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Deutschland vor dem Umbruch???

“Erst erodieren die Parteiensysteme – und später die Demokratien.”
(Markus Blume, CSU-Wahlkampfmanager)

Als ich damals in dem Haus in Fürstenfeldbruck die Treppe empor stieg, schaute mir mitten auf dem Treppen-Absatz Franz Josef Strauß entgegen. Jeder, der in den ersten Stock wollte, musste an diesem Bildnis des ehemaligen Ministerpräsidenten Bayerns vorbei. Einige Jahre später entdeckte ich mitten in einem Gasthaus im beschaulichen Sterzing/ Südtirol eine Franz Josef Strauß-Ecke. Offenbar hatte er hier mal Station gemacht – die Wirtsleute hatten seither alles über den “geheimen König Bayerns” gesammelt. Na ja – der am 3. Oktober 1988 in Regensburg verstorbene Politiker war nicht nur körperlich eine imposante Erscheinung – wenn auch nicht an seiner Körpergrösse gemessen.

“Helmut Schmidt und ich kennen uns sehr gut. Wenn er mich anredet ‘Alter Gauner’ und ich sage ‘Alter Lump’, so ist das durchaus eine von gegenseitiger Wertschätzung und realistischer Kennzeichnung getragene Formulierung.”

(Franz Josef Strauß)

FJS war nach den unterschiedlichsten Ministerfunktionen in der Bundes-regierung in Bonn von 1978 bis 1988 bayerischer Ministerpräsident. Als er 1980 als Kanzlerkandidat bei den Bundestagswahlen gegen Helmut Schmidt (SPD) scheiterte, munkelte man, daß ihn die Bayern schlichtweg nicht ziehen lassen wollten. Am 15. Oktober 1978 erzielte Strauß mit seinen Christsozialen bei den Landtagswahlen im Freistaat 59,14 % der abgegebenen Stimmen und damit die absolute Mehrheit. Nichts aussergewöhnliches – das beste Resultat erzielte allerdings mit 62,1 % vier Jahre zuvor 1974 Alfons Göppel bei seinem vierten und letzten Antritt. Die CSU war für Bayern DIE Volkspartei schlechthin, ohne ihr Zutun lief gar nichts im Freistaat. Das nahm jedoch 2008 mit dem Erstantritt von Horst Seehofer ein abruptes Ende: Mit 43,4 % stürzte die CSU erstmals unter die 50 % – nach einem zuvor ebenfalls sehr starken Edmund Stoiber. 2013 gab es alsdann gleichermaßen nur 47,7 %. Und am 14. Oktober wählt der Freistaat erneut. Folgt man den Umfragewerten, so wird es für die CSU ein Desaster. Ob die 38 % aus dem Jahr 1954 gehalten werden können, ist fraglich! Die September-Umfragewerte lagen alle darunter – zuletzt gar bei 33 %.
Deutschland steht vor einem gewaltigen politischen Umbruch. Nurmehr jeder Zweite kann sich nach einer Umfrage mit der Politik von Kanzlerin Angela Merkel identifizieren – der Wind, der der Kanzlerin auch in der eigenen Partei entgegenweht, ist beträchtlich. Das musste sie bitter zur Kenntnis nehmen, als ihr engster Vertrauter, der bisherige CDU/CSU-Fraktionschef im Bundestag, Volker Kauder, zugunsten Ralph Brinkhaus abgewählt wurde. Den Grund sehen die Parteikollegen wohl darin, dass es nach 13 Jahren Kauder neue Köpfe, neue Strategien und neue Gedanken bedarf. Hat die Union nun den Besen ausgepackt, um mal so richtig durchzukehren?
Deutschland war noch nie derart politikverdrossen wie in diesen Monaten nach den letzten Bundestagswahlen. Und das obwohl der Wirtschafts-motor nach wie vor auf Hochtouren läuft, obgleich er wegen der Trump’schen Wirtschaftspolitik etwas in’s Stocken geriet. Beginnend mit den gescheiterten Jamaica-Verhandlungen, über die Wiederaufnahme der GroKo und die ständigen partei- und regierungsinternen Querelen, bei welchen Horst Seehofer wohl ordentlich seinen mittelscharfen bayerischen Senf beigesteuert hat. Gewinner des Spektakels ist die Alternative für Deutschland (AfD), da viele wie damals vor der Wahl Donald Trumps in den USA die Schnauze ganz offensichtlich voll haben und die anderen Parteien dieses Straucheln des Unionsriesen nicht auszunutzen wissen. Dass jedoch die Menschen, die aus Protest rechts wählen, nichts aus den Ereignissen jenseits des grossen Teichs gelernt haben und damit einen gewaltigen Fehler machen würden – das ist wieder eine ganz andere Geschichte.
Fakt ist, daß die Bayernwahl am 14. Oktober und zwei Wochen später die Hessenwahl als richtungsweisend gelten. Die CSU mit ihrem derzeitigen Ministerpräsidenten Markus Söder hat es bereits vorgezeigt: Es wird eine 90 Grad-Rechtskurve werden. Nichts anderes ist für die Europawahlen im kommenden Mai zu erwarten. International kennt man dieses Gespenst schon des längeren: Konnten in Frankreich und den Niederlanden die Rechtspopulisten gerade noch abgewendet werden, so regieren in Polen und Ungarn, zuletzt auch Italien nicht mehr die Volksparteien im althergebrachten Sinne, sondern der Rechtsblock, der es verstanden hat, die Stimmen der unzufriedenen Protestwähler einzusammeln. Und dafür benötigte er nicht mal Superkräfte. Während ihre Parteien klar positioniert und strukturell streng organisiert sind, mangelt es den bisherigen Grossparteien am Nachwuchs. Kein Wunder: Sobald jemand da war, der den Obrigen gefährlich werden konnte, wurden er bzw. sie abgesägt. Anders als in den Reihen der Rechtsparteien, die sich von Grund auf intern keine zweite Meinung anhören wollen, wird bei den Parteien der Mitte heftigst hinter den Kulissen gestritten. In Italien beispielsweise gibt es die Mitte gar nicht mehr. Brinkhaus ist ein nahezu unbeschriebenes Blatt. Ich denke, es hätte ein kleiner Regionalab-geordneter aus Ostfriesland gegen Kauder kandidieren können: Er wäre gewählt worden! Die Erneuerung – ein Zeichen, das für viele jedoch zu spät kommt. Es war die Strategie der Union, zu reagieren, weniger zu agieren. Das sieht nun auch das Wählervolk so. Allerdings offenbar vergessend, dass es der deutschen Wirtschaft noch nie so gut ging, wie in diesen Tagen. Doch wird dies als naturgegeben angesehen. Auch wenn das Geld ungleich verteilt ist. Ferner sollte nicht unerwähnt bleiben, dass Frau Merkel auch alle Hände voll zu tun hatte, die EU zusamenzuhalten und als Puffer zwischen den USA und Russland den richtigen Ton zu finden.
Wer soll, wer kann ihr aber auf den Thron folgen? Wer hätte das Potential, all diese Themen unter einen Hut zu bringen? So kann sicherlich die Gegenkandidatur eines Jura-Studenten zur Parteispitze nicht wirklich ernst genommen werden. Interessant wird hingegen die Kandidatur des hessischen Unternehmers Andreas Ritzenhoff, der allerdings selbst erst seit Jahresbeginn CDU-Mitglied ist. Er würde damit allen eingesessenen Politikern der Partei vor den Kopf stossen. Der Parteitag im dezember birgt also einige Brisanz.
Vor diesem Malheur stand auch die Parteispitze von Bündnis 90/Die Grünen. Bei deren Urabstimmung vor der Bundestagswahl fielen die kompletten Spitzenfunktionäre durch den Rost. Später dann folgten die Sozialdemokraten, die durch all den parteiinternen Streitigkeiten die wirklich fähigen Köpfe verlor. Jetzt zeigt die Sozialdemokratie gar Auflösungserscheinungen. Die Wähler schwenken nun um zu jenen, die sich am Lautesten zu Wort melden, auch wenn sich deren einzige Kernkompetenzen auf die Migrationspolitik beziehen und sie zu all den anderen Themen nichts sagen können!

