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Hope for Dope

Während in unseren Gefilden noch eine heftige Diskussion läuft, hat Kanada in diesen Tagen, als erste Industrienation überhaupt, Marihuana zu Genusszwecken freigegeben. Bislang galt auch am Ontario die Straffreiheit nur dann, wenn das Tütchen zu medizinischen Zwecken verwendet wurde. Seit dieser Woche ist die Produktion, der Verkauf und auch der Besitz von Cannabis im zweitgrössten Land dieser Erde erlaubt. Landesweit war es bislang nur in Uruguay und Südafrika genehmigt – in den USA gilt dies vorerst nur für neun Bundesstaaten – letzten Gerüchten aus dem Oval-Office zu glauben, räumt aber Herr Trump zumindest Diskussionsbereitschaft ein. Alle anderen UN-Mitgliedsstaaten bezogen sich auf ein internationales Abkommen aus dem Jahr 1961, das Cannabis auf eine Stufe mit harten Drogen wie den Opioiden stellte und verboten hatte. Ein Umstand, den bereits die Genfer Opium-Konvention 1924 vertrat. Hierauf baute sich das Verbot des Cannabis-Konsums und -Besitzes in Deutschland und Österreich ab 1929 auf. Hintergrund ist aber ein gänzlichst anderer: Der US-Minister Harry Anslinger führte in den 1920ern in den USA die Prohibition (Alkoholverbot) ein. Sie führte zum Aufblühen des organisierten Verbrechens und dem Aufstieg Al Capones. Als sie nicht zuletzt deshalb wieder abgeschafft wurde, hatte das Ministerium von Anslinger seine Existenzberechtigung verloren. Zu diesem Zeitpunkt erschlug ein Jugendlicher in Florida mit einer Axt seine komplette Familie. Er soll angeblich im Marihuana-Rausch gestanden sein. Anslinger sah plötzlich wieder eine Möglichkeit, sein Ministerium retten zu können und verbot Cannabis. Dies obgleich 29 von 30 Experten den Stoff für unbedenklich einstuften. Hier hakten sich viele Staaten ein. Anslinger setzte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg weiterhin für ein weltweites Verbot von Cannabis ein. Mit Erfolg: Das Resultat war das vorhin angesprochene UN-Abkommen von 1961.
Keine zweite Diskussion entzweit derzeit derart die Gemüter. Während Experten davor warnen, dass Cannabis nur eine Einstiegsdroge ist, die den Weg zu weiteren ebnet und dabei tiefgreifende Spuren in unserem Gehirn hinterlässt, meinen die Befürworter, dass Alkohol und Nikotin ebenfalls zu den Suchtmitteln gehören und der Markt endlich entkriminalisiert werden muss, damit der Handel damit überprüft werden kann. Und schliesslich ist es ein durchaus lukratives Zubrot für den Staatssäckel. So erwerben die kanadischen Provinzen die komplette Ernte und verkaufen sie an die genehmigten Stellen oder in eigenen Shops direkt an den Konsumenten. Gleiches gilt auch für den Online-Handel. Insgesamt wird mit einem Verkaufsvolumen von 5,7 Milliarden kanadischen Dollar gerechnet – jährlich. Pro Gramm kassiert Vater Staat mindestens einen Dollar an Steuern plus der Mehrwertsteuer, die in den Provinzen unterschiedlich hoch ist. 400 Millionen kanadische Dollar werden als Steuereinnahmen vorausberechnet. Vor insgesamt 100 Verkaufsstellen gab es diese Woche lange Warteschlangen, in manchen Regionen wird sogar ein Lieferengpass gemeldet. Ein Gramm kostet rund 10 kanadische Dollar – bis zu 30 Gramm darf ein Erwachsener besitzen. Die Regierung hat insgesamt 120 Lizenzen für den Anbau vergeben. Der private Anbau war bislang nur zu medizinischen Zwecken mit Genehmigung erlaubt. Die Verkaufszahlen werden jedoch schon sehr bald weiterhin steigen! Auch die Börse hat inzwischen reagiert: Die Aktien entsprechender Unternehmen schossen in den Himmel. Ein Land im Drogenrausch??? Mitnichten – schliesslich kann jede Provinz selbst über die Art und Weise entscheiden. So haben einige bereits die Altersgrenze von 19 Jahren eingeführt – landesweit gilt 18. Zudem sind Nahrungs-mittel und Getränke mit Cannabis-Zusatz vorerst noch verboten. Daneben darf jeder legal max. vier Marihuana-Pflanzen besitzen. Mehr sind ohne Genehmigung nach wie vor strafbar.
