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UFOs – und es gibt es sie doch???

Als der eidgenössische Autor Erich von Däniken im Jahr 1977 sein Buch „Beweise. Lokaltermin in fünf Kontinenten“ veröffentlichte, lachte ein Grossteil der Welt über ihn. Ursprung dieser Heiterkeit war die Behauptung von Dänikens, dass vor langer Zeit Ausserirdische auf der Erde gelandet sind und die Menschenaffen „veredelt“ haben – die Geburtsstunde der Menschheit! Man mag von dieser These halten, was man will, doch hat sich inzwischen ein kompletter pseudowissen-schaftlicher Zweig rund um diese Schilderungen gebildet: Die Prä-Astronautik! Vor allem zwei Punkte heizen zudem immer wieder die Gemüter an: Das Leben auf der Erde kann nicht die einzige Existenzform im riesigen Weltall sein – und – manche Phänomene lassen sich einfach nicht wissenschaftlich bzw. rational erklären.
Im November 2018 erreichte der Funkspruch der Pilotin des Fluges BA 94 die irische Flugsicherung Air Traffic Control (ATC) in Shannon: „Findet gerade ein Militäreinsatz statt?“ Nur wenig später wiederholte sich der Funkspruch. Emsige Recherche am Boden – dann die Antwort: Über einen Militäreinsatz sei nichts bekannt! Dann schilderte die Pilotin ihre Eindrücke: Kurz zuvor – in den frühen Morgenstunden – habe sich ein grelles Licht der linken Seite des Flugzeuges angenähert und dann mit rasender Geschwindigkeit in Richtung Norden abgedreht. Auch andere Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt gerade im Cockpit befanden, hatten dies gesehen. Nur wenig später meldete sich ein weiterer Pilot, der ebenfalls Lichter bzw. „etwas Glühendes“ gesehen haben will. Der Pilot des Virgin-Fluges VS 76 betonte, die Besatzung habe die aufeinander folgenden Flugkörper mit „astronomischer Geschwindigkeit“ („mindestens Mach 2“) vorbeifliegen gesehen. Die irische Flugbehörde Irish Aviation Authority hat sich der Sache angenommen – bislang ohne Erfolg. Schliesslich war auf dem Radar nichts zu erkennen. Was es tatsächlich war, das diese beiden Flugkapitäne unabhängig voneinander gesichtet hatten, ist nach wie vor unbekannt. Obgleich Meteoriten nicht ganz ausgeschlossen werden können, entspricht dies jedoch nicht den Schilderungen der Pilotin.

https://www.youtube.com/watch?v=kulU88RyhCI

Nach Meldungen der BBC hätten sich 2018 derartige Sichtungen gehäuft.
Ähnlich dürfte sich auch die Begegnung der dritten Art des JAL1628-Fluges am 17. November 1986 von Paris nach Tokio zugetragen haben. Das Frachtflugzeug hatte u.a. Alkohol geladen. Über Alaska kam es dann zu der im Video nachgedrehten Sichtung.

