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Die Radio-Totengräber

In diesen Tagen gingen die Lokalrundfunktage in Nürnberg über die Bühne. Eine Einrichtung, deren Hintergrund vornehmlich im Gedankenaustausch und der Vernetzung von deutschsprachigen Radiomachern zu finden ist. Durchaus treffend besetzt war das Workshop “Don’t kill the Radiostar” mit einem gewissen Robert K. Den österreichischen Lesern dieser Zeilen dürfte er als Wecker im landesweiten dritten Programm des rot-weiss-roten Radios bekannt sein. Eine mehr als gelungene Auswahl, spiegelt er doch die derzeitige Situation des Lokalradios par excellance wieder. Herr K. hat beim österreichischen Staatsfunk begonnen, kann auf einen ganzen Stab von Sendungsredakteuren, Producern und Gagschreibern zurückgreifen und verfügt alleine für die Comedies (einen Bereich, dem er früher selbst angehörte) über ein Budget, mit dem so manche Lokalradiostation das ganze Jahr über auskommen muss. Kurz vor Sendungsbeginn kommt Herr K. in’s Studio – die nahezu komplette Sendungsvorbereitung haben andere übernommen. Um die Ängste, Probleme und Arbeit eines Lokalradiomachers weiss er somit rein gar nichts. In den tiefen, unterirdischen Höhlen der kleinen Rundfunkbetreiber würde es Herr K. wohl kaum eine Woche aushalten: Dunkel, staubig, Eigeninitiative, Handarbeit und ein Gehalt, für das er wohl nicht mal in’s Mikrophon lächeln würde. Wesentlich mehr hingegen weiss er unbestrittenermassen über das Star-Dasein. Die sog. “Personalities” wurden über Jahre hinweg als unbequem so lange durch Air-Checks, Sendungsvor- und v.a. -nachbesprechungen etc. bearbeitet, bis sie entweder von selbst das Boot verlassen oder sich als claim-wiederholender Roboter in die Zahl der anderen eingeordnet haben. Jetzt, nachdem das mediale Schlachtschiff “Radio” nach und nach unterzugehen droht, jetzt sollen es ausgerechnet derartige Personalities wieder retten! Sehr viele davon haben jedoch inzwischen die Schnauze vom Radiomachen gestrichen voll oder sind auf ihrem eigenen Internet-Sender zu finden, der allerdings in Ermangelung von Ports und damit der entsprechenden Genehmigungen durch die Landesmedienanstalten nur über eine sehr eingeschränkte Hörerschaft verfügen, dort jedoch Kultstatus haben!
Radio ist meines Erachtens das interessanteste Medium, das uns der Erfindergeist gebracht hat. James Clerk Maxwell machte die theoretische Basisarbeit – Heinrich Hertz hat die Radiowellen bereits 1887 im Experiment nachgewiesen. Seither machte die Rundfunktechnik unglaubliche Fortschritte bis sie schliesslich beim heutigen Digitalradio ankam, das auch zur Weiterleitung von Informationen jeglicher Art verwendet werden kann. Sehr rasch traten die Funkwellen ihren Siegeszug rund um den Globus an, vorerst auf Kurz-, Lang- und Mittelwelle, schliesslich auch auf UKW. Für so manch Einen ist das Aufstehen, der Weg zur Arbeit,… ohne Radio gar nicht mehr denkbar. Im Durchschnitt hört beispielsweise jeder Deutsche für vier Stunden seinen Lieblingssender (in Österreich sind es 203 Minuten, in der Deutsch-Schweiz nurmehr 119 Minuten). Die Tendenz: Abnehmend! Dieser Entwicklung möchte ich heute gleich in mehrfacher Hinsicht auf den Grund gehen.
In meiner Rundfunk-Ausbildung lernte ich jene drei Faktoren kennen, die einen Hörer zum Einschaltknopf seines Radiogerätes greifen lassen:
1. Die Musik
2. Die Information
3. Die Moderation