Hanf war auch bei uns lange Zeit eine extrem wichtige, da multifunktional zu verwertende Pflanze, bis sie nach dem Zweiten Weltkrieg verboten wurde. Mehr dazu lesen Sie im entsprechenden Blog auf dieser Seite. Das Gesetz unterscheidet allerdings in Deutschland und Österreich zwischen zwei verschiedenen Arten: Hanf mit einem nennenswerten THC-Anteil und Hanfpflanzen ohne diesen bzw. mit einem Gehalt unter dem Grenz-wert. Aus der Trennung der Blüten von ersterer Pflanze wird Cannabis, aus dem Harz Haschisch gewonnen. Getrocknete Blätter gelangen als Marihuana auf den Schwarzmarkt. Dieses ist in unseren Breitengraden nach wie vor nur mit Sonderlizenzen vornehmlich für den medizinischen Gebrauch erlaubt, ansonsten als psychotroper Stoff nach dem Sucht-mittelgesetz verboten.
Cannabis beeinflusst die motorischen Fähigkeiten durch die Dämpfung des Zentralnervensystems. Es kann auch Halluzinationen bewirken, wodurch selbstverständlich die Wahrnehmung ebenso beeinflusst wird wie das Denken und Verhalten des Konsumenten. Jene Gärtnereien, Apotheken und andere Gewerbebetriebe mit solchen Lizenzen werden deshalb strengstens kontrolliert. Allerdings ist in deutschen Landen und zwischen Neusiedler und Bodensee der Anbau nicht blühender Pflanzen, des sog. “Nutzhanfs” noch gestattet. Sie finden recht häufig in der Innenausstattung Verwendung. Das Geheimnis: THC-Säure wird nur in weiblichen Pflanzen während der Blüte produziert. Durch die Erhitzung entsteht schliesslich das Tetrahydrocannabinol. Der Nutzhanf beinhaltet den Wirkstoff CBD (Cannabidiol). Dieser ist nicht verboten und gelangt deshalb auch recht häufig bei der Produktion von Ölen, Tees etc. zum Einsatz. Hanföl beispielsweise ist eines der gesündesten Öle schlechthin. CBD wurde erst kürzlich ganz offiziell in die Arzneimittelliste aufgenommen, wodurch entsprechende Medikamente verschreibungs-fähig, nicht jedoch verschreibungspflichtig werden. Auf Usedom wird einmal im Jahr Hanfbier hergestellt. Es soll leicht süsslich und nach Gras schmecken, meinen die Tester. Auch hier wird selbstverständlich nur Nutzhanf verwendet – berauscht wird man höchstens von den 5 % Volumsalkohol.
Der Besitz von THC-Produkten bleibt jedoch nach wie vor strafbar – in Österreich etwa bei einer Haftstrafe von bis zu einem Jahr oder 360 Tagessätzen. Bei sehr geringen Mengen erfolgt jedoch meist nur eine Meldung bei den Bezirksverwaltungsbehörden. Im Wiederholungsfall jedoch kann es zu erheblichen Konsequenzen wie Entzug, Haft, Überwachung oder Psychotherapie kommen. Dealern allerdings drohen Haftstrafen zwischen zwei und drei, bei grossen Mengen bis zu fünf Jahren. Entscheidend für die Verurteilung ist der Grenzwert von 20 g reinem THC. Normalerweise liegt der THC-Gehalt in Strassenqualität (Reingehalt) bei 10 %.
Und dies obgleich inzwischen auch die WHO empfiehlt, die Einstufung von Marihuana als Droge neu zu bewerten. Es wäre schliesslich falsch, Marihuana auf einer Stufe mit den harten Drogen wie Kokain oder Heroin zu führen. So stellte in diesem Jahr das UN-Expertenkomitee zur Drogenabhängigkeit (ECDD) bei seinem 40. Treffen in Genf fest, dass zumindest das Cannabidiol CBD durchaus gut für die Gesundheit des Menschen sein kann. Das schrieb der Generaldirektor der WHO auch in seinem Bericht an UN-Generalsekretär António Guterres, der sich ja bereits vor Jahren für die