essen ist. Nach Schätzungen geht die Domestikation der Kaninchen auf 300 v.Chr. zurück. Hierzulande wurden die Tiere vornehmlich in Klöstern, aber selbstverständlich auch auf Bauernhöfen gehalten. Sie dienten hauptsächlich der Ernährung. Heute ist die Kaninchenhaltung, v.a. aber die Zucht in den meisten Fällen ein Hobby. In etwa 88 Rassen können in unseren Breitengraden unterschieden werden.
Doch gerade eine ganz spezielle Kaninchenrasse hat es auch in die “Massentier-Produktion” geschafft und muss dort unheimliche Leiden auf sich nehmen: Das Angora-Kanninchen! Wann dieser Leidensweg begann, ist nahezu unbekannt. Erstmals schriftliche Erwähnung findet das Angora-Kaninchen 1708 in dem Lehrbuch “The whole art of husbandry” des Briten Mortimer. Mit dem “White Shock Turkey Rabbet” beschreibt er eine neue Züchtung aus der Region Ankara in der heutigen Türkei, das langes, weisses Haar besitzt. Danach beginnt die Züchtung des “Seidenkaninchens” auf den britischen Inseln. 1770 startet die erste Angorafaserverwertung in Deutschland. Hergestellt werden Strickwaren, Tücher und Hüte. Die Angora-Faser ist eine der leichtesten, feinsten und funktionellsten Fasern, weshalb die daraus hergestellten Produkte auch lange Zeit sehr begehrt waren. Der Wollertrag eines einzigen Kanninchens konnte aufgrund der Züchtungen auf rund 1 bis 1,5 kg Rohwolle pro Jahr gesteigert werden – dies entspricht dem 7-8-fachen Ertrag im Vergleich zum Schaf. Heutzutage allerdings spielt die Angora-Kaninchen-Zucht zur Wollherstellung zumindest in Deutschland keine Rolle mehr. Der grösste europäische Produzent ist mit rund 4 Tonnen pro Jahr Frankreich – im Vergleich zu China jedoch ein kleines Licht. Von hier stammen cirka 90 % der Angora-Wolle weltweit.
Es gibt drei Arten, wie die wertvollen Angora-Haare “gewonnen” werden können.
1.) Der natürliche Haarwechsel
Dieser beginnt zwischen dem 90. und 120. Tag. Hierbei verliert das Tier selbst die Haare und wechselt sozusagen den Pelz. In Frankreich werden durch Kämmen oder Epilieren mittels eines sägezahnartigen Messers mit runder Klinge das Haarkleid oder bereits lockere Haare entfernt. Diese Haare sind lange Haare, da auch die Haarwurzel anhängt. Die Prozedur wird nach rund 100 Tagen wiederholt. Der Textilindustrie aber dauert das meist zu lange!
2.) Die Schur
Durch die Schere bzw. der Haarschneidemaschine werden rund 90 % der Angorahaare gewonnen – es handelt sich dabei um den feinen Typ von Haaren. Auch wenn hierbei die Tiere immer wieder verwundet werden, da der Scherer nach Anzahl der Schuren bezahlt wird, ist auch diese Methode noch halbwegs human im Vergleich zur letzten “Produktionsmöglichkeit”. Der Schurrhythmus beläuft sich in Europa auf 3 Monate, in China im Sommer auf 50 bis 60, im Winter auf 70 bis 80 Tage. Die Klingen sind an der Spitze abgerundet, damit sie nicht näher als 3 mm an die Haut des Tieres kommen können. Dies wurde jedoch weniger zum Wohl der Tiere eingerichtet, sondern vielmehr dafür, damit die Haare nicht blutig werden.