“Niemals hätte mein Vater die AfD gewählt. Er war ein Freund der klaren Worte, aber ein Gegner von Hetze!”

(Monika Hohlmeier, Tochter von Franz Josef Strauß)

In dieser Situation ist nun auch die CSU angelangt. Als unter Edmund Stoiber noch Wahlerfolge eingefahren werden konnten, kümmerte sich niemand wirklich um ein derartiges Problem. Es stellte sich erst unter Seehofer, der seinen einzigen Widersacher Markus Söder an der kurzen Leine hielt. Jetzt ist der ewige Kronprinz an der Macht, die jedoch auch er nicht richtig umzusetzen weiss. Und wie so häufig bei Landtagswahlen fällt ihm zudem die Bundespolitik auf den Kopf, die jedoch zu einem grossen Anteil auch von seinem Vorgänger im Amt geprägt wird.
In Bayern läuft alles auf einen Zweikampf hinaus. Die Grünen könnten erstmals ein historisches Ergebnis einfahren und ein schwergewichtiges Wort bei der Regierungsbildung mitreden. Beim Nachbarn Baden-Württemberg war es vornehmlich ein charismatischer Winfried Kretschmann, der die Fehltritte der CDU in Sachen EnBW und vor allem Stuttgart 21 perfekt zu nutzen wusste und inzwischen einen Riesenbatzen an Vertrauen auch bei den Stammwählern der anderen Parteien geniesst. Bayerns Grüne mit ihrem Spitzenkandidaten Ludwig Hartmann hingegen haben in einer von der Industrie und der Landwirtschaft bestimmten Region einen durchaus schweren Stand. Und dann ist da noch die AfD, die mit aller Macht in den Landtag einziehen will. Sie wird am meisten von der derzeitigen Stimmung in Deutschland zehren. Alle anderen Parteien sind abgeschlagen.
Der Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstitutes Dimap, Michael Kunert, bringt es wohl auf den Punkt:

“Doch weil es den meisten Menschen zurzeit gut geht, ist ihnen wirtschaftliche Kompetenz nicht so wichtig!”