Entkriminalisierung von Cannabis in Portugal einsetzte. CBD mache nicht süchtig und habe sich in vielen therapeutischen Bereichen mehr als verdient gemacht. Medizinisch findet THC-Cannabis übrigens in bereits vielen Ländern dieser Erde Verwendung in der Schmerztherapie, bei Epilepsie, Neurodermitis, Asthma, Multipler Sklerose oder beispielsweise auch Spastik. Nicht so in Österreich. Dort werden Patienten noch mit Chemie, unheilbare Krebspatienten noch mit Opiaten vollgepumpt. Im November wird das ECDD zum 41. Mal zusammenkommen und eine Empfehlung abgeben.
Immer wieder finden unregelmässige Demonstrationen von Befürwortern der Freigabe statt, doch nur in Prag regelmässig. Zuletzt forderten beim sog. “Million Marihuana-Marsch” 7000 Menschen zum bereits 20. Mal die Straffreiheit für den privaten Anbau und Konsum. Auch in Tschechien darf Cannabis nur zu medizinischen Zwecken bei Schwerkranken eingesetzt werden. Inzwischen zeigte sich jedoch die Regierung einsichtig und lockerte die ansonsten sehr strengen Gesetze. In den Niederlanden und Portugal wurde der Besitz entkriminalisiert.
Nicht allen geht es dabei um den eigenen Konsum, sondern vielmehr darum, aus dem bisherigen Schwarzmarkt einen legalen Markt zu machen, bei dem das Geld nicht irgendwo in der Unterwelt verschwindet, sondern ganz offiziell als Einnahmen in das Budget fliessen kann. So spürten das beispielsweise jene neun Bundesstaaten der USA bereits ganz eklatant. Marihuana ist in Kalifornien, Arizona, Maine, Nevada, Vermont und Massachusetts sowie dem US-Territorium Nördliche Marianen ab 21 Jahren freigegeben, in Alaska, Oregon, Colorado sowie dem Bundes-distrikt Washington D.C. darf indischer Hanf konsumiert werden. Landesweit aber ist es nach wie vor verboten – dennoch liegt die Verantwortung im Rahmen von Drogendelikten in Händen der Bundesstaaten! Und das Perverse an all dem: Die Betriebe dürfen keine Bankkonten eröffnen, da sie gegen Bundesgesetz verstossen und USA-weit als kriminell gelten. Trotzdem bezahlen auch sie Bundesabgaben – in bar!!! Der Staatenbund verdient also mit an von ihm aus gesehenen illegalen Geschäften, die landesspezifisch jedoch legal sind! Das verstehe, wer will!
Einige Zahlen zur Veranschaulichung? 2015 wurde in Colorado Marihuana im Wert von 996 Millionen US-Dollar verkauft – das brachte dem Bundesstaat zusätzliche Steuereinnahmen von 66,1 Millionen. 2018 werden in den USA rund 7 Milliarden Dollar Verkaufsumsätze erwartet – in zwei Jahren ist mit dem Dreifachen zu rechnen. Inzwischen springen auch Grosskonzerne wie Monsanto auf den fahrenden Zug auf.
Doch spüren die Bundesstaaten nicht nur das. Jedes Jahr werden in den USA hunderte Milliarden Dollar in den Kampf gegen die Drogen investiert. Durch die Freigabe von Cannabis entfällt der Schwarzmarkt dafür – somit auch ein recht erquicklicher Batzen aus den Kriegskassen. Dieses Geld kann sinnvoller in andere Bereiche investiert werden. Im Österreich etwa gab es im Jahr 2014 29.674 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz – nicht weniger als 25.309 betrafen Cannabis-Fälle. Zwischen Flensburg und Berchtesgaden waren es 2017 330.580 Anzeigen, bei 204.904 war Cannabis im Spiel. In diesem Zusammenhang noch ein interessanter Vergleich: 126.153 waren deutsche Tatverdächtige, 48.530 nichtdeutsche Tatverdächtige. (Zahlen: BKA-Bericht für 2017). Zu Beginn des Jahres sprach sich der Bund Deutscher Kriminalbeamter für die Entkriminalisierung von Cannabis aus. Es sei sinnvoller, in die Aufklärung und Prävention zu investieren, als in die Bestrafung von dadurch kriminell gewordenen Menschen. Deshalb haben sich nun auch Okönomen diesem Thema angenommen:

“Der Drogenhandel ist der größte Zweig der organisierten Kriminalität mit 500 bis 600 Milliarden Dollar Umsatz im Jahr. Wenn man die Drogen weltweit legalisiert, verliert sie mindestens die Hälfte ihres Geschäfts!”
(Prof. Dr. Friedrich Schneider, Volkswirt und emeritierter Experte für Schattenwirtschaft und Korruption Linz/OÖ)

Nun – es müssen ja nicht alle Drogen legalisiert werden!!! Seit Jahren rechnen sie vor, daß eine Legalisierung von Cannabis sogar Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung schafft. In den USA werden bis zum Jahr 2021 bis zu 300.000 Jobs neu entstanden sein, die unmittelbar mit der Freigabe von Cannabis zu tun haben. Ähnliches kann auch für Kanada erwartet werden.
Der Volkswirtschafter Prof. Dr. Justus Haucap von der Universität Düsseldorf erarbeitet derzeit eine Studie zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Cannabis-Freigabe in Deutschland. Er spricht beispielsweise von 1 Milliarde zusätzlicher Steuereinnahmen (bei 60 %-iger Besteuerung) und einem Konsum von etwa 250 Tonnen. Jährlich!!! In Österreich wären es nach mehreren Berechnungsmodellen 200 Mio Euro an Steuereinnahmen. Auch die deutsche Exekutive und Justiz hätte Einsparungen von zumindest einer Milliarde Euro. Zudem könnte die Wirtschaft ganz offiziell von dem derzeit durchaus gut gehenden Schwarzmarkt zehren. Der würde dann ja wohl zusammenbrechen. Haucap spricht von neuen Jobs in fünfstelliger Zahl.
Trotz all dieser Pluspunkte sollte jedoch nicht vergessen werden, dass THC ebenso wie Alkohol und Nikotin süchtig macht. Sollte ein Tütchen ab und an durchaus verkraftbar sein, so kann der ständige Konsum von THC ebenso zu gesundheitlichen Schäden führen: Angststörungen, Depression und Psychosen sind nicht auszuschliessen. Nachgewiesen ist ein Erinnerungsverlust, da Informationen nicht mehr verarbeitet werden können. Experten warnen zudem davor, dass neue Züchtungen einen immer höher werdenden THC-Anteil haben können.
Ich höre nun im Hintergrund bereits die Stimmen, die den Untergang des Abendlandes prophezeien, wenn alle und jeder am Kiffen sein wird. Dem halte ich offizielle Studien aus Colorado zum Konsum unter Jugendlichen entgegen. Dort ist der Verkauf seit 2012 freigegeben. Offizielle Untersuchungen haben ergeben, dass der Cannabis-Konsum unter den Erwachsenen konstant geblieben, die Zahl der jugendlichen Kiffer jedoch sogar rückläufig ist. Leicht erklärbar: Den Schwarzmarkt gibt es nicht mehr – offiziell kann aber erst ab 21 Jahren gekauft werden. Prof. Dr. Rainer Thomasius von der Universitätsklinik Hamburg-Erpfendorf ist jedoch gegenteiliger Meinung. Er meint, dass sich hierzulande der Schwarzmarkt bei einer Legalisierung auf die Jugendlichen konzentrieren werde. Besonders betroffen wären dabei die Kinder sozial schwächerer Bevölkerungsschichten. Übrigens liegt der Cannabis-Verkauf an Erwachsene in den dafür entkriminalisierten Niederlanden ebenfalls im europäischen Durchschnitt.
In der EU überwacht das European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (EMCDDA) das Abstimmungsverhalten der nationalen Parlamente. Hier geht man noch nicht von einer EU-weiten Freigabe aus. Vor allem rechtspopulistische Regierungen weigern sich strikt – auch die österreichische. So wird die Wirksamkeit von THC-Medikamenten mit dem Hintergrund des Verbotes überprüft; zudem überlegt man sich inzwischen, dass bereits der Verkauf von Hanfsamen und Stecklingen verboten wird. Eine richtiggehende Sünde, zieht man in Erwägung, was inzwischen alles aus Hanf hergestellt werden kann. Zudem ist es eine mehrjährige, nachhaltige Pflanze mit tiefgreifenden Wurzeln, tut somit dem Boden gut und ist weniger dürreanfällig.
Der Koordinator für Psychiatrie, Sucht- und Drogenfragen der Stadt Wien meinte unlängst hierzu, “…dass eine Cannabis-Freigabe eine Angleichung an die Realität wäre!” Schliesslich geben 30 bis 40 % der Österreicher und -innen bei Umfragen an, zumindest einmal im Leben Cannabis geraucht zu haben – in Deutschland sind es 46 %. In Spanien wurden die Gesetze ebenfalls gelockert und 300 Haschischclubs offiziell genehmigt. Deutschland und Österreich werden sich ihre Stellung zu Cannabis und Marihuana nach einer zu erwartenden internationalen Freigabe durch die UNO neu überdenken müssen – auch wenn sie es derzeit partout nicht wollen. In Österreich wurde das Ganze gar noch verschärft – seit dem ß1. Juni des Jahres gilt der Verkauf auf der Straße als eigener Tatbestand.

“Einziger Profiteur der restriktiven Politik ist die organisierte Kriminalität!”
(Prof. Dr. Justus Haucap, Ökonom an der Universität Düsseldorf)