3.) Das Rupfen
Wie bei den Gänsen oder Enten auch, wird hierbei der natürliche Kreislauf nicht eingehalten. Die Tiere werden auf Streckbänke geschnallt und die Haarbüschel mitsamt der Haarwurzeln mit voller Gewalt herausgerissen. Dadurch entsteht das sog. “Spiky Angora”, lange und grobe Haare, die v.a. in Asien sehr begehrt sind – nach Europa kommen solche Haare eher selten. Das Rupfen wird bis zu achtmal im Jahr durchgeführt. Dabei wird das Büschel Haare zwischen Daumen und Zeigefinger eingeklemmt und mit einem Ruck herausgezogen. Die ansonsten stillen Tiere schreien vor Schmerz.

Die Tierrechtsorganisation PeTA hat vor kurzem mit einem Schockvideo aufhorchen lassen:

Seit der Veröffentlichung konnten grosse Erfolge verzeichnet werden. Neben Marco Polo, H&M und C&A verzichten inzwischen auch andere Modekonzerne auf Produkte aus Angora, wobei allerdings die bereits angekaufte Ware noch verkauft wird. So meint etwa Stockholm in einer Presseaussendung: “H&M akzeptiert nicht, dass Tiere schlecht behandelt werden!” und kündigt weitere Kontrollen an. Ich denke, damit wird ein gutes Zeichen gesetzt und die Lieferanten und Produzenten dieses mehr als blutigen Treibens abgestraft. Jedoch hatten vor dem schwedischen Konzern bereits dessen Konkurrenten Gina Tricot, Lindex und MQ ihren Verzicht auf Angora-Produkte ausgesprochen (fühlte sich H&M unter Zugzwang oder meint es der Konzern ehrlich?)! Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels bittet allerdings um Verständnis. So betonte dessen Sprecher, Axel Augustin, gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass es heute für den Einzelhändler mehr als schwierig sei, solche Aktionen zu unterstützen, wissen doch die meisten gar nicht mehr Bescheid über die Ausgangsmaterialien der von ihnen verkauften Bekleidung. Zudem sei jene Angora-Wolle, die in Deutschland erzeugt wird, auf schonende Weise produziert worden, denn “Pfleglich behandelte Tiere geben eine qualitätvolle Wolle ab!”, so der Textilverband in einer Aussendung. Doch – wieviel der Angora-Wolle kommt auch tatsächlich aus Deutschland???
Wir Konsumenten haben die Macht. So lange solche Produkte gekauft werden, so lange werden dadurch Tiere in der Produktion gequält und ausgebeutet. Deshalb mein Appell an Sie: Schauen Sie bitte – gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit – auf das Ettikett des Bekleidungsstücks und sorgen Sie dafür, dass derartige blutige Produkte zum Ladenhüter werden. Dann wird auch diese unmenschliche Produktion aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt!

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Bitte um Verzeihung, dass der aktuelle Blog erst heute erscheint! Hatte eine Fremdspannung auf meiner Leitung! Ähm – na ja – heisst offenbar so, wenn etwas mit dem Datenhighway nicht stimmt und sich evt. zwei User zu nahe gekommen sind!!!