Als die deutsche Wirtschaft noch ordentlich nach der Wirtschafts- und Finanzkrise durchgebeutelt wurde, erschien die Wirtschaftskompetenz als enorm wichtig – schliesslich ging es um die Jobs. Jetzt herrscht nahezu Vollbeschäftigung weshalb die Wähler für alle anderen Themen empfänglich sind: Bildung, Wohnen, Renten, soziale Gerechtigkeit und ja, auch die Migration. Wer hier den richtigen Satz findet, wird reichlich mit Wählerstimmen belohnt. Das hat selbstverständlich auch die CSU erkannt. So warnte etwa zuletzt CSU-Generalsekretär Markus Blume bei einer Regierungsbeteiligung der Grünen vor einem Bevormundungs- und Verbotsstaat und wählt als Beispiel dafür ausgerechnet Baden-Württemberg, das sich ja komplett konträr zu dieser Behauptung entwickelt hat. Dass jedoch Bayern das strengste CSU-Polizeigesetz Deutschlands hat, ist wohl ein Widerspruch in sich selbst. Die Freien Wähler könnten das Zünglein an der Waage sein – sie sind derzeit mit 17 Abgeordneten im Landtag vertreten. Fraktionschef Hubert Aiwanger hat der CSU bereits die Koalition angeboten. Einzig: Ob deren Ergebnis reichen wird, ist die grosse Frage. Die Freien Wähler zählen sich selbst zur politischen Mitte mit liberalen, sozialliberalen bzw. konservativen, aber auch ökologisch-alternativen Ansichten. Sollten sie und nicht die AfD die Protestwählerstimmen einsammeln, so könnte eine derartige Koalition funktionieren. Allerdings verkrämt man bereits in der CSU viele Wähler, da eine Koalition mit der AfD in’s Spiel gebracht wurde, wenn auch gleich wieder fallengelassen, nicht zuletzt aufgrund interner Kritik wie jener des Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff (CDU), der von “politischem Selbstmord” spricht. Eine Zusammenarbeit mit der SPD kann ausgeschlossen werden, da dort einerseits grosse Verluste erwartet werden und andererseits die Sozialdemokraten seit Jahrzehnten auf Landesebene keine gewichtige Rolle gespielt haben – trotz einiger gut positionierter Bürgermeister, wie auch in München.

“Ihnen geht es ausschließlich um das Macht-Erringen und das Macht-Ausüben, als reiner Selbstzweck!”
(Natascha Kohnen SPD zu Markus Söder)

Die CSU muss in eine Koalition – da führt kein Weg dran vorbei. Nach einer Umfrage des Hamburger Umfrageinstitutes GMS im Auftrag des TV-Senders SAT1 (Bayern) befürworten dies auch 66 % der 1004 befragten Personen. Die glorreichen Zeiten der Alleinregierung sind vorbei. Am wahrscheinlichsten ist ein Bündnis mit den Grünen – möglicherweise würden sie auch für frischen Wind in den verstaubten Reihen sorgen. Allerdings vollzog sich bei diesen derselbe Wechsel wie bei der 68er-Generation: Damals noch im Baumwollgewande und den Birkenstocks – heute Teil des Establishments. Dennoch dürfte es schwierige Verhandlungen geben, da in vielen Fragen keine Übereinstimmung herrscht. Es könnte aber der letzte Weg sein, die Situation doch noch zu retten und vielleicht künftig eine Politik für die Bürger zu machen, nicht gegen sie. Sollte das geschehen, so würde das Gespenst von rechts wohl wieder dorthin gebracht werden, wo es seinen Platz hat: Auf unter 10 %.

“Wer die Weiße Rose als Symbol missbraucht, handelt schäbig und unanständig!”
(Markus Söder CSU zu den Ereignissen in Chemnitz)

Dies würde dann sicherlich, wenn auch noch nicht für die Hessenwahl, so doch ein Zeichen für die Bundespolitik bedeuten.
Apropos – dasselbe Bild zeigt sich in Hessen, obgleich es bislang in diesem Bundesland eine stärkere SPD gab und die Machtverhältnisse ausgeglichener waren. Dort haben aktuell die CDU 38,3 %, die SPD 30,7 und die Grünen 11,1 %. Bislang regierte eine schwarz-grüne Koalition mit einer Mehrheit an Sitzen. Nach einer Umfrage im September wird die CDU zwischen 5-7 und die SPD 4-7 % verlieren. Die Grünen könnten um 1 bis 3 % dazugewinnen. Als grosser Sieger hingegen wird die AfD mit 10-15 % in den Landtag einziehen. Sollte das Bündnis 90/Die Grünen nicht mehr Stimmen dazugewinnen, wird es sich mit der Mehrheit einer entsprechenden Neuauflage der Koalition nicht mehr ausgehen. Einmal mehr müsste eine weitere Partei in ein Bündnis geholt werden – das könnte die FDP sein, womit erneut Jamaika-Verhandlungen anstehen könnten.
Auch in Hessen plagen den CDU-Ministerpräsidenten schwere Image-verluste, Volker Bouffler liegt bei nurmehr 28 %. Im Vergleich dazu schafft es der Spitzenkandidat der Grünen, Tarek Al-Wazir, auf eine Zustimmung von satten 58 %.