https://www.youtube.com/watch?v=DXNfyOVoi7g

Der Pilot einer in der Nähe befundenen Maschine von United Airlines sowie auch eine eigens aufgestiegene Militärmaschine konnten die Sichtung jedoch nicht bestätigen. War es etwa der Alkoholdampf im Flugzeug???
Solche Beobachtungen von Phänomenen durch voneinander komplett unabhängigen Menschen gibt es immer wieder. Wird den Schilderungen nur einer Person meist nicht wirklich Glauben geschenkt, so werden Mehrfachmeldungen durchaus ernst genommen. Selbstverständlich bemüht man sich von offizieller Seite, eine logische Erklärung zu finden, damit in der Bevölkerung keine Panik aufkommt. Ein Astronom meint in dem zuvor geschilderten Fall, es könnte sich wohl um Sternenstaub in der Grösse einer Walnuss oder eines Apfels gehandelt haben. Könnte – muss aber nicht! Auch bei all den anderen Schilderungen weltweit geht es darum, nur keine Verschwörungs- oder gar Weltuntergangstheorien aufkommen zu lassen. Schliesslich reichen den US-Amerikanern die Erfahrungen mit Area 51! Auch das Hörspiel „Krieg der Welten“, das im Radiosender CBS New York ausgestrahlt wurde, in dem die Landung von Marsmenschen auf der Erde gespielt wurde, löste eine riesige Panik damals aus, da die Hörer es für tatsächlich real hielten. Alles andere als erstrebenswert für die öffentliche Sicherheit eines Landes!
Auch hierzulande gab es einige Sichtungen, die für Unruhe sorgten.
1344 beobachtete in der Karwoche die erschrockene Bevölkerung der Stadt Feldkirch/Vorarlberg einen feurigen Klotz in Form eines Eimers, der in die Marktgasse fiel. Dort brannte er eine zeitlang vor sich hin bis er schliesslich wieder startete und in den Wolken verschwand.
Von November 1896 bis Mai 1897 wurde in zumindest 19 US-Bundesstaaten von mehreren zehntausend Menschen ein Flugkörper wahrgenommen, der bislang noch nicht erklärt werden konnte. Ein Luftschiff kann es noch nicht gewesen sein, da diese Technik v.a. aufgrund der Steuerung noch nicht soweit ausgereift war. Auch Thomas Alva Edison meinte hierzu, es sei „unvorstellbar, dass jemand ein erfolgreiches Luftschiff konstruieren und diese Tatsache geheimhalten könne“! Was es war, steht bis heute noch nicht fest – es könnte auch ein Betrug durch Falschmeldung gewesen sein. In der Geschichte hat dieser Fall als „Mystery Airship“ den Eintritt in die Bücher gefunden.
Der 25. Februar 1942 erschütterte ganz Amerika. Flugobjekte wurden über Los Angeles gesichtet, worauf die US-amerikanische Luftabwehr (37th Coast Artillerie Brigade) um 03.15 Uhr mit unzähligen Flaks das Feuer eröffnete. Befürchtet wurde rund zweieinhalb Monate nach dem Überfall auf Pearl Harbor eine japanische Invasion auf dem Kontinent mit Hilfe einer Superwaffe, wie es in den geheimen Akten zu lesen stand. Ein ranghoher Offizier hatte den Anflug von zirka 25 Flugzeugen in rund 12.000 Fuss Höhe gemeldet. 1.400 Granaten wurden abgeschossen. Nach Sonnenaufgang wurde jedoch trotz zumindest vier gemeldeter Abschüsse nichts gefunden – mit Ausnahme der Überreste der Flakgranaten. Der Fall ging als „The Great Los Angeles Air Raid“ in die Geschichte ein. Bis heute ist nicht bekannt, was damals wirklich in der Luft war, da von japanischer Seite nach dem Krieg zwar zugestimmt wurde, dass Angriffe geplant waren – an diesem 25. Februar aber nichts stattgefunden habe. 1983 versuchte das Office of Air Force History Licht in die Sache zu bringen: Es soll sich angeblich um Wetterballons gehandelt haben. Sehr schnelle Ballons, da sie nur kurz vor dem Spektakel mehr als 100 km entfernt erstmals vom Radar wahrgenommen wurden.
Nur fünf Jahre später, im Juni 1947 soll nahe der Kleinstadt Roswell im US-Bundesstaat New Mexiko sogar ein UFO samt Besatzung abgestürzt sein. In einem geheimen Kommandounternehmen sollen US-Truppen dieses Flugobjekt geborgen und unter strengster Geheimhaltung in Sicherheit gebracht haben („Area 51“). Dieser Fall ging als „Roswell-Zwischenfall“ in die Geschichte ein. Rund um dieses Ereignis entwickelte sich der „Roswell-Mythos“! Nach Militärangaben soll es sich auch hierbei um Wetterballons gehandelt haben.
Ein Jahr zuvor werden mehrere raketenähnliche Flugkörper über Skandinavien entdeckt, einige sollen auch in Seen gestürzt sein (Skandinavische UFO-Wellte mit „Spökraketer“).
Am 18. September 1976 stand das Telefon des Flughafens Mehrabad in Teheran/Iran nicht mehr still. Besorgte Bürger hatten ein sehr helles, ungewöhnliches Licht über der Stadt gesichtet. Der diensthabende Flugleiter beobachtete dies ebenso und erstattete Meldung beim nächsten Luftwaffenstützpunkt. Der diensthabende General schickte nacheinander zwei Phantom-F4 Abfangjäger in die Luft. Piloten und Navigatoren berichten unisono, dass die Bordelektronik und das Kommunikationssystem ausfielen, als sie sich dem Licht genähert hatten. Deshalb kehrten beide Maschinen um. Den zweiten Jet umkreiste dabei ein kleiner Lichtkegel, den der Pilot zuvor – in der Annahme es sei eine Rakete – versucht hatte, mit einer Wärmerakete abzuschiessen. Ohne Erfolg!. Kurz nach der Landung des zweiten Kampf-Jets waren beide Objekte plötzlich verschwunden. Auch hier ist unklar, was dies wirklich war. Das zu Hilfe gerufene US-amerikanische Committee for the Scientific Investigatives of the Paranormal (heute: Committee for Skeptical Inquiry) versuchte zu beruhigen: Es war der Planet Saturn. Die Piloten seien schlecht ausgebildet gewesen und hätten aufgrund des Alarmstarts unter starkem Stress gestanden. Dass das Objekt auf dem Bordradar der zweiten Maschine gesichtet wurde, sei der Inkompetenz der Piloten zuzuschreiben! Der Ausfall der Bordelektronik hätte seinen Ursprung im schlechten Wartungszustand der Maschinen. Dieses Ereignis ging als „Teheran-Zwischenfall“ in die Geschichte ein.