In genau dieser Reihenfolge findet die Entscheidungsfindung nach dem Liebnlingssender des Konsumenten statt. Wer etwas anderes behauptet, liegt grundlegend falsch! Ist die Information noch so top oder die Moderatoren einsame Spitze, die Musik hingegen taugt nichts, wird das Studiomischpult rasch wieder ausgeschaltet werden können. Die Stunden-Hörerzahlen der fünften Programme der ARD-Sender beweisen dies immer wieder:
BR1 1,027 Mio
BR5 155.000
(Zahlen: Mediaanalyse 2016, Zielgruppe: 10+)
Im Vergleich dazu sei die SWR1-Hitparade erwähnt, die einmal jährlich durch Hörerbeteiligung ermittelt wird und für eine ganze Woche im Sendegebiet zum Strassenfeger avanciert. Doch genau bei der Musik happert es wohl bei den meisten Rundfunkanstalten. In nahezu allen Programmen der unterschiedlichen Zielgruppen läuft derselbe entsprechende Format-Klangteppich. Da brauche ich keine sündhaft teuren Music-Researches um den Hörergeschmack ausfindig zu machen, sondern spiele nur die Top 100 rauf und runter. Früher nannte man dies das “Hot-AC-Format”. 300 Titel, die in einer Dauerschleife laufen, jede Woche werden zwischen 10 bis 30 herausgenommen und durch neue ersetzt! Zieht man hingegen in Betracht, dass am Tag rund 300 bis 350 Songs benötigt werden, wiederholt sich die Rotation noch am selben Tag. Dieses Format wurde inzwischen von den meisten Hitradios übernommen und nur vereinzelt mit guten Klassikern aufgepeppelt. Doch Vorsicht: Mancherorts avanciert ein Song bereits nach nur wenigen Jahren zum Klassiker – gestern noch in der Hot-Rotation, heute schon wieder dort. Bei den meisten Sendern konzentrieren sich die Musikchefs auf die Hitparade – kaum einer beweist hier den Hit-Riecher und holt frische Titel in’s Programm. Wenn denn überhaupt die Musikredaktion besetzt ist und nicht nur als Sammelraum zugemusterter CDs dient.
Weshalb viele Radiosender gleich klingen kann durchaus damit zu tun haben, dass sie denselben Geselllschaftern gehören – zumeist grosse Verlagshäuser, die neben ihrem eigentlichen Kerngeschäft, der Printpresse, auch ein entsprechend grosses Stück vom E-Medienkuchen abhaben möchten. So ist etwa der Hubert Burda-Verlag deutschlandweit an nicht weniger als 21 Radioanstalten beteiligt; die Funke Medien Gruppe (ehemals WAZ-Verlag) an 14, die Axel Springer SE an 5 Radiosendern in Deutschland und vielen mehr in Grossbritannien. Im Vergleich dazu Österreich. Im Alpenstaat ist zumeist das grösste Verlagshaus des Bundeslandes zu 25 – 90 % am jeweiligen Regionalsender und zu max. 10 % an den anderen Bundesländer-Privatradios beteiligt. Die grosse Ausnahme bildet hierbei die Mediaprint GmbH & Co KG, die mit dem KroneHit-Radio einen eigenen nahezu bundesweit empfangbaren Sender betreibt, der auf einem Verbund kleinerer Lokalradios beruht. Auch hierzu mehr etwas später. So ist etwa die Russ Media Gruppe Hauptgesellschafter der Antenne Vorarlberg, daneben jedoch auch beteiligt an Radio Arabella Wien und über Beteiligungsverflechtungen an anderen Radiostationen. Ähnliches gilt für die Fellner-Gruppe mit Beteiligungen an Radio Ö24 und den Antennen Salzburg, Wels und Tirol! Für derartige Grossgesellschafter ist ein Ansprechpartner besser als mehrere – auch in der Musikredaktion, sodass oftmals bei der Fahrt durch die Bundesländer in den jeweiligen Regionalradios zeitgenau derselbe Song zu hören ist. Problematisch aber wird es auch in anderen Bereichen. So war etwa bei einem Unternehmen, in dem ich meiner Arbeit nachging, Krisenstimmung angesagt, als ein Jahres-Werber der Zeitung sein Budget zum Radio gab. In einem anderen Falle wurde ich redaktionell eingebremst, als ich in einem anderen Unternehmen einen Beitrag über Ballungsraum-TV machen wollte. Der Hauptgesellschafter des Radio-Senders war auch Gesellschafter dieser TV-Station. Soweit also zum heiligen Redakteursstatut!
Und dann sind da auch noch die Mantelprogrammanbieter! Der wohl grösste Irrsinn, den die Radio-Branche jemals hervorgebracht hat. Als in Deutschland und wesentlich später auch in Österreich der Radio-Markt geöffnet wurde, freuten sich die meisten Hörer der öffentlich-rechtlichen Sender, dass endlich mal Programmvielfalt Einzug in das Radiowellen-verstaubte, heimische Wohnzimmer hält. Was daraus geworden ist, spottet allerdings jedem Grundsatz. Hier seien vier Beispiele erwähnt!
In Nordrhein-Westfalen gibt es 45 Lokalradiosender. Allen dieser Radioprogramme wird mehr oder weniger durch die radio NRW GmbH zugeliefert. Teilweise nur die Nachrichten, Beiträge, Comedy, grossteils die Musik und vielfach ganze Sendestrecken, die nur durch lokale Werbung und Nachrichten unterbrochen werden. Und der grosse Witz wird klar, wenn man sich die Gesellschafter der radio NRW GmbH etwas genauer anschaut:

Pressefunk Nordrhein-Westfalen GmbH & Co. KG 59%
Westdeutscher Rundfunk (WDR) 24.9%
RTL Radio Deutschland GmbH 16.1%