“Das ist eine Situation, die wir so noch selten hatten!”
(Tarek Al-Wazir, B90/Die Grünen)

Selten zuvor waren im Land an Rhein und Main die Zufriedenheitswerte mit der Landesregierung dermassen hoch. Allerdings ist nicht mit einem grünen Ministerpräsidenten in Wiesbaden zu rechnen, da sowohl die Christdemokraten als auch die Sozialdemokraten noch wesentlich besser dastehen dürften als etwa im benachbarten Baden-Württemberg. Nicht auszuschliessen ist eine GroKo: Die beiden Parteien sind nicht dermassen zerstritten wie die CSU und SPD in Bayern. Auch eine Rot-Rot-Grüne-Koalition wäre machbar, doch dürfte es hierbei wohl knapp mit der Mehrheit werden. Deshalb ist diese Variante sicherlich die Unwahrschein-lichste. Volker Bouffler ist seit 2010 Regierungschef. Auch sein Vorgänger Roland Koch wurde von den Christdemokraten gestellt. Dann folgten seit 1948 fast ausschliesslich SPD-Ministerpräsidenten wie Hans Eichel oder Holger Börner. Nur zwischen diesen beiden hatte sich von 1987 bis 1991 Walter Wallmann von der CDU reingeschummelt.
Obgleich in Hesssen kein derartiger Umbruch wie in Bayern zu erwarten ist, sollten sich die Verantwortlichen dennoch Gedanken darüber machen, weshalb die AfD mit einem solchen Ergebnis in den Landtag einziehen wird. Brachte es doch der Frankfurter Stadtverordnete der AfD, Horst Reschke (ein pensionierter Polizist), schon im Mai 2016 während der Debatte über den Nachtragshaushalt im Römer auf den Punkt:

“Es waren nicht wir von der AfD oder sonstige Nazis!”

Lesetipps:

.) Bayerische Geschichte. Staat und Volk, Kunst und Kultur; Benno Hubensteiner; Süddeutscher Verlag 2013
.) Total alles über Bayern / The Complete Bavaria; Martin Wittmann; Folio Verlag 2014
.) Bayerns Weg in die Gegenwart. Vom Stammesherzogtum zum Freistaat heute; Peter Claus Hartmann; Pustet 2004
.) Wirtschaftsgeschichte Bayerns, 19. und 20. Jahrhundert; Dirk Götschmann; Pustet 2010
.) Die Geschichte Hessens: Von den Neandertalern bis zur schwarz-grünen Koalition; Hans Sarkowicz/Heiner Boehncke; Verlagshaus Römerweg 2017

Links:

- www.bayern.de
- www.hessen.de
- wahlrecht.de
- www.bayern.landtag.de
- hessischer-landtag.de
- www.csu.de
- bayernspd.de
- www.gruene-bayern.de
- www.afdbayern.de
- www.stmwi.bayern.de
- www.hdbg.de
- www.cduhessen.de
- www.spd-hessen.de
- www.gruene-hessen.de
- www.afd-hessen.org
- www.infratest-dimap.de
- www.forsa.de

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Fussball und der Anfang vom Ende