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Wir machen das für Sie…

… ha – schön wär’s! Nicht nur Politiker sind gern gesehene Gäste bei der Beichte. Auch so mancher Versicherer sollte öfter mal das “Tuet Busse-Kämmerlein” aufsuchen. Denn es gibt Sachen, die glaubt einem keiner!
So etwa auch dieser Fall, der mir vor kurzem durch einen eifrigen Leser des Blogs zugetragen wurde. Bertold aus Salzburg (Name und Ort geändert!) verlor vor zwei Jahren seinen Vater. Dieser lebte in Deutschland und vermachte Bertold das Wohnhaus. Der Neo-Salzburger aber wollte die Mozartstadt nicht verlassen, da er sich bei den Nockerln heimischer fühlte als beim Blindhuhn. Also wollte er das Haus erstmal so stehen lassen, bis er sich um den restlichen Nachlass seines Vaters gekümmert hatte. Doch dabei wurde ihm ein Strich durch die Rechnung gemacht. Denn offenbar hat es sich bei den Versicherungen in Deutschland und Österreich noch nicht wirklich herumgesprochen, dass durch den EU-Beitritt des Alpenstaates im Jahre 1998 ein vereintes Europa in greifbare Nähe gerückt sein sollte.
In Deutschland ist die Gebäudeversicherung im Bürgerlichen Gesetzbuch, dem Handelsgesetzbuch und dem Versicherungsvertragsgesetz niedergeschrieben. Es gibt diese entweder ebenfalls wie in Österreich als Bündelversicherung oder als Einzelversicherungen, wobei eine komplette Gebäudeversicherung als Bündel nicht wirklich vorgeschrieben ist. Ende 2012 gab es in Deutschland nicht weniger als 19,2 Mio Gebäudeversicherungspolizzen – davon teilten die grossen zehn rund 72 % unter sich auf. Ist keine Bündelversicherung erwünscht (da diese Versicherung ja freiwillig ist), wird bei Bedarf die Feuerversicherung eigens bezahlt, ebenso wie Wasser bzw. Sturm. In unserem Falle kündigte die Versicherung Helvetia urplötzlich den Versicherungsvertrag, als bekannt wurde, dass das Haus leer stand:

“Unbewohnte Gebäude können wir in großen Ausnahmefällen, vielleicht mal für 2-3 Monate versichern, wenn der Versicherungsnehmer weitere Verträge bei der Helvetia besitzt.
Ein einzelenes unbewohntes Gebäude für 1 Jahr, ohne weiters Ausgleichsgeschäft, können wir jedoch nicht versichern.”

(Unverändertes Zitat aus der Mail der Helvetia)