https://www.youtube.com/watch?v=KF-uftRQfAM

Die brasilianische Luftwaffe hat vor kurzem bislang geheim gehaltene Akten über ausserirdische Zwischenfälle in den Jahren 1952 bis 2016 veröffentlicht – sie können im brasilianischen Nationalarchiv (Arquivo Nacional) in Rio de Janeiro eingesehen werden. Beschrieben werden insgesamt 743 Sichtungen. Darunter sind auch jene 21 unbekannte Flugobjekte, die in der Nacht vom 19. März 1986 für Panik sorgten. Sie wurden über allen grösseren Städten des Landes gesichtet, vom Radar erfasst, konnten jedoch durch die brasilianische Luftwaffe nicht abgefangen bzw. identifiziert werden. Auch hier gibt es bis heute nur Vermutungen, keine rationalen Erklärungen. Etwa dass die damals herrschende Inversionswetterlage das Sternbild verzerrte. Oder dass die sowjetische Raumstation Saljut 7 zu diesem Zeitpunkt Müll ausbrachte, der beim Eintritt in die Atmosphäre verglühte. Das Spektakel ging als „Offizielle Brasilianische UFO-Nacht“ in die Geschichtsbücher ein. Über ähnliches wussten auch die Belgier von der „Belgischen UFO-Welle“ vom 29. November 1989 bis April 1990 zu berichten.