In Deutschland übergab der Deutsche Hanfverband im Dezember 2017 79.000 Unterschriften einer Petition zur Freigabe von Cannabis. 11.507 Petitionen wurden im vergangenen Jahr dort abgehalten – keine andere hatte mehr Befürworter. Bei mehr als 50.000 Unterzeichnern muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages der Sache annehmen. Während sich die Grünen, die Linkspartei und die FDP schon seit einiger Zeit für eine Legalisierung unter verschiedenen Voraussetzungen aussprechen, weigern sich die anderen Fraktionen noch. Die SPD zeigt jedoch erste Anzeichen einer möglichen Meinungsänderung. So wird beim Parteitag der Berliner Genossen im November über eine kontrollierte Abgabe abgestimmt werden. Auch die Justizminister der Länder befürworten inzwischen die Freigabe für den Eigenbedarf (bis max. 6 Gramm!).
Ganz im Gegensatz zum südlichen Nachbarn entwickelt sich Kanada unter dem Liberalen Justin Trudeau immer mehr zum Vorzeigestaat. Im Rahmen der Regierungserklärung, die zur Freigabe von Cannabis führte, wurde auch mehr Sozialhilfe für Bedürftige, weniger Steuern für die Mittelschicht, strengere Waffengesetze und CO2-Zertifikate für den Klimaschutz versprochen. Trudeau gab übrigens zu, in seinem Leben fünf- bis sechsmal ein Tütchen geraucht zu haben – einmal sogar bei einem Abendessen im Parlament. Wenn das so weitergehen sollte, muss wohl mit einer grossen Anzahl von Asylanten aus den USA gerechnet werden.

PS:
Wer aus diesen meinen heutigen Schilderungen vielleicht schliessen sollte, dass ich ein großer Anhänger des Kiffens bin, liegt falsch. Ich habe in meiner Zeit beim Österreichischen Bundesheer (inzwischen verjährt) meinen ersten und einzigen Joint geraucht. Hat mir nicht geschmeckt – deshalb blieb es auch bei diesem einen Versuch. Ich werde alsdann keinen zweiten angehen, wenn es denn legal ist. Ich trete allerdings für die Entkriminalisierung von Cannabis aus den oben genannten Gründen ein. Exekutive und Justiz haben schliesslich sinnvolleres zu tun, als derartige Kleinkriminelle abzustrafen, weil sie einmal ein Tütchen geraucht haben!

Lesetipps:

.) Die Legalisierung und Regulierung des Cannabismarkts in Deutschland; Stefan Lang; Diplomica-Verlag 2015
.) Cannabis Verstehen: Warum unsere Gesellschaft immer noch mit alten Vorurteilen behaftet ist; Dom Piru; tredition 2018
.) Hanfpsychose: Vom psychotischen Umgang über die medizinische Anwendung zum legalen Genuss; Christian Dorn; Books on Demand 2016
.) Legalisieren!: Vorträge zur Drogenpolitik; Günter Amendt ; Rotpunktverlag 2014
.) Rauschzeichen: Cannabis: Alles, was man wissen muss; Steffen Geyer/Georg Wurth; KiWi-Taschenbuch 2008
.) Haschisch. Konsum – Wirkung – Abhängigkeit – Selbsthilfe – Therapie; Helmut Kuntz; Beltz 2016
.) Die Behandlung mit Cannabis und THC: Medizinische Möglichkeiten, Rechtliche Lage, Rezepte, Praxistipps; Franjo Grotenhermen/Britta Reckendrees; Nachtschatten Verlag 2016
.) Die Cannabis-Lüge: Warum Marihuana verharmlost wird und wer daran verdient; Kurosch Yazdi; Schwarzkopf & Schwarzkopf 2017

Links:

- www.bka.de
- bundeskriminalamt.at
- www.praevention.at
- www.hanfverband.de
- www.proplanta.de
- www.procannabisdeutschland.de
- www.cannabis.info
- cannabis-special.com
- www.cannabis-clubs.de
- kontrast.at
- www.legalisieren.at
- austria.legalize.eu
- arge-canna.at
- hanfinstitut.at
- www.medmix.at

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Erst wenn der letzte Baum gefällt…