Der Westdeutsche Rundfunk ist die öffentlich-rechtliche Landesrund-funkanstalt in NRW. Damit mischt also ein durch Hörergelder finanzierter Anbieter munter im Privatradio-Sektor mit. Wie pervers ist das denn!!! Fahre ich von Köln über Düsseldorf nach Dortmund oder Essen, so höre ich in den Lokalradios jeweils dasselbe Programm. Wieso wurden die Frequenzen dann nicht direkt an die radio NRW GmbH vergeben sondern an lauter kleine Anbieter mit mehrfach denselben Geschäftsführern? Um Programmvielfalt vorzuspiegeln? Ich lach’ mich kaputt! Die radio NRW GmbH wirbt auch ganz unverblümt auf ihrer Website, dass ein Werbekunde durchschnittlich 6,722 Mio Stundenhörer (Mo. – Fr.) erreicht. Durch die Ersparnis aufgrund der niedrig gehaltenen Kosten bedingt durch gleichzeitige Nutzung kann hier auch mit einem unschlagbaren Tausend-Kontakt-Preis (TKP) gearbeiter werden, der es anderen Anbietern unmöglich macht, wirtschaftlich zu überleben. So hält der öffentlich-rechtliche Sektor seine private Konkurrenz in Grenzen. Ein Hoch also dem freien Wettbewerb!!!
Ein ähnliches Bild in Bayern. Schon seit 1991 bietet die BLR ganze Programminhalte wie auch radio NRW an, damit sich die “Sender voll und ganz auf ihre lokalen Programmbestandteile konzentrieren” können. Auch hier reicht die Angebotspalette von den Lokal- und Weltnachrichten bis hin zum kompletten Mantelprogramm. Die Gesellschafter sind:

- Mediengesellschaft der Bayerischen Tageszeitungen für Kabel-kommunikation mbH & Co. – Radio 2000 KG mit Sitz in München
- RSG Rundfunk Service GmbH, mit Sitz in Nürnberg
- Studio Gong GmbH & Co. Studiobetriebs KG mit Sitz in München

Das Mantelprogramm wird als oldie-based bezeichnet, obgleich sich einschlägige Internetplattformen schon anno 2015 darüber beschwerten, dass kaum mehr Titel aus den 60ern und 70ern gespielt würden. Klar – die Anhänger dieser Musik sind inzwischen älter als 49 Jahre und fallen dadurch aus der kaufkräftigen Umfrage-Zielgruppe der Medienanalyse heraus. Angeschlossen sind 39 kleinere und grössere Rundfunksendern – von insgesamt 70 Anbietern (inkl. BR, DW,…). Ergo: Eine durchaus marktbeherrschende Situation! Unter diesen Stationen erfolgt auch der rege Austausch redaktioneller Beiträge – ähnliches läuft übrigens zwischen den Antenne-Stationen in Österreich. Insofern bedenklich, als ein freiberuflicher Radio-Journalist etwa einen Beitrag nur einfach verkaufen kann, dieser aber trotzdem u.U. bei 39 Sendern läuft! Auch hier die Frage nach Programmvielfalt und Wettbewerb? Hat sich insofern erledigt, als die meisten dieser Radiostationen ohnedies zur Oschmann-Gruppe zählen, die über die Neue Welle Rundfunk-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG und deren Tochter Müller Medien GmbH & Co. KG an den meisten der bayerischen und immer mehr Radiosendern in anderen Bundesländern bzw. über einen Telefonbuchverlag auch Anteile an vielen der österreichischen Stationen inne hat. Etwa an Arabella Wien!
Apropos – am Standort des alten AKHs in Wien wird einerseits das Programm für die österreichische Bundeshauptstadt gemacht, andererseits auch das Programm für den Rest Österreichs. Über Satellit zugeliefert, bietet dieses nur lokale Fenster für Werbung und Nachrichten bzw. regionale 1,5 Minuten langen Beiträge, wie Veranstaltungshinweise, Wetter, Verkehr etc. Alle Radiostationen, die den Namen “Arabella” führen, haben auch Arabella Wien drinnen. Dem Funkhaus Innsbruck wurde das zu viel – es switchte wieder auf das eigene Welle-Programm zurück. In Vorarlberg wurde das Schema trotz meiner Warnung durchgezogen, mit dem Effekt, dass der Sender nach nur wenigen Monaten zusperren musste. Niemand wollte in einem zweiten Wiener Radio (neben Ö3) werben – hören wollte Wien im äussersten Westen Österreichs sowieso niemand mehr. Arabella nutzt in der österreichischen Bundeshauptstadt eine, in Niederösterreich 5 und in Oberösterreich 6 Frequenzen. Aus den ehemaligen Super-Oldies und Mega-Schlagern wurde ebenfalls aufgrund der “kaufkräftigen Gruppe der 14-49-jährigen Radiotest-Hörer” ein undefinierbarer Mischmasch mit starker Tendenz in Richtung des AC-Formates. Das allerdings überschneidet sich in vielfacher Hinsicht mit dem Musikformat der Antennen-Kette, die in Form der Oschmann-Gruppe jeweils zumindest einen gemeinsamen Gesellschafter aufweist. Aus einem Adult-Spartenradio als direkte Konkurrenz zum Bundesländer-Radio des ORF wurde ebenfalls ein Hitradio mit nurmehr 900 Titeln in der Rotation als direkte Konkurrenz der privaten Regionalradios. Auch hier somit von Programmvielfalt keine Spur.
Neben der NRJ-Kette, die ebenfalls auf der Suche nach Frequenzen ist, gibt es noch den grössten Platzhirsch in fünf Bundesländern: Kronehit. Produziert wird das Programm ebenso in Wien. Ausgstrahlt über die Frequenzen kleiner, dem Verbund angehörender Lokalradiosender nach demselben Schema wie in NRW: Ein Mantelprogramm mit nur kleinen lokalen Sendefenstern für Werbung und Nachrichten. Zumindest in zwei Punkten unterscheidet sich Kronehit von den anderen: Die Musik entstammt dem CHR-Format – die Moderatoren sind zumeist nicht ausgebildet bzw. lassen dies nicht vermuten. Als Gesellschafter agiert zu 100 % die Kurier Hörfunk Beteiligung GmbH. Wer sich etwas in der Printlandschaft Österreichs auskennt, weiss, dass einer der wichtigsten Gesellschafter der Mediaprint (Kronenzeitung und Kurier) die NKZ Austria-MedienbeteiligungsGmbH aus Essen ist, die wiederum zur Funke-Gruppe (ehemals WAZ-Verlag) gehört. Zu dieser zählern 12 dieser Phantom-Lokalsender in NRW. Womit wir wieder am Anfang meiner Zeilen und dieser ach so bunten Radio-Landschaft angelangt sind.
Die Freude der Hörer nach der Öffnung der UKW-Frequenzen in Deutschland und Österreich über unzählige Alternativen zu den bisherigen öffentlich-rechtlichen Angeboten wurde also bitterlichst enttäuscht. Einige kehrten wieder zu diesen zurück (siehe Mediaanalyse 2016), andere bewaffneten sich mit MP3-Playern und hören nurmehr ihre eigenen Downloads oder Streaming-Plattformen via Handy. Wen nimmt’s Wunder, schaufeln sich dadurch doch die selbsternannten Radio-Neuerfinder das eigene Grab. Radio als Selbstzweck zu machen, vielfach am Hörer vorbei – wen interessiert das noch?!