Sie sind die Gladiatoren der Neuzeit, die Helden der Massen, die Millionäre auf dem grünen Rasen: Die Fussballstars! Lange Zeit galt Cristiano Ronaldo von Real Madrid als deren Hexenmeister, als Bester unter vielen, als teuerster Spielerkauf aller Zeiten. Nach dem Wechsel des portugiesischen Linksaussen zur Saison 2009/10 von Manchester United zu Real Madrid, war das Bernabéu-Stadion des weissen Balletts bereits bei der Präsentation und dem ersten öffentlichen Training bis auf den letzten Platz ausverkauft. Die meisten interessierten sich nicht mehr dafür, dass die Briten eine Ablöse von 94 Mio € bekamen, obgleich der Verein bereits hochverschuldet war. ManU übrigens bezahlte sechs Jahre zuvor gerade mal 19 Mio € an Sporting Lissabon für den Ballkünstler und inzwischen mehrfachen Weltfussballer des Jahres (im Vergleich dazu liegt der Marktwert des Österreichers David Alaba bei bereits 28 Mio!). Nach wie vor kommen noch viele Menschen, um Ronaldo bei der Arbeit zuzuschauen. Damit wurde wohl auch im Verein spekuliert: Das Geld dürfte aufgrund des grossen Interesses der Fans rasch wieder eingespielt werden.
Als dann zur Saison 2013/14 mit Gareth Bale erstmals die dreistellige Millionengrenze geknackt wurde, kam erste Kritik auf: Wohin soll das noch führen??? Der Rechtsaussen aus Wales wechselt für satte 101 Mio € von Tottenham ebenfalls zu Real. Tottenham zahlte gleichfalls sechs Jahre zuvor gerade mal 14,70 Mio an Southhampton. Doch wurde es noch besser. 2016/17 wechselte Paul Pogba für nicht weniger als 105 Mio € von Juventus Turin zu ManU in die Premier League nach England. Der Irrsinn: Manchester liess den zentralen Mittelfeldspieler aus Guinea nur vier Jahre zuvor ablösefrei nach Italien ziehen. Tja – und die derzeit laufende Saison 2017/18 stellte dann alles in den Schatten. Sind die 105 Mio €, die der CF Barcelona für Ousmane Dembélé an die Borussia aus Dortmund bezahlte vielleicht noch halbwegs vertretbar (nur ein Jahr zuvor kam der Linksaussen aus Mauretanien/Frankreich für 15 Mio € zum BVB), so hob der Wechsel Neymar da Silvas von Barcelona zu Paris St. Germain die Fussballwelt aus den Angeln. 222 Mio € – der bislang teuerste Wechsel eines einzelnen Spielers. Ob es der Linksaussen auch tatsächlich wert ist, darf bezweifelt werden. Klar ist der Brasilianer unumstritten einer der gegenwärtig wohl besten Ballkünstler. Barca hatte für ihn vier Jahre zuvor schon 88,2 Mio auf den Stammtisch im Vereinsheim des FC Santos in Brasilien geblättert, doch schlug das hier dem Fass wohl endgültig den Boden aus. Da machen sich die 47 Mio € des teuersten deutschen Spielers (Mesut Özil), die Arsenal an Real Madrid in der Saison 2013/14 bezahlte geradezu als Schnäppchen aus dem Wühltisch aus. Und die 27,9 Mio für Marko Arnautovic sowieso. Der Österreicher wechselte ebenfalls zu Beginn dieser Saison von Stoke zu West Ham. Wer wird wohl der nächste sein? Wer wird die Milliarde knacken? Geht Ronaldo wieder zurück in die Premiere League? Lionel Messi hat kürzlich erst verlängert, doch könnte bei einem möglichen Wechsel des Argentiniers noch mehr drinnen sein – derzeitige Ablösesumme: 120 Mio €! Der Argentinier kam übrigens ablösefrei zur Saison 2000/01 vom Club Atlético Newell’s Old Boys U19 zu Barcelona!
Es sind unvorstellbare Summen – und wohlgemerkt: Ablösesummen! Hinzu kommen die Jahresgehälter, die bei derartigen Kapazundern ebenfalls weit im zweistelligen Millionenbereich liegen, die Exklusiv-Werberechte etc. pp. Genau das wollte jedoch die UEFA verhindern: Im Bereich der Klubfussballfinanzen soll die Disziplin und Rationalität erhöht, der Druck auf Gehälter und Transfersummen gleichzeitig verringert werden. Zu finden ist dies in dem im September 2009 durch das UEFA-Exekutivkomitee einstimmig beschlossenen Financial Fairplay. Was würde es helfen, wenn Neymar nun für diese Summe gewechselt ist, der Verein aber ein Jahr später Zahlungsunfähigkeit anmelden muss. Somit darf ein europäischer Fussballverein nicht wiederholt mehr ausgeben, als er einnimmt. Durch dieses Übereinkommen konnten die Gesamtverluste der europäischen Klubs in der Höhe von 1,7 Milliarden Euro anno 2011 auf 286 Mio anno 2016 verringert werden. Das jedoch wurde im Falle Neymar insofern umgangen, als das Ablösegeld direkt durch die Besitzer des Vereins an Neymar selbst floss, der es weiterleitete an seinen damaligen Noch-Verein Barcelona. Damit war Paris St. Germain aus dem Schneider. Auch die FIFA mit ihrem Reglement war alsdann so milde gestimmt. Im Anhang 3 “Transferabgleichsystem” des Reglements wird bestimmt, dass alle Gelder für einen internationalen Transfer offengelegt und lückenlos zurückverfolgt werden müssen. Das wäre bei St. Germain sicherlich nicht möglich gewesen, hätte nicht der Eigentümer des Klubs, ein Scheich aus Katar, die komplette Summe durch seine Ölmillionen vorgestreckt. Dafür wird Neymar zum WM-Botschafter der Kataris. Schliesslich sind dies Gesamt-Belastungen in der Höhe von zumindest 600 Mio € für die nächsten fünf Jahre (inkl. Mehrwertsteuer, Spielergehalt und Handgeld für Neymar’s Vater/Manager – dies alleine in Höhe von 40 Mio). Das schafft kein Verein weltweit ohne Schwarzgeld – und genau das will die FIFA ausschliessen. Es reicht, wenn es deren Funktionäre einstreichen. Paris hatte trotz Neymars Vorgänger Zlatan Ibrahimovic (ablösefrei zur Saison 2016/17 zu ManU gewechselt) sportlich immer das Pech, spätestens im Viertelfinale der Champions League aus dem Bewerb auszuscheiden. Zuletzt gegen Neymars damaligen Verein Barca! Das soll jetzt mit dem Brasilianer besser werden – dann lachen auch die Euro-Millionen aus der CL wieder.
Damit wurden alsdann alle möglichen Vereinbarungen oder Regeln ausser Kraft gestellt. Russische Öligarchen reiben sich ebenso die Hände wie ihre Kollegen aus den arabischen Erdölländern: Sie dürfen nun shoppen. Andere Vereine jedoch bleiben da auf der Strecke – auch wenn sie Bayern München heissen! Der reichste Klub der Deutschen Bundesliga bringt es auf einen Kader-Marktwert von 581,40 Mio € inklusive der Stars James Rodriguez und Thomas Müller (derzeitiger Transferwert jeweils 50 Mio) sowie Robert Lewandowski (80 Mio). An Müller hat gerüchtehalber ManU Interesse, an Lewandowski Real Madrid. Hier muss das Geld tatsächlich durch Einnahmen und Gönner aufgebracht werden. Im Vergleich dazu besitzt der kleinste Klub der Bundesliga, Hannover 96 einen Kader-Marktwert von 48.75 Mio €. Österreichs wertvollster Klub, Salzburg bringt es gerade mal auf 35 Mio (Real Madrid als europäischer Leader auf 743,80 Mio)!
Derartige “normale” Vereine sind in einem nicht unwesentlichen Teil auf die Fans in den Stadien angewiesen. Machen die Eintrittsgelder zwar nur einen geringeren Teil des Gesamtbudgets aus, so kommt es nicht wirklich gut, wenn im Fernsehen leere Ränge zu sehen sind. Das schreckt die Werbewilligen und Sponsoren ab. Auch wenn der Vorstandsvorsitzende der FC Bayern AG, Karlheinz Rummenigge nicht müde wird, ständig zu betonen, dass Fussball nicht nur Geld ist: Je höher der Mannschaftswert ist, desto mehr muss auch der Mindestrentner für seine Eintrittskarte ausgeben.