Verzeihen Sie bitte, meine Damen und Herren: Aber auch in einem bewohnten Haus könnte sich ein Dachziegel lösen und den Briefträger treffen oder der Sturm ein Fenster eindrücken. Von einem neuen, höheren Angebot liessen sich die Damen und Herren nicht überzeugen. Die Feuerversicherung indes zeigte unternehmerisches Denken und reagierte mit einem 100 %-igen Aufschlag (obwohl die Heizung nicht in Betrieb und auch keine Elektrogeräte angeschlossen gewesen wären, die einen Brand hätten auslösen können). Was soll’s dachte sich alsdann Bertold und holte zum Rundumschlag nach dem Giesskannenprinzip aus. Er schrieb nicht weniger als 32 deutsche Versicherungsanstalten an. Dazu kamen noch 24 österreichische Unternehmen. Es zeigte sich, dass sehr viele über Tochter- oder Schwestergesellschaften auch im jeweils anderen Land am Versicherungsmarkt aktiv sind. Doch erneut wurde Bertold in seiner Gutgläubigkeit enttäuscht. Die deutschen Unternehmen lehnten eine Versicherung ab, da der Gebäudeinhaber nicht in Deutschland lebte, die österreichischen da das Risikoobjekt in Deutschland stand.
Betrachten wir uns nun diesen Dschungel anhand der bestehenden Gesetzeslage und der Allgemeinen Wohngebäude-Versicherungsbedingungen (VGB 2010) etwas genauer.
Die Gebäudeversicherung schützt die im Vertrag bezeichneten Gebäude, Nebengebäude und Garagen gegen Feuer, Wasserrohrbruch, Sturm und Hagel – nicht jedoch den Gebäudeinhalt (ausser es handelt sich um eine Einbauküche). Dieser muss über die Hausratsversicherung abgedeckt werden. Alle Ereignisse können auch eigens versichert werden sowie andere Elementarereignisse wie Überspannung, Hochwasser etc. hinzugenommen werden (erweiterte bzw. kombinierte Elementarschadensversicherung). Photovoltaik-Anlagen sind in den meisten Fällen nicht versichert – hierfür gibt es eigene Verträge. Solche Gebäude-Versicherungen sind häufig bei Krediten über Bankinstitute erforderlich, damit das Darlehen gesichert werden kann. So kommt in deutschen Landen jeder zweite Vertrag mit einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen zustande. Gebäudeversicherungen werden zumeist an die Wertentwicklung des Gebäudes angepasst. Dies versteht der Experte auch unter “Zeitwert”. Die Versicherung bezahlt den Neuwert nur dann, wenn nachweislich ein Wiederaufbau getätigt wurde. In den meisten schweizerischen Kantonen ist eine solche Versicherung obligatorisch – hier bestehen zudem kantonale Gebäudeversicherungsmonopole. In Deutschland hingegen kann frei gewählt werden. In die Risiko-Beurteilung fliesst neben der Bauart (Blockbohlenhäuser sind teurer als Massivhäuser, da feuergefährlich), die Art der Dachung und die spätere Nutzung des Baus (privat oder gewerblich) zudem noch die Tatsache, ob das Gebäude in einer Risikozone (Lawinenstrich, Überschwemmungsgebiet,…) errichtet wurde. Der Versicherungwert beziffert dann jenen Betrag, der vertraglich vereinbart wurde, sich vielleicht durch regionale Baukostenindexes erhöht hat und für die Wiederherstellung des versicherten Hauses aufzuwenden ist (abzüglich des Minderwertes zwischen alt und neu). In der Schweiz werden hierfür einerseits der “Brandlager-” (Zeitwert) andererseits der “Katasterwert” (Besteuerung) herangezogen. Doch möchte ich gar nicht zu sehr in die Materie eintauchen.
Hier die markantesten Eckpunkte, die beachtet werden sollten:
- Feuerversicherung
Versichert sind nur Schäden, die durch eine erkennbare offene Flamme angerichtet wurden. Somit könnten Kamin- oder Kabelbrände zum Knackpunkt werden. Und Vorsicht: Sind keine Rauchmelder installiert, kann die Versicherung von grossen Teilen der Zahlung zurücktreten (seit 2012 in Deutschland).
- Leitungswasserschaden
Dabei werden sehr genau die innen- und aussenseitigen Zu- und Ableitungsrohre unterschieden. Knackpunkt könnten Rohre ausserhalb des Gebäudes werden, wenn sie einen Frostschaden erleiden. Sehr nett ist übrigens die Definition des Leitungswasserschadens: “Leitungswasser ist Wasser, das aus bestimmten Quellen bestimmungswidrig ausgetreten ist.” Überflutungen aufgrund über die Ufer getretener Bäche und Flüsse sind in den meisten Fällen nicht abgedeckt – auch nicht in Hausratsversicherungen. Hierfür und gegen Unwetterschäden ist der Abschluss einer eigenen Elementarversicherung vonnöten.
- Sturmversicherung
In der Meteorologie wird erst dann von einem Sturm gesprochen, wenn dieser die Windstärke von 9 erreicht hat. In der Sturmversicherung hingegen bereits bei Windstärke 8 (ab 63 km/h). Doch auch hier kann es zu Meinungsverschiedenheiten kommen, dienen alsdann die Aufzeichnungen der umliegenden Wetterstationen als Nachweis. Hierzulande etwa ist die nächste Wetterstation rund 15 Kilometer entfernt. Soll heissen, wenn es an einem Standort zu sturmartigen Böen kommt, kann es an dieser Wetterstation noch nahezu windstill sein. Ansonsten werden auch Schäden in der Nachbarschaft als Vergleich mit einbezogen.
- Hagelschaden
Hier gilt gleiches wie bei der Sturmversicherung, was aufgrund der immer stärker werdenden Häufigkeit der Ereignisse und der immer grösser werdenden Korngrösse für immer mehr Kopfzerbrechen bei den Versicherern und v.a. Rückversicherern sorgt.