Sofern Sie ein regelmässiger Leser dieses Blogs sind, wissen Sie, dass ich ein strikter Gegner von grossflächigen Abholzungen bin. Wald bedeutet Lebensraum, Naherholung und Sauerstoffproduktion. Er beeinflusst das Mikro-Klima, dient als Wasserspeicher und zeigt dem Menschen immer wieder auf, wie die Natur funktionieren könnte, wenn man sie nur machen lässt. So habe ich bereits über die Radikal-Abholzung des Regenwaldes im brasilianischen Amazonasgebiet und in Indonesien, aber auch in Australien durch gewinnsüchtige Unternehmer geschrieben. Immer wieder kommt es nun in diesen brachliegenden Gebieten zu Naturkatastrophen (Überschwemmungen, Murenabgänge, Flächenbrände, …). Dies vorher-zusagen bedarf es keines allumfassenden Wissens, das lernen schon unsere Kinder in der Schule. Dennoch verhallen die Warnungen immer wieder ohne gehört zu werden. In Kolumbien fallen derzeit die Kokabauern wie die Berserker im Amazonas-Regenwald ein. Der US-amerikanische Präsident Donald Trump hat angekündigt, grosse Teile der Nationalparks freizugeben und auch bei mir um’s Eck schlägt die Kettensäge alles um, was sich ihr in den Weg stellt. Hier wird dies gerechtfertigt mit den durch den Schlauchpilz befallenen kranken Eschen (siehe hierzu mein Blog im September des Vorjahres) und der Verjüngung des Waldes. Dass dieser Pilz aber auch Nadelbäume, Ahorn und Birken anfällt, ist mir zumindest nicht bekannt. Und – wie soll sich ein Wald nach einem Kahlschlag verjüngen, wenn keine Wiederaufforstung erfolgt??? § 13 des Forstgesetzes (übrigens ein Bundesgesetz in Österreich) sieht eine Wiederaufforstungspflicht vor. Zudem dürfen nach § 80 “unreife Bestände” nicht kahlgeschlagen werden. Und schliesslich sieht § 82 ff eine Bewilligungspflicht bei Kahlhieben > 0,5 ha vor – in Deutschland ist Kahlhieb ab einem Hektar verboten!
In Kanada spielt sich aber derzeit eine Tragödie ohne gleichen ab: Im Westen werden die Küstenregenwälder (sog. “Primärwälder”) radikal zur Holznutzung abgeholzt! Bis zu 1000 Jahre alte Zedern – in wenigen Minuten umgesägt! Und in Alberta kommt seit einigen Jahren die Gewinnung von Erdöl aus Ölsand hinzu (bis 2020 bis zu 3 Mio Barrel pro Tag)!!! Das Land ist übrigens bereits 2011 aus dem internationalen Klimaabkommen ausgetreten. Die CO2-Emissionen wurden seit 1990 um 30 % erhöht – inzwischen ist das Land in direkter Richtung auf die Top 5 der Klimakiller unterwegs!

https://www.youtube.com/watch?v=fiku7BMXVno

Kanada ist nach Russland der flächenmässig zweitgrösste Staat dieser Erde. Bei einer Fläche von knapp 9,9 Mio km² beläuft sich der Waldanteil auf rund 40 %. Ob in den arktischen Randzonen mit nur schütterem Baum-Bewuchs, den grossen Laubwaldgebieten im Osten bis hin zu den Regenwäldern entlang der pazifischen Küste. Bei einer Bevölkerungsdichte von 3,3 Einwohner auf den km² sollte auch für den Menschen genügend Platz zum Leben übrig sein. Der grösste Anteil dieser Wälder ist als sog. “crown land” in öffentlicher Hand. In etwa 3/4 wird dabei von den Provinzen verwaltet. Diese verkaufen nun Einschlagsberechtigungen (“timber sales”) an die Holzindustrie, mit teils erheblichen Auflagen, wie etwa der Wiederbeforstung.
Die Wälder sind landesweit in 15 terrestrische Ökozonen gegliedert. Die grösste Waldfläche befindet sich in den borealen Waldregionen mit v.a. Nadelbäumen (Fichten) und Aspen. Danach folgt der Laubwaldbestand rund um die grossen Seen und dem St. Lorenz-Strom, die subalpine Waldregion und die Bergwaldregion.
Die Kanadier achteten bislang auf ihre Wälder: So besitzt das Land den grössten Anteil an sog. “Large intact forest landscapes”, also Waldgebieten, die noch nie eine Axt sahen. In den klimatisch gemässigteren Zonen, wie den fünf östlichen Provinzen, fiel dieser Wald allerdings bereits der Zivilisation zum Opfer. Die nutzbare Waldfläche (“stocked forest land”) liegt bei 89 %, der Holzvorrat hier bei 27,5 Milliarden m³ – das sind fast 110 m³ pro Hektar. Drei Viertel als Nadel- (vornehmlich Fichten und Kiefern), ein Viertel als Laubholz (Aspen bzw. Pappeln und Birken). Der für Kanada so charakteristische Ahorn spielt dabei mit 3 % des Gesamtvorrates eine nur untergeordnete Rolle. Gigantische Zahlen! Betrachtet man allerdings die Geschwindigkeit mit der sich die Waldkillermaschinen in den Regenwäldern einschneiden, so sind auch diese Zahlen im relativen Bereich anzusiedeln. Während im Osten die geringsten Durchschnittsvorräte zu finden sind (weit unter 100 m³ pro Hektar), so sind die Wälder im Westen mit über 200 m³ wesentlich reicher. Jene Wälder entlang des Columbia-Flusses bzw. v.a. entlang der Pazifikküste werden gar mit 450 m³ pro Hektar ausgewiesen. Das bedeutet somit eine der biomassereichsten Regionen dieser Erde. Aber auch die artenreichste: Rund 140.000 unterschiedliche Arten von Tieren, Pflanzen und Mikroorganismen sind hier zuhause.