“Sollte es Leute geben, die lieber günstiger und dafür in zugigen Stadien mit Aschenbahn sitzen und mittelmäßige Spiele gucken – bitte sehr. Aber diese Minderheit sollte den anderen Zuschauern ihre Meinung nicht überstülpen. Wir sind weit entfernt von den Verhältnissen der anderen Ligen.”

(DFL-Geschäftsführer Christian Seifert 2012)

Das deutsche Handelsblatt schrieb bereits im Jahre 2012, dass die Bundesliga viel zu günstig sei. Alleine durch dynamische Kartenpreise könnten bis zu 100 Mio € mehr in die Vereinskassen fliessen. Ergo hoben die Bundesligisten die Kartenpreise an. Der Unmut der Fans folgte stante pede. Mag im internationalen Vergleich vielleicht sein, doch haben gerade die englische Premier League und die spanische Primera Division Probleme aufgrund der hohen Kartenpreise – vor allem bei den Dauerkarten. Die eingeschworensten Fans unter den Fans können sich diese schlichtweg nicht mehr leisten. Es sind jene, die bei jedem Heimspiel im Stadion sind um ihren Klub zu unterstützen. Die Stadien waren bis vor noch gar nicht so langer Zeit zugig und teils unüberdacht – dafür konnten hingegen auch jene eine Karte kaufen, die sich eine überdachte Sitzplatzheizung auf dem Stuhl nicht leisten konnten. Die Preisgestaltung in den heimischen Stadien ist somit eine Grat-Wanderung. Betrachten wir uns dies doch mal anhand der Tageskartenpreise bei Ligaspielen im Fünf-Länder-Vergleich (Stehplatz/günstigster Sitzplatz/teuerster Sitzplatz):

.) Deutschland
(Angaben: spoxx.com)
Günstigster Verein:
TSG Hoffenheim 12 €/20 €/41 € – ergibt einen Schnitt von rund 25 €
Teuerster Verein:
FC Bayern München 15 €/35 €/70 € – ergibt einen Schnitt von rund 40 €

.) Österreich
(Angaben lt Websites der Klubs – wo ersichtlich)
Günstigster Verein:
SCR Altach 13 €/19 €/21 € – ergibt einen Schnitt von rund 18 €
Teuerster Verein:
SKN St. Pölten 18 €/24 €/45 € – ergibt einen Schnitt von rund 29 €

.) Schweiz (Angaben lt Websites der Klubs)
Günstigster Verein:
FC Basel 20 CHF/25 CHF/75 CHF – ergibt einen Schnitt von rund 40 CHF (rund 35 €)
Teuerster Verein:
FC Luzern 20 CHF/33 CHF/100 CHF – ergibt einen Schnitt von rund 51 CHF (rund 44 €)