Sodele – und damit zurück zu diesem Fall in Münster. Viele Versicherungsanstalten fanden es gar nicht wert, sich auf die Angebotsanfrage zu melden – hier die Stummen; jene Anstalten, die zu keiner Stellungnahme zu bewegen waren:

Deutschland:

- Alte Leipziger-Hallesche
- Central
- DKV
- Europa
- Generali
- Gothaer
- Grundeigentümer-Versicherung VVaG
- Hannover Rück
- LVM
- Nürnberger
- Sparkassen-Versicherung
- Talanx
- UKV
- Versicherungskammer Bayern
- Volksfürsorge

Österreich:
- Generali
- HDI
- Interrisk Versicherungen
- Kärntner Landesversicherung
- Oberösterreichische Versicherung
- ÖBV
- Raiffeisen-Versicherungen
- Union
- VHV
- Vienna Insurance Group

Bei den österreichischen Anstalten lehnten sehr viele einen Versicherungsschutz ab, da der Risiko-Standort ausserhalb der Alpenrepublik stand. Hier die Auflistung:
- CK-Versicherung
- Ergo
- Grazer Wechselseitige
- Hypo Alpe Adria
- Merkur
- Muki
- Nürnberger
- Postversicherung
- Tiroler
- Uniqa
- VAV
- Vorarlberger Landesversicherung
- Wiener Städtische
- Zürich

Die deutschen Unternehmen lehnten ab, da der Versicherungsnehmer im benachbarten Österreich wohnt:
- Asstel
- Continentale
- Cosmos direkt
- DBV Winterthur
- HUK Coburg
- Provinzial Nord-West
- R+V
- Signal Iduna
- VGH
- WGV
- Zürich

Manche Anstalten haben solche Gebäudeversicherungen jedoch auch nicht in ihrem Portfolio:
- Gen Re

Hier nun jene Versicherer, die ein Angebot stellten:
- Debekka
- Der Deutsche Ring
- Deutsche Allianz
- Die Württembergische

Schlussendlich erhielt die Debekka den Zuschlag!

Offen und ehrlich? Ich empfinde es als riesengrossen Skandal! Da wird immer wieder vom Vereinten Europa gesprochen, die Versicherungsanstalten engagieren sich im Ausland, verfügen über Schwester-Unternehmen auch in Österreich und dann ist es nahezu unmöglich, eine freiwillige Versicherung abzuschliessen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass – wie in diesem Falle – der Versicherungsnehmer über Jahre hinweg Kunde war – auch sein Sohn Bertold – und nun eine Weiterführung oder eine Neuausfertigung nur mit einer zusätzlichen, anderen Versicherung machbar ist! Passierte auch mir einmal, als ich in jungen Jahren ein Mofa bei der damaligen Bundesländer-Versicherung in Österreich anmelden wollte. Da wurde mir beinhart geantwortet, dass dies nur im Zusammenhang mit einer anderen Versicherung möglich wäre. Also musste ich eine Sport-Unfall-Versicherung zusätzlich abschliessen. Pech für das Unternehmen: Wenige Monate später hatte ich einen studienbedingten Bänderriss, sodass das Unternehmen erst recht zur Kasse gebeten wurde.
PS: Zuguterletzt noch ein heisser Tipp, der über Sein und Nicht-Sein entscheiden kann. Dokumentieren Sie alles ganz genau. Hierzu gehört eine Auflistung der beschädigten Gegenstände, Fotos und nicht zuletzt die Versendung der Schadensmeldung mittels Einschreiben mit Rückschein. Auch sollte – wenn möglich – mit den Aufräumungsarbeiten gewartet werden, bis ein Gutachter den Schaden besichtigt hat. Und – was nicht durch die Versicherung abgedeckt ist, kann als “Aussergewöhnliche Belastung” für Reperatur oder Wiederbeschaffung in der nächsten Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden – zumindest ein Teil davon.
PPS: Werte Versicherer, sollten sich hier Fehler eingeschlichen haben und Sie sich in einer falschen Kategorie wiederfinden, bitte ich um eine kurze Mail an die im Impressum angegebene Adresse. Der Einspruch wird überprüft, mit den vorhandenen Originalmails verglichen und wenn tatsächlich gerechtfertigt selbstverständlich korrigiert!

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