https://www.nfb.ca/film/battle_for_the_trees/

Der Stein des Anstosses nun sind die sog. “tree farm licences”, die alternativ zu den Einschlägerungsberechtigungen erworben werden können. Pachtverträge, die in der Regel über 25 Jahre abgeschlossen werden und privaten Unternehmen alle Nutzungsrechte des Kronlandes in dieser Zeit zusichern. Zu einem recht niedrigen Pachtzins. Die Gegner dieser Praxis befürchten – ähnlich der Wassernutzung in den USA – den Ausverkauf der kanadischen Wälder an profitorientierte Grossunternehmen. Obgleich die Einschlägerungen überwacht werden, besitzt die Holzindustrie einen sehr grossen politischen Einfluss – immerhin ist sie einer der grössten Arbeitgeber Kanadas (jeder 10. Arbeitsplatz) – 20 % der Exportvolumens ist hölzern. Ganze Landstriche mit mehr als 60 ha Waldfläche werden dem Erdboden gleichgemacht. Die Folgen auch hier: Erosion der Brachflächen und verschlammte Flüsse. Fairerweise sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Holzindustrie für grosse Teile der Infrastruktur verantwortlich ist. Immer wieder entstehen rund um Sägewerke kleine Dörfer; Schulen und Krankenhäuser werden aus den Pachteinnahmen finanziert. Dies führt allerdings zu einer immer grösser werdenden Abhängigkeit der Provinzen von diesen Unternehmen. Die Holzindustrie selbst betont, dass auf diesen Kahlflächen immer wieder Aufforstung betrieben werde. Mag durchaus korrekt sein, allerdings finden hierfür Pflanzen Verwendung, die nicht heimisch sind: Norwegische Fichte, Europäische Weisstanne, sibirische und japanische Kiefer und nicht zuletzt die Hybrid-Pappel. Im Vergleich zum gerodeten Gehölz wachsen diese Baumarten wesentlich schneller, sodass nach bereits 30 bis 40 Jahren der nächste Einschlag gemacht werden kann. Dabei wird vermehrt auch auf gentechnisch veränderte Züchtungen zurückgegriffen, die gegen Schädlinge resistent sind. Das aber ist ganz und gar nicht im Sinne der Ökologie. Schlussendlich verändert sich das komplette Leben – die pflanzlichen Ureinwohner und mit diesen auch die unterschiedlichsten Insekten dieser Regionen werden immer mehr in’s Aus vertrieben. In Deutschland spricht man in diesem Zusammenhang von “Holzäckern”. Und das treibt die Umweltschützer auf den Ahorn: Sie versuchen der Bevölkerung klar zu machen, dass Erholung nicht nur in den Nationalparks und damit den geschützten Zonen stattfinden kann, sondern dass ein Krafttanken auch in jedem anderen Wald möglich ist. Allerdings muss dieser dafür gesund sein, leben und möglichst vielen Tier- und Pflanzenarten ein Zuhause bieten. Monokulturen wie Fichtenforste verhindern dies. Die wenigen alternativen Waldnutzungsformen mit indigenen Einwohnern sind dabei ein Tropfen auf einen heissen Stein! Dies gleicht etwa einem langen Strassenzug in Ihrer Stadt, in dem nur ein einziger Grundstücksinhaber noch Naturrasen und nicht künstlichen Spielerasen im Garten hegt und pflegt.