.) England (Angaben lt. “Price of Football” – BBC)
Verein 1:
Manchester City – Pfund/ 35 Pfund/ 58 Pfund – ergibt einen Schnitt von 46,50 Pfund (rund 52 €)
Verein 2:
FC Chelsea – Pfund/ 54 Pfund/ 90 Pfund – ergibt einen Schnitt von rund 72 Pfund (81 €)

.) Spanien (Angaben lt. www.ticketbureau.com)
Verein 1:
CF Barcelona – Euro/ 59 Euro / 325 Euro – hier kann kein Schnitt angegeben werden, da über 190 unterschiedliche Platzkategorien und über 80 unterschiedliche Preiskategorien angeboten werden)
Verein 2:
UD Las Palmas – Euro/ 50 Euro / 94 Euro – auch hier gibt es 18 Platzkategorien und 17 Preiskategorien

(Die Preise verstehen sich ohne Top-Spiel-Zuschlag und betreffen nicht die VIP-Zonen oder Logen!)

Und hier werden nun die ersten lautstark aufmotzen: Betrachtet man sich das Aufgebot der Stars am Spielfeld, sind derartige Preise auch gar kein Wunder! Korrekt, doch sind die grossen Teams meist auch mit weitaus grösseren Stadien gesegnet als die kleinen. So bietet das Rhein-Neckar-Stadion in Hoffenheim gerade mal 30.150 Plätze, während die Allianz-Arena in München mit 75.021 Plätzen (bei Bundesligaspielen) mehr als das Doppelte an Plätzen zu verzeichnen hat! Oder im anderen Vergleich Mattersburg und Austria Wien. Somit könnte also mit mehr Zuschauern auch das Mehr an Personalkosten hereingeholt werden. Doch ist dem nicht so. Zu den Spielen der österreichischen Bundesliga kamen in der vergangenen Saison im Schnitt 7.046 Zuschauer (einzig Rapid kann hier noch die Massen bewegen). In Deutschland waren es 41.500, in der Schweiz 9.944, in England 35.805 und in Spanien 27.630 Zuschauer. Viele Geringverdiener können sich die Karten-Preise nicht mehr leisten, berücksichtigt man dabei, dass ein oder zwei Getränke und in der Pause die obligatorische Bratwurst dazukommen, bezahlt der Vater mit seinem Sonh für das Wochenend-Vergnügen für nicht herausragende Plätze zwischen 60 bis 100 Euro. Eine Menge Holz!!!
In Liverpool begannen die Proteste der englischen Fans. Dort verliessen in der Partie der Reds gegen den AFC Sunderland im Februar 2016 tausende Fans in der 77. Minute das Stadion. Trainer Jürgen Klopp reagierte im Rahmen der anschliessenden Pressekonferenz:

“Jeder in diesem Klub hat ein großes Interesse, eine Lösung zu finden … wir wollen nicht, dass die Leute das Stadion vorzeitig verlassen. Natürlich war ich enttäuscht, als ich erstmals davon gehört habe.”

In Liverpool kostete die Karte schon mal aufgrund der kurz davor beschlossenen Preiserhöhung bis zu 77 Pfund (100,- €). Übrigens hatte es Konsequenzen: Die Mannschaft reagierte verdattert auf die Massenabwanderung und verlor einen 2:0-Vorsprung, der Verein zog kurz darauf die Erhöhung wieder zurück. Dieser Protest setzte sich in den anderen Stadien der Premier League fort. Eine ligaweite Einigung konnte bei den Sitzungen danach zumindest für die Gästekarten erzielt werden. Sie sind durch eine Deckelung auf 30 Pfund teilweise günstiger als die Karten der Fans der Heimmannschaft – ebenso übrigens wie hierzulande. Logisch – kommen doch für die Auswärtsfans die Fahrtkosten hinzu. Hier sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass die meisten englischen Premier League-Klubs Millionären oder Milliardären gehören, die hierdurch auch ordentlich Umsatz machen möchten. Neben den ohnehin schon millionenschweren TV-Rechten. Deshalb werden dem hungrigen Mob auch immer mal wieder einige wenige Karten wesentlich günstiger abgegeben. Doch betreffen die meist jene Zonen, die ohnedies schon vollbelegt sind, da hier die günstigste Kategorie der Dauerkartenbesitzer stehen oder sitzen.
Apropos: Ganz dunkel wird’s bei diesen Dauerkarten. So kostet etwa die normale Dauerkarte für die Bundesliga-Heimspiele des FC Bayern in der laufenden Saison maximal 750,-, beim HSV hingegen maximal 806,70 €! Doch sind die Fans im hohen deutschen Norden offenbar die treuesten: 28.500 besitzen eine Dauerkarte – die Wartezeit auf eine Stehplatzkarte auf der Nordtribüne kann schon mal vier Jahre betragen. Im Vergleich dazu verlangt der VfL Wolfsburg für die teuerste Dauerkarte 400,- €. Bei Arsenal London sind es jedoch fast 1.400,- €!!!