Lesetipps:

.) Private Parts; Howard Stern; Goldmann Wilhelm GmbH 1997
.) Radio: Eine Einführung; Hans J. Kleinsteuber; VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012
.) Radio (Grundlagen der Medienkommunikation, Band 6); Jürg Häusermann; De Gruyter 2013
.) Radio (utb Profile, Band 3333); Hans-Jürgen Krug; UTB GmbH 2010
.) Radio-Geschichte(n); Steffen Lieberwirth; Verlag Klaus-Jürgen Kamprad 2000
.) Das wundervolle Radiobuch – Personality, Moderation und Motivation; Patrick Lynen; Fischer, Reinhard 2004
.) Radios der 50er Jahre Band 2: Detaillierte Anleitungen zur Fehleranalyse: Messen, Signalverfolgung und Hilfsmittel; Eike Grund; Books on Demand 2014
.) Radio, TV, Schallplatte: Erinnerungen an die Nachkriegsjahre; Reinhard Bogena; Einhorn-Vlg. 2016

Filmtipps:

.) Good Morning Vietnam
.) Private Parts

Links:

www.kek-online.de
www.agma-mmc.de
www.rtr.at
www.medienindex.de
lokalrundfunktage.de/
www.radionrw.de
www.blm.de
www.blr.de
www.axelspringer.de
www.funkemedien
www.russmedia.com
www.wko.at
www.arabella.at
www.kronehit.at

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Kooperieren oder geschluckt werden