https://youtu.be/YS2zkaLYMzY

Sehr dubios hingegen sind einige Entführungsmythen, wovon ich einen genauer schildern möchte: Die Geschichte von Betty und Barnes Hill. Das Paar lebte in Portsmouth im US-Bundesstaat New Hampshire – beide sind inzwischen verstorben. Sie berichteten, dass ihnen in der Nacht vom 19. auf den 20. September 1961 auf dem Highway 3 ein UFO begegnet sei. Nach ihren Schilderungen beobachteten sie zuerst ein sehr helles Objekt am Himmel. Einige Zeit später sind sie im Auto sitzend 60 Meilen entfernt wieder zu sich gekommen. Es folgten Albträume und Angstzustände, weshalb sie psychiatrische Hilfe in Anspruch nahmen. Einer der Psychiater, der sie betreute, versetzte sie in Hypnose. Es muss wohl ein sehr starker Joint gewesen sein, der das Paar zu folgender Schilderung veranlasste: Zwergenhafte graue Wesen sollen sie in das Flugobjekt gebracht haben. Dort wurden sie befragt und medizinisch untersucht. Von Betty wurden Proben der Haare, der Fingernägel, ihrer Haut und des Ohrenschmalzes entnommen. Danach sollen die Wesen durch Gedanken-übertragung dafür gesorgt haben, dass die beiden Erdlinge alles vergessen sollten (kennen Sie das aus Men in Black?). Der Psychiater sah die Ursache in tiefliegenden ungelösten Konflikten des Paares. All das ist bis heute nicht bewiesen, Ufologen jedoch betrachten dies als den ersten wirklichen Entführungsfall durch Ausserirdische. Alle anderen Entführungsfälle, wie etwa jener von Travis Walton 1975, gleichen im grossen und ganzen diesem ersten Szenario!
Die Aufzählung könnte noch irrsinnig lange fortgeführt werden. Manches Mal sind es auch nur irgendwelche Spinner, die für diesen kurzen Augenblick bekannt werden möchten. Für Verschwörungstheoretiker steht jedoch eines fest: Immer wieder kommen Ausserirdische auf die Erde. Sie sollen sogar unbemerkt unter uns leben. Bei allen unauf-geklärten Fällen handelt es sich somit um einen dieser Alien-Besuche. Irgendwann werden sie zuhauf auftauchen, die Weltherrschaft übernehmen und die Menschheit ausrotten oder versklaven. US-Präsident Donald Trump liefert hierzu noch weiteren Zündstoff, hat er doch die Star Wars-Pläne seines Vorgängers aus den 80er-Jahren, Ronald Reagan, wieder aus der Schublade geholt und gemeint: „Wir müssen vorbereitet sein!“

https://www.youtube.com/watch?v=1cvumX6IJJs

Ja – es gibt Leben – irgendwo da draussen. Auch wenn es keine Lebensform nach unserem Verständnis ist. Da sind sich die klugen Köpfe der Wissenschaft (inkl. Stephen Hawking) einig. Schliesslich wurden erdähnliche Planeten bereits entdeckt. Es wäre absurd zu denken, dass Gott oder eine andere übergeordnete Kraft nur das Leben auf der Erde geschaffen hat. Ansonsten hätte der Astronom und Ufologe J. Allen Hüne ja sein komplettes Klassifizierungssystem für UFO-Begegnungen umsonst entworfen. Auch vonseiten der NASA geht man davon aus, schon sehr rasch Kontakt mit Ausserirdischen zu bekommen. Ob diese dann allerdings den Tesla, den Tesla-Chef Elon Musk gemeinsam mit SpaceX als Versuch eines ersten Frachttransportes in’s Weltall geschossen hatte, als Scherz beurteilen, wird wohl deren Geheimnis sein. Das E-Mobil hat bereits im November den Mars passiert!

Filmtipps:

- Kidnapped by UFOs? (1997)
- Experiencer. Stephane Allix (2004)

Lesetipps:

.) Beweise. Lokaltermin in fünf Kontinenten; Erich von Däninnen; Econ- Verlag GmbH 1977
.) UFOs Generäle, Piloten und Regierungsvertreter brechen ihr Schweigen; Hrsg.: Leslie Kean; Kopp Verlag 2012
.) UFOs: The Public Deceived; Philip J. Klass; Prometheus Books 1986
.) Captured! The Betty and Barney Hill UFO Experience: The True Story of the World’s First Documented Alien Abduction; Stanton T. Friedman/Kathleen Pardon; Kindle Edition
.) Die unterbrochene Reise. Zwei verlorene Stunden an Bord einer fliegenden Untertasse; John G. Fuller; Kopp Verlag 1996
.) Ufos Over Africa; Cynthia Hind; Horus House Press 1997
.) Geheimnisvolles Österreich; Reinhard Habeck; Ueberreuter Verlag 2006

Links:

- www.csicop.org
- www.grenzwissenschaft-aktuell.de
- LiveATC.net
- https://www.ufo-forschung.de/tag/cenap
- www.degufo.at
- ufoevidence.org

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