“Der Fußball entkoppelt sich immer mehr von der Bevölkerung. Ich merke es bei ganz vielen Menschen in meinem Umfeld – und zwar quer durch alle Vereine – , dass sie nicht mehr so mit dem Herzen dabei sind. Da muss der Fußball aufpassen.”
(Marc Quambusch, Begründer der Initiative “Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein”)

Auch in Deutschland regt sich der Fan-Widerstand. So nahmen die Fans der Borussia aus Dortmund eine Aktion der englischen Leicester-Fans zum Vorbild: Diese kamen erst fünf Minuten nach dem Anpfiff zum Auswärtsspiel in’s Arsenal-Stadion. Die Dortmunder boykottierten gar die ersten 20 Minuten im Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart. Hier ging es um die 19,50 € für die Gäste-Stehplatzkarten. In Dortmund übrigens gibt es immer wieder die meisten Proteste der Fans. Durchaus berechtigt! So hat der BVB etwa in der vergangenen Saison einen Rekord-Umsatz von 376 Mio € gemacht (obwohl das Team nur in der Europa League spielte). Für diese Saison werden über 400 Mio angestrebt. In Dortmund wurde auch die Initiative “Kein Zwanni – Fußball muss bezahlbar sein” gegründet. Anlass hierzu war das Revier-Derby gegen Schalke 04 mit einem Topspiel-Zuschlag von fast 50 %. In anderen Bundesligastädten wie Mainz wird es nachgemacht.
Den wohl treffendsten Satz formulierte einst West Ham-Trainer Slaven Bilic:

“Wenn du Kaviar und Champagner willst, ist das teuer. Aber Brot und Milch sind billig. Auch der Fußball sollte es sein.”

Fussball ist mehr als nur eine Sportart. Einerseits konzentriert sich die Werbung im Rahmen des sehr wichtigen Sportmarketings immer mehr auf die Stars des grünen Rasens, wodurch den anderen Sportarten nurmehr wenig übrig bleibt. Ausserdem ist Fussball – zumindest auf dem europäischen Kontinent – ein Volkssport wie kein anderer, dem alsdann eine extrem wichtige gesellschaftspolitische Bedeutung zukommt. Damit fliessen auch Steuergelder in die Vereine (sei es auch indirekt durch den Stadionbau oder -erhalt). Hier sollten es sich die Verantwortlichen doppelt und dreifach überlegen, ob die Karten immer teurer und teurer werden, damit auch die immer teurer werdenden Transfers bezahlt werden können. Es gibt in den meisten Ligen bereits eine Zweiklassen-Gesellschaft. Soll dieser Graben noch grösser werden?
Zuletzt gestatten Sie mir noch bitte eine Frage: Haben Sie sich schon mal vorgestellt, was man mit 222 Mio € alles machen könnte? Wie vielen Kleinbauern in Afrika könnte damit eine Zukunft gegeben werden, damit sie nicht mehr nach Europa flüchten? Wie viele durch den Krieg zerstörte Städte in den arabischen Staaten wieder aufgebaut werden, damit die Asylanten nach Hause zurückkehren können? Wie vielen unschuldigen Armutsopfern wie Mindestrentnern könnte hierzulande unter die Arme gegriffen werden? Wie vielen krebskranken Patienten könnte mit einem guten Mittel geholfen werden?

Lesetipps:

.) Das Milliardenspiel; Thomas Kistner / Jens Weinreich; Fischer 1998
.) Der Kick des Geldes oder wie unser Fußball verkauft wird: Knallharte Wirtschaftsinteresse machen unseren Lieblingssport kaputt; Jens Berger; Westend 2015
.) Football Leaks: Die schmutzigen Geschäfte im Profifußball – Ein SPIEGEL-Buch; Rafael Buschmann / Michael Wulzinger; Deutsche Verlags-Anstalt 2017
.) Geld schiesst Tore; Michael Daudert / Christian Daudert; Books on Demand; 2003
.) Fussball Cash-League – Wie das Geld den Lauf des Balles bestimmt: Das Milliardengeschäft Profi-Fussball in 15 Kapiteln; Karlheinz Mrazek; Copress Sport 2005
.) Der Ball muss ins Tor!: Was Fußball, Börse und Aktien vereint und spannend macht; Beate Sander; FinanzBuch Verlag 2012
.) Mroskos Talente: Das erstaunliche Leben eines Bundesliga-Scouts; Ronald Reng; Piper Taschenbuch 2016
.) Strukturreform des österreichischen Fußballs: Der Ball ist rund, das Geld ist schwarz; Karl Irndorfer; disserta Verlag 2013

Links:

- www.transfermarkt.de
- www.sportbuzzer.de
- www.goal.com
- www.ran.de
- de.uefa.com
- www.dfb.de
- www.bbc.com
- www.stadionwelt.de
- www.weltfussball.de

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