Bei meinen Recherchen für die unterschiedlichsten Texte bin ich immer mal wieder über die sog. “Big-Player” gestolpert. Jene teils multinationale Konzerne, die sich schon längst von ihrem eigentlichen Kerngeschäft verabschiedet und in teils unglaublich viele Richtungen teilstrukturiert haben. Da Otto-Normalbürger davon meist gar keine Ahnung hat, zum Teil solche Konzerne zudem boykottiert und nicht wissend trotzdem bei ihnen einkauft, möchte ich mich diesem Wirtschaftsphänomen etwas genauer widmen. Die Auflistung erhebt in keinster Weise den Anspruch auf Vollständigkeit (wollte eigentlich über deren mehr schreiben, währenddessen allerdings trafen zu viel Text und Inhalt aufeinander). Deshalb habe ich aus drei unterschiedlichen Branchen jeweils ein Unternehmen herausgegriffen, das meistens nach dem Motto lebt: Arbeite mit uns zusammen, oder Du wirst geschluckt!
Beginnen wir am besten gleich mit einem Global Player, mit welchem wohl jeder von uns tagtäglich zu tun hat, vollkommen egal in welcher Schattierung: Die Nestlé S.A.! Das grösste Industrieunternehmen der Schweiz ist zugleich auch der grösste Nahrungsmittelhersteller der Welt. Ohne eine Entscheidung aus der Firmenzentrale in Vevey läuft in diesem Sektor gar nichts. Es ist schon erstaunlich, was seit 1866 geschehen ist, als der eidgenössische Apotheker Henri Nestlé die Farine Lactée Henri Nestlé lk.A. gründete. Er hatte ein Jahr drauf das erste lösliche Milchpulver für Säuglinge als Ersatz der Muttermilch auf den Markt gebracht. Nur neun Jahre nach der Eintragung im Gewerberegister hat sich Henri Nestlé komplett aus dem Unternehmen zurückgezogen – doch sein Namen sollte sich bis in die Gegenwart hinein halten. Findige Manager fusionierten und schluckten Werke sowie komplette Firmen. Auch deutlich grössere – etwa 1905 die Anglo-Swiss Condensed Milk Company oder 1947 die Maggi AG. Nestlé holte noch vor dem Zweiten Weltkrieg namhafte Schokolade-Hersteller aus der Schweiz in’s Boot und begann ab 1938 mit der Produktion von löslichem Kaffee! In den 60ern des voerhergehenden Jahrhunderts wurde die Findus AG mit Schwerpunkt Konserven, Eis und Tiefkühlprodukte aufgekauft, Anfang der 70er dann die Ursina-Franck AG mit den Marken “Thomy” und “Bärenmarke” übernommen. 1974 stiess die Anteilsmehrheit an Gesparal hinzu und damit auch die Mehrheit am Kosmetik-Hersteller L’Oreal. Die 80er Jahre wurden für den US-amerikanischen und britischen Markt genutzt. Sozusagen im Vorbeigehen schnappte man sich den italienischen Buitoni-Nudel- und Süssigkeiten-Konzern, ein Jahr später die Mineralwasser-Marken Perrier und Sanpellegrino. Der Expansionsdrang ging auch nach der Jahrtausendwende weiter: Ralston Purina (Tierfutter), Schöller (Eis), Dreyer’s (Eis), Wagner (Tiefkühlpizza), Gerber (Kindernahrung) und den Tiefkühl-Pizza-Bereich von Kraft-Foods. 2012 wurde – strategisch ausgezeichnet geplant – der Babynahrungsbereich des US-amerikanischen Konzerns Pfizer übernommen, der sich v.a. im rasch grösser werdenden Markt der Schwellen- und Entwicklungsländer engagiert. Daneben gab es zahlreiche Joint Ventures – etwa mit Lactails (Frischeprodukte), General Mills (Frühstücksgetreideprodukte) und Coca Cola (Teegetränke). Schöller Eis und Alcon (Augenpflegemittel) wurden inzwischen wieder veräussert. Nestlé erzielte alleine im vergangenen Jahr 2013 einen Umsatz von knapp über 92 Milliarden CHF (rund 76,5 Mrd. €) und einen Reingewinn von 10 Mrd CHF (8,32 Mrd. €). Insgesamt beschäftigt der Big Player weltweit zirka 335.000 Arbeiter und Angestellte. An Nestlé-Produkten werden Sie nicht so rasch vorbeikommen. Angesichts derartiger Wirtschaftspower sind auch die Wettbewerbshüter machtlos. Sollte eine Übernahme nicht funktionieren, wird einfach die Produktion einer ganzen Tranche in’s Ausland verlagert. Die Konsequenz: Es gehen Arbeitsplätze verloren. Immer wieder wird das Unternehmen mit Klagen konfrontiert: Aggressives Marketing, Säugilngstod, Gentechnik, Kinderarbeit, Regenwaldzerstörung, Tierversuche, Infiltration… All die Prozesse endeten bislang mit einem Freispruch für das Unternehmen oder einem Einlenken, wie etwa dem Harkin-Engel-Protokoll gegen die Kindersklaverei bei der Kakao-Ernte. Dieses Protokoll jedoch wurde im Rahmen einer Untersuchung der Zulane-University im Jahre 2011 als sehr löchrig beurteilt.