https://www.youtube.com/watch?v=myswymKsSPw

Und Alberta? Dort, wo einst dichte Urwälder standen, regiert der kontaminierte Schlamm in Kraterlandschaften! In sog. “Tallings Ponds” (Abwasserseen) wird die giftige Brühe abgepumpt – pro Barrel Öl rund 650 l! Tiere trinken das verseuchte Wasser, Millionen Liter versickern in den Boden. 149.000 Quadratkilometer Wald sind bereits oder werden noch geschlägert – diese Fläche ist in etwa so gross wie England! Doch die Natur schlägt zurück: 2016 suchte eine bislang nie gekannte Trockenheit den Bundesstaat heim. Brände zerstörten grosse Teile der übrig gebliebenen Wälder. Zigtausende Menschen mussten evakuiert werden. Anstatt des versprochenen Reichtums haben viele unter ihnen alles verloren.
Wenn nun lobenswerterweise manche Menschen auf Tropenholz (wie etwa Teak) verzichten und bei anderen Anbietern einkaufen, so wird meist dennoch nicht umweltbewusst gehandelt, da diese Produzenten schlichtweg auf die grossen Waldgebiete Sibiriens und Kanadas ausweichen. So gewährleisten beispielsweise die beiden Siegel “Aqua pro Natura” und “Weltpark Tropenwald”, dass das angebotene Papier nicht aus Tropenholz hergestellt und chlorfrei gebleicht wird. Dass hingegen ebenso profitgeile Wirtschaftsunternehmen wie in den Tropen dahinterstecken, das wird nicht garantiert. Und zum Chlor: Die meisten Papiersorten werden inzwischen chlorfrei gebleicht! Die Webseite www.abenteuer-regenwald.de bezeichnet deshalb die Siegel als irreführend, damit gekennzeichnete Produkte als nicht empfehlenswert. Freiwillige Zertifizierungen wie das “Forest Stewardship” oder jenes des “Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes” hingegen sind zu bevorzugen!
Ganze Wälder, die Jahrhunderte zum Wachsen benötigten, werden zum Zwecke der Papierherstellung abgeholzt. Das landet dann auf irgendeinem Schreibtisch, wird auf einer Seite beschrieben und vielleicht gar noch im Müll entsorgt – nicht beim Recycling. Die Forscher der University of Maryland rund um Matthew Hansen haben ausgerechnet, dass innerhalb nur eines Jahrhunderts rund 1,5 Millionen Quadratkilometer Wald geschlägert, gerodet oder abgebrannt wurden. Alleine in den Tropen verschwinden pro Jahr rund 2.101 km². Klar – auch ich heize im Winter mit Holz. Zuletzt mit Buchen – als nächstes höchstwahrscheinlich mit Eschen. Kranke Bäume, die deshalb gefällt wurden. Dafür allerdings wachsen auf meinem Grundstück noch Bäume und Sträucher. Alsdann gehe ich zurückhaltend mit dem Papierverbrauch um, verwende wo es möglich ist Recycling-Papier und führe das von mir verwendet Papier der Wiederverwertung zu. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Papier liegt in Deutschland bei nicht weniger als 235 kg pro Jahr – davon 30 kg in Form von Werbeflyern (Zahlen: WWF). Wir alle sollten mit dem Rohstofflieferanten Wald achtsamer umgehen. Schliesslich produziert er den Sauerstoff, den wir zum Atmen brauchen. Er filtert das Regenwasser, das als Trinkwasser bis in unsere Küchen und Bäder fliesst. Der Wald schützt vor Lawinen und Murenabgängen. Er spendet Schatten und sorgt somit dafür, dass sich der Boden nicht zu stark aufheizt. Und er bindet Kohlenstoff, der ansonsten als Treibhausgas Kohlendioxid verantwortlich für die Klimaerwärmung ist. Eine nachhaltige Holzwirtschaft ist möglich! Das zeigen Regionen wie das schweizerische Emmental, der Biosphärenpark im Grossen Walsertal in Österreich und der Naturpark Schwarzwald bzw. Bayerischer Wald in deutschen Landen. Wiederaufgeforsteter Wald , sog. “Sekundärwald”, ersetzt den Urwald niemals, da zuvor bereits viele Lebensräume von Pflanzen und Tieren zerstört wurden und die Freilegung von Kohlenstoff enorme Ausmaße erreicht hat. Monokulturen sind noch fataler. Ein Urwald kann sich wieder regenerieren, doch braucht er dazu Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte!

Wieso geht’s immer nur gegen die Natur, nur ganz selten mit der Natur!? Wir haben nur eine davon!!!

PS: Illegaler Holzeinschlag und der Handel mit derartigem Holz ist verboten und wird durch Interpol und die Vereinten Nationen (UNEP) verfolgt – meist jedoch erfolglos!

Lesetipps:

.) Aus hartem Holz; Annie Proulx; Luchterhand Literaturverlag 2017
.) Deforesting the earth – from prehistory to global crisis; Michael Williams; Univ. of Chicago Press 2003
.) The Value of Forest Ecosystems (= CBD Technical Series. no. 4); Secretariat of the Convention on Biological Diversity; SCBD 2001
.) Die Wälder der Erde; J. Herkendell, J. Pretzsch (Hrsg.); Beck 1995
.) Forstliche Vegetationskunde; Anton Fischer; Blackwell 1995
.) Echoes from the Poisoned Well: Global Memories of Environmental Injustice; Sylvia Hood Washington / Heather Goodall / Paul Rosier (Hrsg.); Lexington Books 2006
.) Kanada: Ein Länderporträt; Marcus Funck; Ch. Links Verlag 2012
.) Kanada von innen: Der Westen und Yukon Territory; 1. November 2009
von Joy Fraser
.) Am Ende der Wildnis: Umweltaktivist oder Ökoterrorist? Die wahre Geschichte vom Verschwinden des Grant Hadwin; John Vaillant; Karl Blessing Verlag 2012

Links:

- www.canada.ca
- www.nrcan.gc.ca
- www.globalforestwatch.ca
- www.forestresearch.ca
- www.nrcan.gc.ca
- www.un.org/esa/forests
- www.vws.org
- www.dgvn.de
- www.ipcc.ch
- www.greenpeace.de
- wwf.de
- www.raincoast.org
- www.regenwald.org
- www.thuenen.de
- www.bergwaldprojekt.ch
- www.klimafitterwald.at
- www.waldundklima.net
- www.waldwissen.net
- www.iley.de
- www.proholz.at
- www.syncrude.ca

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