Nestlé-Marken:
Alete, After Eight, Beba, Buitoni, Caro, Felix, Frische Brise, Gourmet, Herta, Kitkat, Lion, Maggi, Nescafe, Nesquick, Nuts, Sanpellegrino, Smarties, Thomy, Vittel, Wagner,…

Ebenfalls aus der Schweiz stammt das weltweit grösste Pharma-Unternehmen – die Novartis AG. Es juckt mir ganz extrem in den Fingern, über dieses Unternehmen zu berichten, jedoch laufen deren Anwälte gegenwärtig aufgrund eines Impfskandales in Italien Sturm. Deshalb verschieben wir dies auf etwas später, um damit etwaigen Unterlassungs- oder Ehrenbeleidigungsklagen zu entgehen. Anstatt dessen möchte ich mich dem etwas kleineren Bayer Konzern zuwenden. 1863 gründeten im heutigen Wuppertal Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott die Firma “Friedr. Bayer et comp.” mit dem Ziel der Farbenherstellung. Binnen kürzester Zeit wuchs das Unternehmen auf 300 Angestellte und wagte 1881 den Schritt an die Börse. Parallel zur Herstellung der unterschiedlichsten Farben wurde auch in pharmazeutischer Richtung geforscht. Dabei stiessen die Wissenschaftler auf die positive Wirkung von Acetylsalicylsäure. Es wurde nur wenig später als “Aspirin” auf den Markt gebracht und gehört auch heute noch in jede Hausapotheke. Den Studien von Gerhard Domagk hat der Konzern zwei weitere Flaggschiffe zu verdanken: “Zephirol” (Desinfektion) und “Prontosil” (Breitbandantibiotikum gegen Kokken-Infektionen). Für letzteres erhielt Domagk 1939 den Nobelpreis für Medizin. Nettes Detail am Rande: Bayer kaufte 1896 auch das Patent für die Herstellung von Heroin. Noch vor dem Jahrhundertwechsel wurde das Unternehmen zu einem der führenden chemischen Produzenten der Welt ausgebaut. Der damalige Unternehmenschef Duisberg errichtete rund um die Produktionsstätte in Wiesdorf eine richtiggehende Stadt. Unter Einbeziehung zweier weiterer Gemeinden entstand hieraus Leverkusen. Noch vor dem 1. Weltkrieg kam es zu einem Joint Venture mit BASF, dem auch Agfa beitrat. Bayer hatte vor Ausbruch des Weltkiregs bereits über 10.000 Mitarbeiter und Filialen – auch in den Staaten der Entente. Während des Krieges musste der Konzern zuerst Sprengstoff und später auch Gas produzieren, obwohl sich Duisberg zuvor geweigert hatte. 1924/25 schliesslich wurden Bayer und BASF fusioniert. Hinzu kamen die Farbwerke Höchst und Agfa. Neben Farben und Arzneimittel erstreckte sich die Produktion fortan auch auf Kupferseide und Pflanzenschutzmittel. 1931 entwickelte ein Chemiker aus Backpulver, Aspirin und Zitronensaft “Alka-Seltzer”, wodurch ein weiterer Verkaufshit v.a. in den USA das Licht der Welt erblickte. Im 2. Weltkrieg wurden Öl- und Schmiermittel sowie Kautschuk für die Kriegswaffen-Industrie entwickelt und produziert, wobei auch Zwangsarbeiter zum Einsatz kamen. Nach der Freigabe durch die Besatzungsmächte erfolgte der rasante Wiederaufbau. In der Pharmaindustrie konzentrierte man sich in den 50ern auf Mittel gegen Tuberkulose und die Produktion von Penicilin; am neu eröffneten Standort im US-Bundesstaat Ohio auf die Entwicklung von Polyurethan, in Florida auf Pflanzenschutzmittel, in Chile auf synthetische Gerbstoffe. Gemeinsam mit der BP Hamburg wurden zudem die Finger in der Ölchemie ausgestreckt. Mit Monsanto begründete Bayer in den USA die “Mobay”, die u.a. für die Entwicklung des im Vietnamkrieg verwendeten “Agent Orange” verantwortlich zeichnete. In den 60ern fusionierten Agfa und die Gevaert AG – es entstand ein Foto- und Filmmoloch. Immer mehr wurde eingegliedert, immer grösser der Konzern. Aus den 3 Mitarbeitern des Jahres 1863 wurden 115.500 anno 2013. Bayer zählt inzwischen zu den weltweit führenden Pharma- und Pflanzenschutzkonzernen. Die in der Bayer Holding zusammengefassten eigenständigen Teil-Konzerne Bayer HealthCare AG, Bayer CropScience AG sowie Bayer MaterialScience AG und deren Servicegesellschaften Bayer Technology Services GmbH und Bayer Business Services GmbH erwirtschafteten 2013 einen Umsatz von nicht weniger als 40,2 Mrd. € und einen Gewinn von rund 3,2 Mrd. €. Durch ein Joint Venture mit dem eidgenössischen Roche-Konzern, der Übernahme der Scheiring AG und des Krebsmedikamentenherstellers Algeta aus Norwegen sowie dem Kauf des Consumer-Care-Geschäfts des US-Konzerns Merck & Co für kolportierte 14,2 Mrd. US-Dollar wurde Bayer im Mai dieses Jahres zur Nummer zwei in der Rangliste der weltweiten Anbieter von rezeptfreien Medikamenten und Gesundheitsprodukten (Nummer 1 ist der US-Konzern Johnson & Johnson). Auch gegen Bayer wurde immer wieder prozessiert – so etwa nach der Vergiftung von Milchpulver durch ein unsachgemäss gekennzeichnetes Insektizid , woran sich 42 Kinder eines Dorfes in Peru vergifteten und 24 davon gar verstarben. Anfang 2000 brachte eine US-Tochter-Firma ein mit dem HI-Virus verseuchtes Medikament auf den Markt. Hunderte Menschen – vornehmlich in Fernost-Asien – infizierten sich mit dem Virus. Die grösste Katastrophe aber bedeutete gleich nach Beginn des neuen Jahrtausends das Medikament “Lipobay”. Ein Wirkstoff löste im Zusammenspiel mit anderen Cholesterinsenkern Muskelzerfall aus, was für die meisten Betroffenen tödlich endete. Der Konzern nahm das Produkt vom Markt. Nicht zuletzt auch die Nachwirkungen des Ganzen brachten einen Verlust in der Höhe von 1,12 Mrd US-Dollar durch Vergleichszahlungen. Ein Urteil erfolgte aufgrund dessen nicht. Allerdings gingen tausende Arbeitsplätze verloren. Der Bayer-Konzern war erstmals breitseits getroffen. Dies übrigens löste die vorhin angesprochene Aufsplittung in Teilkonzerne aus. Zudem gibt es auch ein Spruch des deutschen Bundesverfassungsgerichtshofes aus dem Jahr 1992, wonach Kritiker behaupten dürfen:

„In seiner grenzenlosen Sucht nach Gewinnen und Profiten verletzt Bayer demokratische Prinzipien, Menschenrechte und politische Fairness.“

Kritisiert werden dabei immer wieder Verstösse gegen die Menschenrechte, Kriegsverbrechen, irreführender Werbung und Tierversuche. Zudem sollen Preisabsprachen getätigt worden sein (Aspirin-Kartell, Kautschuk-Kartell). Ansonsten ist der Bayer-Konzern jedoch bekannt für seine Personalpolitik – neben einer Sozialabteilung gibt es noch eine eigene Personalabteilung für alle Mitarbeiter – egal ob aus der obersten Etage oder vom Fliessband ganz unten. Ziel ist die Identifikation der Arbeitnehmer mit der “Bayer-Gemeinschaft”. Dies gilt für deutsche Landen – in den USA wurden die Produktionsstätten mit in der Gewerkschaft organisierten Mitarbeitern nach und nach geschlossen.

Bayer-Marken:
Alka-Seltzer, Apex, Aspirin, Baypren, Baytril, Bepanthen, Berocca, Betanal, Contour, Desmolac, Elevit, Ipranil, Mirena, Poncho, Pitorin, Rennie, Supradyn, Yasmin…

Das drittte Unternehmen, das ich Ihnen heute in dieser Auflistung näher bringen möchte ist die zwar wesentlich kleinere, nichtsdestotrotz aber sehr mächtige Oschmann-Gruppe. In der Branche ist Oschmann bekannt als “Der kleine Kirch” – über Leo Kirch und sein Imperium habe ich an dieser Stelle ja schon ausführlich berichtet. Ganz so falsch liegen damit die Kritiker und auch die Schreiberlinge des Springer-Verlages (die so 2003 schlagzeilten) nicht, es sei Ihnen aber eines an’s Herz gelegt: Wer im Glashaus sitzt, der werfe nicht mit Steinen! Weitestgehend ohne grosses Aufsehen hat der ehemalige Verleger Gunther Oschmann ein Medien- Imperium aufgebaut, das seinesgleichen sucht. Der geborene Franke trat nach dem BWL-Studium in den Telefonbuch-Verlag seines Grossvaters Hans Müller ein. Nach dessen Tod leitete er im Alter von nur 25 Jahren alleine die Geschicke des Verlags. Und – er setzte das um, was er offenbar während seines Studiums gelernt hatte: Er expandierte. Nach und nach wurden Verlage oder Anteile aufgekauft, wie etwa der Düsseldorfer Adressbuch-Verlag Schwann, der Osang-Verlag in Bad Honnef, der Hamburger Jugendbuchverlag Tessloff und einige andere mehr. Zeitgleich wurden in zahlreichen anderen Ländern Standorte gegründet – auch in Österreich und der Schweiz. Zudem zeigte sich der Unternehmer nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sehr an den Ländern des Ostens interessiert. Beschäftigte Oschmann damals im Verlag seines Grossvaters noch 49 Mitarbeiter, so waren es anno 2003 bereits über 2.000. In diesem Jahr übergab er das Tagesgeschäft seinen beiden Kindern Michael und Constanze. Sie regierten ab sofort über jährlich 325 Ausgaben und 19 Millionen Telefonbüchern – ein ausgezeichnet florierendes Geschäft. Im Hintergrund aber zog Oschmann sen. nach wie vor die Strippen. Als Mitte der 80er Jahre die Rundfunkliberalisierung in Deutschland Einzug hielt, mischte der selbst sehr medienscheue Franke kräftig mit. Heute hält er teils erhebliche Anteile an mehr als der Hälfte aller bayerischen Rundfunksender, darunter die Zugpferde Antenne Bayern, Gong und Charivari. Beteiligungen gibt’s zudem in anderen Bundesländern. Auch als in Österreich (als letztem Staat Europas) endlich die Privaten zugelassen wurden (1996 bzw. 1998), hatte sich die Oschmann-Gruppe über den Salzburger Telefonbuch-Verlag längst seine Schäfchen in’s Trockene gebracht. Von den Antenne-Sendern bis zum Mantel-Anbieter Arabella – man möchte beinahe meinen, dass die Mediengruppe Mitarbeiter beschäftigt, die nur von einer Gesellschaftersitzung zur anderen fahren. Auch die regionalen bzw. lokalen TV-Stationen in Deutschland blieben selbstverständlich nicht verschont. All diese elektronischen Aktivitäten wurden schliesslich in einer eigenen Holding (“Neue Welle”) gebündelt, um sich deutschlandweit besser am Markt positionieren zu können. Mehr als 60 regionale TV- und Rundfunkanbieter, die nach aussen hin zwar als unabhängig auftreten, im innerbetrieblichen Bereich jedoch klar geführt werden, gehören inzwischen dem Oschmann-Imperium an. Soweit also die sowohl in Deutschland als auch im Alpenstaat so heiss ersehnte bunte Vielfalt an Musik und Meinung! Im Jahre 2003 streckte der gewiefte Medien-Manager die Finger nach den DeTe-Medien aus. Deren Marktwert wird auf mehrere hundert Millionen € geschätzt – mit den Produkten “Das Telefonbuch”, “Das Örtliche” sowie “Gelbe Seiten” war die Deutsche Telekom Platzhirsch in Deutschland. Oschmann selbst bezeichnet sich als “kleinen Mittelständler”, der nicht wirklich in den Medien präsent sein muss (klar – er bevorzugt das Dasein am Regiepult). Wenn auch die Kritiker Oschmann zugute halten mögen, dass er kein Tageszeitungsverleger ist, so arbeitet er doch mit sehr vielen dieser Spezies zusammen. Hervorragend vernetzt als Mitglied der unterschiedlichsten Gremien und Vereinen, als Pate und Stiftungsrat weiss er sich stets mit dem notwendigen politischen Rückhalt durchzusetzen. So wusste selbst die in Bayern zuständige Behörde zur Vergabe der Sendelizenzen BLM lange Zeit nicht, dass Oschmann an dermassen vielen Unternehmungen beteiligt war (ob dies etwas an der Vergabe geändert hätte, sei dahingestellt). An der jetzigen MüllerMedia GmbH & Co. KG hält Gunther Oschmann 55 % der Anteile, der Rest ist zu gleichen Teilen auf seine beiden Kinder aufgeteilt. Mit Umsatzzahlen kann ich hier leider nicht dienen, da trotz intensivster Recherche online nichts zu finden war!

Marken aus dem Hause Oschmann:
Antenne Bayern, Funkhaus Nürnberg, Radio Primavera, Radio Gong, Radio Charivari, Radio Arabella, Radio Eins, Radio Leipzig, Radio Dresden, hit radio FFH, BLR, München TV, Main TV, Franken Fernsehen, Antenne Vorarlberg, Arabella Österreich, Life Radio Tirol/Oberösterreich,…

To be continued!!!

Quellennachweise:
www.nestle.com
www.bayer.de
www.aspirin.de
www.leverkusen.com
www.mueller-medien.com
www.muellerverlag.de/
www.kek-online.de

Lesetipps:
.) Das neue Schwarzbuch Markenfirmen: Die Machenschaften der Weltkonzerne; Klaus Werner, Hans Weiss; Ullstein Taschenbuch, 2010, ISBN 978-3-548-37314-0
.) Nestlé. Macht durch Nahrung; Friedhelm Schwarz; DVA; Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05331-6
.) Strukturwandel und Kulturwandel international tätiger deutscher Unternehmen: Das Beispiel des Bayer-Konzerns; Tina Guenther; DUV, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8350-0397-2
.) Stimmt die Chemie? Mitbestimmung und Sozialpolitik im Bayer-Konzern; Klaus Tenfelde, Karl-Otto Czikowsky, Jürgen Mittag, Stefan Moitra, Rolf Nietzard (Hrsg.); Klartext Verlag, Essen 2007, ISBN 978-3-89861-888-5.
.) Von der Handschrift zum Internet. Felder und Wege eines Nürnberger Medienunternehmens. Müller-Medien. Text und Red.-Leitung: Gerhard Friedrichs, Telefonbuch-Verlag Hans Müller. Nürnberg: Verlag Hans Müller, 2000, 187 S., ISBN 3-87191-275-1 (Edition: Impressionen aus Wirtschaft und Kultur)

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